Fachkräftemangel im Mittelstand

Fachkräftemangel im Mittelstand

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Wie KMU typische Führungsfehler vermeiden und so Kündigungen vorbeugen



Hannes Goth, Vorstand der Polymundo AG (Die Bildrechte liegen bei dem Verfasser der Mitteilung.)Hannes Goth, Vorstand der Polymundo AG (Die Bildrechte liegen bei dem Verfasser der Mitteilung.)

(firmenpresse) - Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, konzentrieren sich viele Betriebe im Mittelstand auf die Gen Z und die Modernisierung ihres Recruitings. "Dabei übersehen viele das Fundament einer dauerhaften Mitarbeiterbindung: ihre Führungskräfte", warnt Hannes Goth, Leadership-Experte und Vorstand der Polymundo AG. Wer Fachkräfte dauerhaft halten wolle, müsse Führung modern denken - und mit typischen Führungsfehlern aufräumen. Denn: "Die meisten Mitarbeitenden kündigen nicht den Job, sie kündigen ihrem Vorgesetzten."



Originelle Recruiting-Kampagnen, großzügige Zusatzleistungen, aufwändiges Onboarding - viele mittelständische Betriebe legen sich heutzutage mächtig ins Zeug, um neue Mitarbeitende zu gewinnen. "Aber all das nützt wenig, wenn es am Führungspersonal hapert", betont Goth, der seit Jahren KMU in moderner Führung und Kommunikation berät. Dass es erheblichen Handlungsbedarf gibt, zeigt unter anderem der aktuelle Gallup Engagement Index Deutschland: Nur noch 16 Prozent der Mitarbeitenden sind demnach uneingeschränkt mit ihrer Führungskraft zufrieden. Vor drei Jahren lag dieser Wert noch bei 41 Prozent. Zudem zählt Unzufriedenheit mit den Vorgesetzten nach dem Gehalt nach wie vor zu den Top-Kündigungsgründen in Deutschland.



"Angesichts dieser Zahlen stellt sich die Frage, warum Mittelständler Unsummen in Employer Branding investieren", sagt Goth, "aber übersehen, dass ihre Arbeitgeber-Marke letztlich von der Qualität der Führung abhängt." Ein schlechter Teamleiter mache jedes noch so gut gemeinte Willkommenspaket zunichte.



Fünf Führungsfehler, die Fachkräfte vertreiben

Fünf Führungsfehler beobachtet die Polymundo AG, die bereits hunderte Führungskräfte im Rahmen ihrer Leadership 4.0-Ausbildung begleitet hat, im Mittelstand besonders häufig. Sie gezielt anzugehen, sei ein erster Schritt in die richtige Richtung, um langjährige Mitarbeitende dauerhaft zu binden und dem Fachkräftemangel effektiv entgegenzuwirken.





1. Rückdelegation: Wenn Aufgaben wie ein Bumerang zurückkommen

Führungsfehler Nummer 1: Führung bedeutet, Verantwortung abzugeben - nicht sie auf Umwegen wieder einzusammeln. In KMU delegieren viele Teamleiter Aufgaben an ihre Mitarbeitenden, nur um sie wenig später selbst wieder auf ihrem Schreibtisch zu haben. Diese Rückdelegation, die oft aus der Überzeugung entsteht, es selbst besser und schneller zu machen, ist dreifach kontraproduktiv: Das Hin und Her raubt beiden Seiten Zeit, nimmt dem Mitarbeitenden Motivation und Lernchancen und der Führungskraft die Konzentration für wichtigere Aufgaben. Besser: Teammitglieder befähigen, Aufgaben selbst erledigen - sei es durch mehr Zeit, Ressourcen oder gezielte Weiterentwicklung.



2. Personalentwicklung endet nicht nach dem Onboarding

Viele Betriebe versprechen im Recruiting, was sie nach der Anstellung nicht halten. Oder sie liefern ein perfektes Onboarding, überlassen den Neuankömmling danach jedoch mehr oder weniger sich selbst. Gerade bei Mittelständlern, bei denen Fachkräfte immer noch häufig einige Jahre bleiben, wird so eine Menge Potenzial verschenkt. Sinnvoll ist es, wenn Führungskraft und Mitarbeitender von Anfang an gemeinsam einen Plan für dessen Entwicklung erstellen. Wo will er hin, was braucht das Unternehmen? Diese Fragen zu beantworten und regelmäßig Angebote zu machen, das helfe auch bei einer schon erfolgten oder drohenden Kündigung, sagt Goth. Viele überdenken ihre Entscheidung dann noch einmal.



