Deutschland braucht mehr Gelassenheit
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(ots) - Eine Vielzahl der Menschen in Deutschland ist besorgt, genervt, gestresst. Unter anderem wegen diverser bedrohlicher Kriege und Krisen in der Welt, der Gefährdung der Demokratie und der Spaltung der Gesellschaft im eigenen Land. Viele Menschen meiden entsprechende Informationsquellen, weil sie kritische Berichte einfach nicht mehr hören können und ertragen wollen. So viel Aufgeregtheit, potenziert durch Soziale Medien, tut einer Gesellschaft in schwierigen Zeiten nicht gut.
Verdrängung und Verharmlosung der Probleme helfen allerdings nicht weiter. Was unserer Gesellschaft gut tun würde, wäre nach Auffassung der Verkehrsunfall-Opferhilfe Deutschland e.V. (VOD) ein gesundes Maß an Gelassenheit bei der Beurteilung vieler Probleme und bei der eigenen Lebensführung.
Dazu gehört als bedeutsamer Lebensbereich auch die Mobilität. Im Schitt verbringen Menschen laut der Studie "Mobilität in Deutschland" etwa eine Stunde und 20 Minuten pro Tag im Straßenverkehr. Dies ist ein erheblicher Teil der Lebenszeit eines Menschen. Warum sich auf den täglichen Wegen zusätzlich nerven oder stressen lassen?
Ein wesentlicher Stressfaktor für die meisten Menschen sind die gefahrenen Geschwindigkeiten. Sind diese hoch, nimmt die Resilienz des Systems Straßenverkehr rapide ab. Selbst kleine Fehler können bestraft werden, häufig mit schweren Unfällen. Ein entscheidender Faktor für mehr Resilienz ist deshalb die Senkung der Geschwindigkeiten in Deutschland: innerorts, auf Landstraßen und auf Autobahnen. Ein harmonischer Verkehrsablauf ohne große Differenzen bei den Geschwindigkeiten trägt zu weniger schweren Unfällen bei und zu mehr Gelassenheit aller Menschen, die unterwegs sind: zu Fuß, mit dem Rad oder motorisiert. Das entspräche auch der "gegenseitigen Rücksicht" und "ständigen Vorsicht", wie im Paragrafen 1 der Straßenverkehrs-Ordnung gefordert. Beide Verhaltensweisen sind dauerhaft nur bei angemessenen Geschwindigkeiten aller Verkehrsteilnehmer möglich.
Bekanntlich können sich Phasen am Tag, die stressen, auf den gesamten Tagesablauf auswirken. Man spricht dann von einer Stress-Treppe. Professor Dr. Bernhard Schlag, Präsident des Wissenschaftlichen Beirates der VOD, betont: "Wer dauernd im Straßenverkehr gestresst ist, neigt auch in anderen Lebensbereichen zu mehr Aufgeregtheit. Viele Menschen, die aus den angrenzenden europäischen Ländern zurückkehren, loben den unaufgeregten Straßenverkehr dort. Lediglich Deutschland erlaubt auf etwa 70 Prozent der Autobahnstrecken das Fahren ohne Geschwindigkeitslimit und hat damit ein unrühmliches Alleinstellungsmerkmal in Europa."
Für die neue schwarz-rote Regierung wäre es laut VOD ein Erfolg, wenn sie die Erkenntnisse aus der Unfallforschung sowie das Votum der Mehrheit in der Bevölkerung ernst nehmen und endlich ein Tempolimit auf deutschen Autobahnen umsetzen würde. Nicht nur der Umwelt und der Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger zuliebe. Sondern auch, um dadurch für mehr Gelassenheit in unserer aufgeregten Gemeinschaft zu sorgen.
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Datum: 12.06.2025 - 11:17 Uhr
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