Unsicherheit durch Zollkonflikt
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Das saisonbereinigte ifo-Geschäftsklima der deutschen Zulieferer verbessert sich im April zum vierten Mail in Folge
Zwar gab die Erwartungshaltung für die kommenden sechs Monate, nach den signifikanten Verbesserungen der vergangenen Monate wieder um deutliche 12,4 auf -23,6 Saldenpunkte nach doch stieg gleichzeitig die Beurteilung der aktuellen Geschäftslage um 9,5 Saldenpunkte auf einen Wert von -25,8. Damit liegt die aktuelle Lagebeurteilung in den Werten erstmals seit über einem Jahr wieder oberhalb der Erwartungshaltung.
Es gilt jedoch zu beachten, dass die aktuelle Lagebeurteilung damals einem langen Negativtrend folgte. Nun übertrifft die Beurteilung der aktuellen Lage jedoch die Erwartungen während einer laufenden Erholung. Dies lässt Zweifel aufkommen, wie nachhaltig die Anzeichen der zögerlichen Lageverbesserung in der deutschen Zuliefererindustrie in diesem Jahr überhaupt sein können. So signalisierte dieses Phänomen in der Vergangenheit immer einen konjunkturellen Einbruch, der sich mit zeitlichem Versatz von wenigen Monaten einstellte. Bedenklich nun ist zudem, dass diese Entwicklung tief im negativen Bereich zu beobachten ist und nicht wie üblich etwa zu kurz vor einem konjunkturellen Hochpunkt.
Der Rückschlag in der Erwartungshaltung ist jedoch keine Überraschung. So konkretisierte US-Präsident Trump erst Anfang des Monats seine Zoll-Maßnahmen gegenüber Europa und der Welt. Wenngleich sich bereits abzeichnet, dass im Hinblick auf die Sonderzölle in Höhe von 20 % auf Einfuhren aus der EU Handlungsspielraum besteht, werden zunächst insbesondere die deutsche Stahl, Aluminium- und Automobilindustrie mit weiteren Zöllen in Höhe von 25 % konfrontiert. Zwar gilt es die Nachfrageelastizität US-amerikanischer Kunden in den kommenden Monaten ebenso wie mögliche Änderungen in der Zollpolitik zu beobachten, doch dürften sich Bremsspuren in der US-Wirtschaft insgesamt negativ auf die Weltwirtschaft und die deutsche Industrie auswirken. Hinzu kommen Handelsumlenkungseffekte, die insbesondere durch die erheblichen Handelsbarrieren zwischen den USA und China befürchtet werden.
Hinsichtlich der Auswirkungen auf die deutsche Zuliefererindustrie und den damit verbundenen Erwartungen der Unternehmen besteht die Herausforderungen in der erratischen Vorgehensweise der US-Administration, sodass sich die Erwartungshaltung innerhalb weniger Tage positiv wie negativ ändern könnte.
Der Geschäftsklimaindex Zulieferindustrie wird von der Arbeitsgemeinschaft Zulieferindustrie ArGeZ in Zusammenarbeit mit dem Ifo-Institut, München, ermittelt. Er beruht auf der Befragung von rund 600 Unternehmen und deckt die in der Arbeitsgemeinschaft Zulieferindustrie zusammengeschlossenen Branchen Gießerei-Industrie, Aluminiumindustrie, Kunststoffverarbeitung, Stahl- und Metallverarbeitung, NE-Metall-Industrie, Kautschukindustrie sowie Technische Textilien ab.
Der Chart, mit korrigierten saisonbereinigten Daten, steht zum Download unter www.argez.de zur Verfügung.
Über die ArGeZ (www.argez.de)
Die Arbeitsgemeinschaft Zulieferindustrie (ArGeZ) ist eine Interessengemeinschaft, die rund 9.000 – vornehmlich mittelständisch geprägte – Zulieferunternehmen mit rund einer Million Beschäftigten und einem Umsatzvolumen von 244 Milliarden Euro vertritt. Sie wird getragen von den Wirtschaftsverbänden:
• WirtschaftsVereinigung Metalle e.V., Berlin | www.wvmetalle.de
• Bundesverband der Deutschen Gießerei-Industrie e.V., Düsseldorf | www.guss.de
• Aluminium Deutschland e.V., Düsseldorf | www.aluminiumdeutschland.de
• Wirtschaftsverband der deutschen Kautschukindustrie e.V., Frankfurt a.M. | www.wdk.de
• Verband Technische Kunststoff-Produkte e.V., Frankfurt a.M. | www.tecpart.de
• Wirtschaftsverband Stahl- und Metallverarbeitung e.V., Düsseldorf/Hagen | www.wsm-net.de
• Industrieverband Veredlung-Garne-Gewebe- Technische Textilien, Frankfurt | www.ivgt.de
Weitere Informationen finden Sie unter www.argez.de.
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Datum: 25.04.2025 - 12:22 Uhr
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