Ausbauen, aufstocken, anbauen - Wohnraumpotenzial in deutschen Städten
ID: 2171299

(ots) - Wer eine bezahlbare Immobilie sucht, wird immer seltener fündig. Wohnraum ist insbesondere in größeren Städten Mangelware. Der Neubau kann die Lücke nicht schließen, daher lohnt sich ein Blick auf den Gebäudebestand: Aktuelle Analysen zeigen erhebliches Potenzial für zusätzlichen Wohnraum durch Umbau und Erweiterung oder eine effizientere Nutzung vorhandener Flächen.
Laut Umfragen der Bundesstiftung Baukultur bewerten mehr als 80 Prozent der Bevölkerung den Erhalt und Umbau von Bestandsimmobilien positiv, sie verbinden mit dem Begriff "Umbau" Erneuerung und Verbesserung. Speziell nach geeigneten innerstädtischen Orten für Nachverdichtungen gefragt, waren fast 90 Prozent der Befragten zum Baukulturbericht 2024/25 der Ansicht, dass neue Wohnungen durch den Umbau von nicht genutzten Büroflächen geschaffen werden sollten.
Bezahlbaren Wohnraum schaffen
Bestandserweiternde Nachverdichtungsmaßnahmen punkten gegenüber Neubauprojekten mit Kosten- und Nachhaltigkeitsvorteilen: Nicht nur Flächen- und Ressourcenverbrauch sowie CO2-Emissionen sind deutlich geringer, sondern - je nach Ausbauart - auch die Bauwerkskosten.
So schlägt ein Dachausbau nur mit 1.797 Euro und ein Anbau mit 1.738 Euro pro Quadratmeter Bruttogrundfläche zu Buche, ein Neubau hingegen mit 2.765 Euro, wie das Baukosteninformationszentrum deutscher Architektenkammern (BKI) berechnet hat. Eine Aufstockung hingegen ist durch den hohen Planungs- und Genehmigungsaufwand ähnlich teuer wie ein Neubau.
Lohnenswerte Aktivierung von "unsichtbarem" Wohnraum
Für den LBS-Experten Albrecht Luz liegt potenziell in jedem Haus ein möglicher unentdeckter Schatz, den es zu heben gilt: "Im Grunde kann sich jeder, der eine Immobilie erwirbt oder bereits besitzt, fragen, ob es darin nicht mehr genutzte oder versteckte Wohnflächen, wie zum Beispiel ehemalige Kinderzimmer oder Dachböden gibt, die umgenutzt werden können."
So lohnt sich für eine junge Familie, die ein altes Haus kaufen und sanieren möchte, bevor sie selbst dort einzieht, womöglich der Ausbau des ungenutzten Dachraums zu einer autarken Einliegerwohnung, weil deren künftige Mieteinnahmen als Baustein in die Baufinanzierung einfließen könnten. Gleichsam erhöht sich die Wohnqualität, weil mit vielen Umbaumaßnahmen auch eine Modernisierung und meist auch eine energetische Ertüchtigung einhergeht.
Wichtig ist, die Kosten für Umbau- und Modernisierungsmaßnahmen ehrlich in die Finanzierung einzuplanen. "Die Landesbausparkassen bieten zinsvergünstigte Kredite, die speziell auf die Finanzierung von Modernisierungsmaßnahmen zugeschnitten sind", erklärt Albrecht Luz. "Zudem können wir Darlehen bis 50.000 Euro für Renovierung und Sanierung in Verbindung mit einem LBS-Bausparvertrag auch ohne Absicherung im Grundbuch vorfinanzieren. Das geht schnell, ist unbürokratisch und somit günstiger."
Rahmenbedingungen verbessern
Für Eigentümer von Büro- und Gewerbeimmobilien oder von Mehrfamilienhäusern können Aufstockungen von Immobilien sinnvoll sein, denn hier können mit dem planerischen Aufwand gleich mehrere Wohnungen zur Vermietung neu geschaffen werden.
