"nd.DerTag": Aggressionspakt - Kommentar zum bevorstehenden Nato-Gipfel und den avisierten Rüstungssteigerungen
ID: 2180061

(ots) - Bertolt Brecht warnte schon 1947 in seinem "Anachronistischen Zug": Unter der Parole "Für Freedom and Democracy" versammeln sich mit Vorliebe auch Kräfte des Militarismus, des kolonialistischen Raubs. Mit Demokratie haben sie in Wahrheit nichts am Hut. Seit dem Beginn von Russlands Ukraine-Invasion glauben indes auch viele Linke, dass ein Militärpakt wie die Nato eine Friedensmacht ist, die "unsere Freiheit" gegen neue imperialistische Kräfte wie Putins Regime oder China verteidigt.
Das offene Bekenntnis des Nordatlantikpakts, "tödlicher" werden zu wollen, und die Besiegelung des Ziels, bis 2035 fünf Prozent der Wirtschaftsleistung für sogenannte Wiederbewaffnung und personellen "Aufwuchs" der Streitkräfte zu investieren, sollte eigentlich manchem die Augen öffnen. Denn dies entspricht für die EU-Länder in der Nato einer Verdreifachung des aktuellen, schon stark angeschwollenen Militärbudgets. Dabei bestätigt jede militärische Führungskraft, dass es zur erfolgreichen Abwehr konventioneller Angriffe, sollte es sie geben, nur einen Bruchteil der militärischen Fähigkeiten eines Aggressors braucht. Das wäre also im Falle Russlands, aufs Finanzielle gerechnet, sehr viel weniger als das, was Moskau für sein Militär ausgibt. Das waren im vergangenen Jahr laut dem Stockholmer Institut Sipri 149 Milliarden US-Dollar. Zum Vergleich: Allein die USA investierten 2024 fast eine Billion Dollar für die Rüstung.
Politikwissenschaftler und selbst Militärexperten warnen, dass die Umsetzung des neuen Nato-Ziels allein der Rüstungsindustrie nützt und wegen des damit verbundenen Sozialabbaus zu einer Destabilisierung der Gesellschaft führt. Doch in hysterischen Zeiten gelten sie alle nicht als Fachleute, deren Rat man bedenken sollte, sondern als "Realitätsverweigerer" oder "Lumpenpazifisten".
Pressekontakt:
nd.DerTag / nd.DieWoche
Redaktion
Telefon: 030/2978-1722
Original-Content von: nd.DerTag / nd.DieWoche, übermittelt durch news aktuell
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 23.06.2025 - 18:02 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 2180061
Anzahl Zeichen: 2092
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: ots
Stadt:
Berlin
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 372 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
""nd.DerTag": Aggressionspakt - Kommentar zum bevorstehenden Nato-Gipfel und den avisierten Rüstungssteigerungen"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
nd.DerTag / nd.DieWoche (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Es ist bedeutsam und ermutigend: Immer mehr Menschen werden aktiv und stellen einen Antrag auf Kriegsdienstverweigerung (KDV). Sie tun damit also gegenüber dem deutschen Staat kund, dass sie nicht bereit sind, für ihn mit der Waffe in der Hand zu kämpfen. Die Zahl derer, die es tun, ist in beacht
"nd.DerTag": Koalition der Kriegsfreunde - Kommentar zu den neuen Rüstungsprojekten für Kiew und Machtdemonstrationen in Paris ...
Martialisches ist geplant: Auf das Treffen vom Montagabend, bei dem rund zwei Dutzend Unterstützerstaaten weitere Militärhilfen für die Ukraine beschließen wollen, soll in Paris eine Parade der französischen Streitkräfte folgen, wie es sie noch nie gegeben hat. 6800 Soldaten sollen aufmarschie
nd.DerTag: Ein Sparpaket voll schlechter Überraschungen / Kommentar zum Streichkonzert im Gesundheitswesen ...
Das GKV-Sparpaket hat die Erwartungen kaum erfüllt, selbst nicht für die Regierungskoalition oder für die Krankenkassen, um deren finanzielle Stabilität es eigentlich geht. Ganz zu schweigen von Kliniken, Arztpraxen oder Versicherten, die mit den Folgen leben müssen. Die Linke etwa will den Pro
Weitere Mitteilungen von nd.DerTag / nd.DieWoche
Mindestlohn ...
Zwar sind frühere Horrorszenarien mit massenhaften Entlassungen, falls der Mindestlohn eingeführt oder angehoben werde, nicht eingetreten. Doch in einer Phase wirtschaftlicher Schwäche, in der etliche Unternehmen zu kämpfen haben, den Mindestlohn um 17 Prozent anzuheben, wäre ökonomisch höchs
Wehrpflicht-Option ...
Wichtig wäre, der Bundeswehr nicht nur die Möglichkeit zu geben, Jahrgänge anzuschreiben und junge Männer zum Ausfüllen eines Fragebogens zu verpflichten. Sie sollte auch in Schulen über berufliche Möglichkeiten informieren dürfen. Die Zeit zwischen Bewerbung und Einstellung muss kürzer wer
Hamburger KI-Experten bringen digitale Kompetenz in alle deutschen Wohnzimmer - kostenlos. ...
Hamburg, 23. Juni 2025 - Was in Hamburg-Altona erdacht wird, verändert bald deutsche Arbeitszimmer, Küchen und Homeoffices: Die drei KI-Experten von Clever Mangos bringen mit ihrem Workshop "7 KI-Tools mit Impact" praktisches Digitalisierungs-Know-how direkt zu den Menschen. Als einer
Der hohe Preis für Europas Verteidigung ...
Wenn Donald Trump nicht alles ändert, dürfen sich die europäischen Nato-Staaten als Gewinner des Gipfels sehen. Dafür zahlen sie aber auch einen sehr hohen Preis. Sie haben nicht nur den Verlauf der Konferenz auf den US-Präsidenten zugeschnitten, damit er nicht überstürzt abreist wie beim G7-




