Erfahrungen von Schrecken und Spuren der Hoffnung / Antrittsbesuch der Vorsitzenden der Evangelischen Jerusalem-Stiftungen im Dialog mit Akteuren vor Ort
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(ots) - Kirchenpräsidentin Susanne Bei der Wieden, Mitglied des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und Kuratoriumsvorsitzende der drei Stiftungen der EKD im Heiligen Land – der Ev. Jerusalem-Stiftung, der Kaiserin Auguste Victoria-Stiftung und des Deutschen Evangelischen Institutes für Altertumswissenschaft des Heiligen Landes (DEI) - hat vom 24. bis 30. März die Einrichtungen der Stiftungen im Heiligen Land besucht. Angesichts der aktuellen Konflikte betonte sie die tiefen Gräben und gleichzeitige Arbeit für Frieden, die auch aus religiösen Haltungen und Praxen erwachse.
In Amman besuchte Frau Bei der Wieden das Evangelische Institut für Altertumswissenschaften, in Jerusalem traf sie mit Partnern aus Kirche, Gesellschaft und Politik zusammen. Sie sprach mit Hosam Naoum, dem Anglikanischen Erzbischof in Jerusalem, und Sani Ibrahim Azar, Bischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche von Jordanien und dem Heiligen Land. Begegnungen mit Gideon Levy, Redakteur der Tageszeitung Ha’aretz, Oliver Owcza, Leiter der Deutschen Vertretung in den Palästinensischen Autonomiegebieten, sowie Sieglinde Weinbrenner vom Lutherischen Weltbund unterstrichen die Vielstimmigkeit der Gespräche.
Frau Bei der Wieden schilderte eindrücklich: „Beim Besuch der Grabungen in Jordanien hörten wir den Beschuss Israels auf Syrien, zwei Tage später war in Jerusalem Raketenalarm durch die Huthis aus dem Jemen. Gestern standen wir mit Tränen in den Augen vor den Gedenktafeln am Memorial des Nova-Festivals – so viele strahlende junge Leben sind ausgelöscht – und hörten in der Ferne den Beschuss auf Rafah.“
Die tiefe Betroffenheit aller Seiten erschwere die Herausforderung, über das eigene Leid hinaus auch die Verzweiflung der anderen zu sehen. Umso wichtiger seien Stimmen, die dies dennoch tun, so Frau bei der Wieden. Zu diesen gehöre Sabeel, eine ökumenische Bewegung palästinensischer Christen. Omar Harami von Sabeel warb für Frieden und Versöhnung mit jüdischen Gesprächspartnern. Mit dieser Haltung habe Sabeel einen schweren Stand sowohl in Israel als auch in der palästinensischen Gesellschaft, aber man werde diesen Weg der Wahrnehmung des Schmerzes der anderen fortsetzen. Auch jüdische Gesprächspartner, so das orthodoxe Ehepaar Ophir und Sara Yarden, die zum Abendessen zu Beginn des Shabbat einluden, unterstrichen die Bedeutung des Friedens. „Hier durften wir spüren, wie die Haltung des Friedens erwächst aus dem Verwurzeltsein in den alten Bräuchen und in der Schrift“, so Susanne Bei der Wieden.
Hannover, 1. April 2025
Pressestelle der EKD
Lisa Schaube
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Datum: 01.04.2025 - 08:30 Uhr
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