Stimmung in der Saarwirtschaft bleibt gedämpft
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Flaute in den Kernbranchen der Saarindustrie hält an

(PresseBox) - Auch im März bleibt die Saarwirtschaft weit unter ihren Möglichkeiten. Ursächlich dafür ist nach wie vor das schwierige wirtschaftliche Umfeld, das von Investitionszurückhaltung, schwacher Konsumneigung und Belastungen durch internationale Handelskonflikte beherrscht wird. Entsprechend gedämpft ist daher die Stimmung in den Unternehmen. Das signalisieren die Meldungen zur aktuellen Geschäftslage und zu den Erwartungen für die kommenden sechs Monate. Der IHK-Lageindikator gab im März gegenüber dem Vormonat um 0,9 Punkte nach und liegt nun mit 0,2 Zählern nur noch knapp oberhalb der Nulllinie. Leicht verbessert haben sich hingegen die Geschäftsaussichten: So konnte der IHK-Erwartungsindikator um 3,1 Punkte zulegen – er bleibt aber mit minus 14,1 Zählern weiterhin tief im roten Bereich. Der Ausgang der Bundestagswahl wie auch die Ergebnisse der Sondierungsgespräche haben bislang keinen Stimmungswechsel bewirkt.
„Die Gemengelage aus hohen wirtschafts- und geopolitischen Unsicherheiten sowie der massive Anpassungs- und Kostendruck bei unterausgelasteten Kapazitäten und auch perspektivisch schwieriger Auftragslage setzt den Betrieben in weiten Teilen der Saarwirtschaft nach wie vor erheblich zu und gefährdet Wachstum und Arbeitsplätze. Unternehmen und Haushalte werden sich unter diesen Umständen weiterhin mit Investitionen und Konsum zurückhalten. Das beschlossene Schuldenpaket wird mit Blick auf das schiere Volumen zwar grundsätzlich das Wachstumspotenzial erhöhen. In welchem Ausmaß ein solcher Effekt allerdings eintritt und ob er nachhaltig wirkt, wird insbesondere davon abhängen, inwieweit die neue Bundesregierung die drängenden Strukturprobleme des Landes mit einer tiefgreifenden Reformagenda aufzulösen vermag. Ansonsten wird es schwer, dass so dringend nötige Vertrauen von Wirtschaft und Gesellschaft wieder aufzubauen. Ein nachhaltiger Aufschwung basiert primär nicht auf mehr Staatsausgaben, sondern auf einem tragfähigen Zukunftskonzept für die Wirtschaft, die allen voran die Steuer- und Abgabenlast reduziert, die Energiekosten drosselt, Bürokratie und Regulatorik zurückführt und die Sozialpolitik neu justiert.“
So kommentierte IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Frank Thomé die Ergebnisse der März-Umfrage der IHK Saarland, an der sich rund 300 Unternehmen mit gut 100.000 Beschäftigten beteiligten.
Insgesamt bewerten 23 Prozent der befragten Unternehmen ihre Geschäftslage mit gut oder sehr gut, 54 Prozent mit befriedigend und 23 Prozent mit schlecht. Gut laufen die Geschäfte in der Elektroindustrie und in der Keramikindustrie. Überwiegend befriedigend ist die Lage im Ernährungsgewerbe, im Stahlbau, im Maschinen- und Anlagenbau, in der Medizintechnik, in der Bauwirtschaft und in Teilen des Fahrzeugbaus. In der Gummi- und Kunststoffindustrie, bei den Gießereien und Herstellern von Metallerzeugnissen sowie in Teilen der Stahlindustrie bleibt die Lage dagegen weiterhin deutlich angespannt.
Im Dienstleistungsgewerbe berichten 80 Prozent der befragten Unternehmen von guten oder befriedigenden Geschäften. Gut laufen die Geschäfte in der IT-Wirtschaft. Bei den Banken und Versicherungen ist die Lage größtenteils befriedigend. Im Handel, im Hotel- und Gaststättengewerbe, bei den Logistikern sowie bei den unternehmensnahen Dienstleistern zeigt sich hingegen ein durchwachsenes Stimmungsbild.
Der Schuldenwende muss eine Wirtschaftswende folgen!
Für die kommenden sechs Monate bleiben die Aussichten für die Saarwirtschaft äußerst verhalten. Nur drei Prozent der Betriebe rechnen mit besseren, 17 Prozent dagegen mit schlechteren Geschäften. Das Gros der Betriebe geht von einer gleichbleibenden Entwicklung aus. „2025 droht zu einem weiteren verlorenen Jahr für die deutsche Wirtschaft zu werden. Insbesondere der Mittelstand wird von einem umfassenden politischen Entscheidungs- und Handlungsstau blockiert, der sich über lange Zeit aufgebaut hat. Worauf es nun ankommt, ist ein tragfähiges Zukunftskonzept mit einer ambitionierten und ganzheitlichen Reformstrategie für den Staat, für die Sozialsysteme und für mehr unternehmerische Handlungsfreiheit. Doch bislang ist all dies nicht in Sicht. Im Gegenteil: Die notwendige Wirtschafts- und Politikwende droht an ideologischen Parteigrenzen zu scheitern. Sollte diese nicht gelingen, laufen die zusätzlichen Milliardenausgaben Gefahr, die Inflation wieder anzuheizen. Das wäre ein weiterer schwerer Schlag gegen die Investitions- und Konsumbereitschaft im Land. Die Politik ist daher dringend gefordert, sich rasch, mutig und entschlossen auf eine Gesamtstrategie zu verständigen, die die Wachstumskräfte entfesselt und den Standort Deutschland wieder nach vorne bringt“, so Thomé.
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Datum: 25.03.2025 - 12:33 Uhr
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