Saarwirtschaft: Ohne Schwung in den Herbst
ID: 2200374
Unternehmen blicken verhalten in die Zukunft
Insgesamt bewerten 21 Prozent der Betriebe ihre Lage als gut oder sehr gut, 55 Prozent als befriedigend und 24 Prozent als schlecht. Im Verarbeitenden Gewerbe laufen die Geschäfte nur noch in der keramischen Industrie gut. Überwiegend befriedigend ist die Lage im Ernährungsgewerbe, im Stahlbau, im Maschinen- und Anlagenbau, in der Medizintechnik, in der Bauwirtschaft und in der Elektroindustrie. Deutlich angespannt bleibt die Situation in der Gummi- und Kunststoffindustrie, bei Gießereien, Metallerzeugern, im Fahrzeugbau sowie in weiten Teilen der Stahlindustrie.
Im Dienstleistungsgewerbe berichten 78 Prozent von guten oder befriedigenden Geschäften. Gut laufen die Geschäfte in der IT-Wirtschaft. Bei den Banken und Versicherungen ist die Lage überwiegend befriedigend, ebenso im Hotel- und Gaststättengewerbe. Im Handel, in der Logistik sowie bei den unternehmensnahen Dienstleistern zeigt sich hingegen ein durchwachsenes Stimmungsbild.
Die Zeit für Reformen ist jetzt!
Für die kommenden sechs Monate bleiben die Aussichten der Saarwirtschaft äußerst verhalten. Lediglich drei Prozent der Betriebe rechnen mit besseren, 15 Prozent hingegen mit schlechteren Geschäften. Die verbleibenden 82 Prozent gehen von einer gleichbleibenden Entwicklung aus. „Deutschland durchlebt seit zwei Jahren die längste Rezession der Nachkriegsgeschichte. Die hohe Verschuldung des Bundes mag in absehbarer Zeit die Konjunktur etwas anschieben. Auf einen steileren und dauerhaften Wachstumspfad führt sie aber nicht, sofern sie nicht durch eine umfassende angebotsorientierte Reformagenda flankiert wird. Die Bundesregierung hat einenHerbst der Entscheidungenangekündigt. Jetzt gilt es, diesen Anspruch mit Taten zu füllen: Vor allem unsere Sozialsysteme müssen rasch grundlegend reformiert werden. Ihre steigenden Kosten treiben die Lohnnebenkosten immer weiter nach oben – Arbeit wird dadurch für Unternehmen immer teurer. Das schwächt die Wettbewerbsfähigkeit unserer Betriebe und nimmt den Menschen die Motivation, mehr zu arbeiten. Was der Standort Deutschland braucht, ist ein einfacheres, bezahlbares und leistungsfreundliches System, das Beschäftigung belohnt, Unternehmen entlastet und ihnen wieder Luft zum Investieren und Innovieren gibt.Nur wenn diese Schritte entschlossen angegangen werden, können Unternehmen und Arbeitnehmer wieder Vertrauen in die Zukunft fassen.“ so Thomé.
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Datum: 24.09.2025 - 12:46 Uhr
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