Potenzial für mehr Wohnraum ist also vorhanden. Laut Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen könnten durch Umnutzung, Aufstockung und Nachverdichtung allein von Büro- und Verwaltungsgebäuden deutschlandweit rund zwei Millionen neue Wohnungen entstehen. Allerdings stehen der Umsetzung oft bürokratische Hürden, Unsicherheit bezüglich der Förderlandschaft und fehlende Informationen für Eigentümer über die Umnutzungsmöglichkeiten entgegen.
Pressekontakt:
LBS Landesbausparkassen
Verena Quast
Telefon: +49 6131 134052
E-Mail: verena.quast@lbs-sued.de
Original-Content von: LBS Infodienst Bauen und Finanzieren, übermittelt durch news aktuellWeitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 13.05.2025 - 10:30 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 2171299
Anzahl Zeichen: 4028
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: ots
Stadt:
Berlin
Kategorie:
Umfrage
Diese Pressemitteilung wurde bisher 184 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Ausbauen, aufstocken, anbauen - Wohnraumpotenzial in deutschen Städten"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
LBS Infodienst Bauen und Finanzieren (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
In Deutschland werden jährlich rund 430.000 Immobilien vererbt, die Hälfte davon als Teil des Nachlasses. Aktuelle Studien gehen davon aus, dass sich die Zahl der vererbten Immobilien der sogenannten Babyboomer-Generation bis etwa 2040 auf über 500.000 pro Jahr erhöhen wird. Gleichzeitig steigen
Eigenheimfinanzierung: Langfristige Zinssicherung gewinnt weiter an Bedeutung ...
Die Entwicklung der Bauzinsen zeigt in den vergangenen Jahren eindrucksvoll, wie stark Finanzierungsbedingungen schwanken können. Für private Bauherren und Immobilienkäufer bringt diese Volatilität eine erhebliche Unsicherheit - insbesondere, wenn Finanzierungen nur über die übliche Zinsbindun
Modernisierungsbedarf hoch - Umsetzung stockt ...
An mangelnder Einsicht unter Immobilien-Eigentümern und Eigentümerinnen liegt es nicht, dass die Modernisierungsquote in Deutschland zu niedrig ist: Fast zwei Drittel schätzen den Modernisierungsbedarf ihrer Wohnimmobilie als mittel bis sehr hoch ein. Je älter, desto weniger motiviert sind sie j
Weitere Mitteilungen von LBS Infodienst Bauen und Finanzieren
Roderich Kiesewetter (CDU) fordert Ausweitung der Sanktionen gegen Russland ...
Der CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter erwartet nicht, dass Wladimir Putin persönlich an den Friedensverhandlungen in Istanbul teilnehmen wird. Putin erkenne das Existenzrecht der Ukraine nicht an, würde er erscheinen, "würde er Selenskyj als legitimen Präsidenten anerkennen", so
LichtBlick Prosumer-Report 2025: Ausbau statt Stillstand - Prosumer trotzen schwierigem Marktumfeld ...
- Mehr Solar, mehr Speicher, etwas mehr Smart Meter: Prosumer-Index steigt um 30 Prozent - Flexibilität lohnt sich: Bis zu 800 Euro weniger Stromkosten jährlich - erstmals auch Entlastung durch §14a EnWG deutlich Trotz teilweise stagnierender Märkte setzen Deutschlands Eigenheime weiter auf gr
Mediterranes Flair trifft feine Meersalz-Würze / So wird die Gartenparty zum Genuss-Highlight ...
Sonnige Klänge aus Italien, Spanien oder Griechenland, mediterrane Kräutertöpfe auf dem Tisch und strahlende Terrakottafarben - mit der richtigen Planung wird die eigene Terrasse bei der Gartenparty zur kleinen Mittelmeer-Oase. Musik, Deko und Atmosphäre sind dabei die halbe Miete. Die andere HÃ
PAYONE-Händlerumfrage: Nachhaltigkeit im Zahlungsverkehr spielt untergeordnete Rolle ...
PAYONE, Joint Venture von Worldline, ein weltweit führender Anbieter von Zahlungsverkehrsdienstleistungen, sowie der DSV-Gruppe, Kompetenzcenter Payment der Sparkassen-Finanzgruppe, hat in Deutschland und Österreich eine repräsentative Umfrage bei mehrheitlich stationären Händlern zu Stellenwer