3. Neue Führungskräfte unbegleitet lassen

Ein ebenso typischer Fehler: Neue Führungskräfte werden oft aus den eigenen Reihen befördert - und danach sich selbst überlassen. Der Rollenwechsel vom Kollegen zum Vorgesetzten ist jedoch heikel und verlangt mehr als einen neuen Titel auf der Visitenkarte. Wo zuvor auf Augenhöhe gesprochen wurde, geht es plötzlich um Verantwortung, Zielvorgaben und manchmal auch unangenehme Entscheidungen. Wer seine Führungskräfte nicht aktiv dabei unterstützt, riskiert viel - Spannungen im Team, Demotivation - bis hin zur inneren Kündigung oder dem kompletten Rückzug aus der Führungsrolle.



4. Gezielte Kommunikation? Fehlanzeige!

Miteinander zu reden, Informationen weiterzugeben, ist für gute Führung unverzichtbar. Doch in der Praxis verfügen Teamleiter selten über professionelle Kommunikationsexpertise. Ein Defizit, denn wer in der Lage ist, klare Anweisungen zu geben und seinen Mitarbeitenden aktiv zuzuhören, kann nicht nur Konflikte lösen und mehr Vertrauen schaffen, sondern auch für eine reibungslose Zusammenarbeit sorgen.



5. Führungsstil ohne Methode

Moderne Führung bedeutet situative Führung. Weder zu autoritär noch komplett laissez-faire. Aber welche Führungskraft versteht es schon, in jeder Situation authentisch und emphatisch zu handeln? Führungsmethoden übernimmt man im Mittelstand oft vom Vorgänger, ohne sie zu hinterfragen. Das birgt verschenktes Potenzial, denn Leadership lässt sich gezielt trainieren. So finden Führungskräfte ihren eigenen Stil - statt in alten Mustern zu verharren.



Permanent an der Führung arbeiten

"So individuell wie die Betriebe im Mittelstand ist auch die Liste an typischen Führungsfehlern", stellt Goth klar. Dennoch seien die genannten fünf ein guter Anfang für Geschäftsführer und Personalverantwortliche, um die Führungskompetenz im Unternehmen auf den Prüfstand zu stellen. "Noch immer hält sich bei vielen wacker der Glauben, dass Führungskompetenz nicht mehr als ein Soft Skill ohne echten ROI sei", so der Experte. Doch das Gegenteil sei der Fall. Gezielte Führungskräfteentwicklung zahle sich mehrfach aus, insbesondere in Zeiten des Fachkräftemangels: Teams arbeiten effizienter, weil Führung Orientierung bietet. Die Fluktuation sinkt, weil Mitarbeitende sich gesehen fühlen. Und die Vorgesetzten selbst erleben ihre Rolle als erfüllender und motivierender. "Wer in Führung investiert", fasst Goth zusammen, "spart sich am Ende viele Abgänge - und gewinnt Loyalität, die man nicht kaufen kann."



Kostenloses Webinar: "Führen, um zu halten"

Für Führungskräfte und Personalverantwortliche in KMU veranstaltet die Polymundo AG am 30.06.2025 ein kostenloses Live-Webinar zu dem Thema "Führen, um zu halten: Effektive Führungsstrategien gegen den Fachkräftemangel". Interessierte können sich unter folgendem Link kostenfrei anmelden:

https://polymundo.com/webinar-fuehren-um-zu-haltenWeitere Infos zu dieser Pressemeldung:

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Unternehmensinformation / Kurzprofil:

Die Polymundo AG ist ein Netzwerk aus Transformationsexperten für moderne Führung, Nachhaltigkeit und Kultur in Unternehmen. Hannes Goth ist der Vorstand und Mitgründer des Unternehmens. Seit mehr als 10 Jahren coacht und trainiert er Führungskräfte von KMUs und internationalen Konzernen in Führungsfragen und Leadership 4.0.



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Datum: 05.06.2025 - 09:05 Uhr
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