Der Krötennachwuchs ist da
ID: 2180846

(ots) - Sie sind kaum größer als ein 50-Cent-Stück, perfekt getarnt und unerschrocken: Kleine Erdkröten verlassen in diesen Tagen ihre Gewässer. Zwei bis vier Monate hat es gedauert, bis aus einem Ei eine Kaulquappe geschlüpft ist und diese sich zur fertigen, noch sehr kleinen Kröte entwickelt hat. Mit einem kühnen Sprung geht es von einer Wasserpflanze oder einem Kiesbett aus ans Ufer - daher ihr Spitzname "Hüpferlinge". "Jetzt beginnt ihre gefährlichste Lebensphase: Weil sie so klein und flink unterwegs sind, werden die winzigen Kröten im Gras oder auf Wegen oft zertreten oder von Rad- und Autoreifen zerquetscht", sagt Jenifer Calvi von der Deutschen Wildtier Stiftung.
Zwar gilt die Erdkröte noch als "ungefährdet" - doch ihre Bestände nehmen deutschlandweit ab. Gründe dafür sind die Zerschneidung ihrer Lebensräume durch Straßen oder Bebauung, der Tod im Straßenverkehr sowie Pestizide in Gärten und Grünanlagen. Auch die Folgen des Klimawandels machen sich bemerkbar: Dürreperioden und ausgetrocknete Gewässer treffen die Amphibien hart.
Die Jungkröten profitieren von privaten Gärten als Zufluchtsorten. Wer ihnen einen Platz bieten möchte, kann mit einfachen Mitteln viel bewirken: Totholz-, Laub- oder Reisighaufen, feuchte Unterschlüpfe unter Steinen, in Mauerspalten oder Wurzelhöhlen bieten ihnen Schutz - tagsüber vor der Hitze, nachts vor Fressfeinden wie Mardern, Katzen oder Greifvögel. Wichtig ist auch: keine Chemie im Garten! Insektizide vernichten die Nahrungsgrundlage, von denen sich der Nachwuchs ernährt. Schneckenkorn ist ebenfalls tabu - denn die Weichtiere stehen auf dem Speiseplan der Erdkröten; über die Beute nehmen sie das Gift auf. Als Jäger verspeisen Erdkröten auch Asseln, Käfer, Spinnen, Fliegen, Tausendfüßler und Larven - darunter auch etliche Gartenschädlinge. Es lohnt sich also, gute Lebensbedingungen für die Hüpferlinge zu schaffen. Bis zu 15 Jahre alt werden die Kröten in der Natur. Bestenfalls sorgen sie ab dem vierten, fünften Lebensjahr für weiteren Nachwuchs. Erdkröten legen ihre Eier am liebsten in dem Gewässer ab, aus dem sie selbst an Land gehüpft sind - wenn sie als kleine Kröten dort optimale Startbedingungen hatten.
Foto auf Anfrage
Pressekontakt:
Jenifer Calvi
Pressereferentin Deutsche Wildtier Stiftung
Telefon 040-970 78 69 - 14
J.Calvi@DeutscheWildtierStiftung.de
www.DeutscheWildtierStiftung.de
Original-Content von: Deutsche Wildtier Stiftung, übermittelt durch news aktuellWeitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 26.06.2025 - 09:20 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 2180846
Anzahl Zeichen: 2610
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: ots
Stadt:
Hamburg
Kategorie:
Gesundheitswesen - Medizin
Diese Pressemitteilung wurde bisher 168 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Der Krötennachwuchs ist da"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Deutsche Wildtier Stiftung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Vögel beobachten? Das ist doch was für Nerds, für Menschen mit grauen Haaren und beiger Funktionskleidung. Dieses Vorurteil war lange weit verbreitet – und sicherlich nicht ganz grundlos in der Welt. Aber derzeit ändert sich das Bild der Menschen, die in den Himmel starren: Birding heißt das
Bei Hitze ist Moos der bessere Rasen ...
Das Multitalent kühlt Städte, speichert Wasser und CO? – und beherbergt ganze Ökosysteme Ohne Moos ist nichts los – in unseren Wäldern, Mooren, Städten und auch im Garten. Gerade bei Hitze beweisen Moospolster, wie zäh sie sind – im Gegensatz zu Rasen: „Rasen braucht regelmäßig Dün
Rothirsch-Lebensräume vernetzen und biologische Vielfalt stärken / Deutsche Wildtier Stiftung fordert neue Trittstein-Vorkommen für das Tier des Jahres 2026 ...
Das Tier des Jahres 2026, der Rothirsch, lebt auf etwa 25 Prozent der Fläche Deutschlands – Rehe und Wildschweine kommen dagegen auf fast der gesamten Bundesfläche vor. Die deutlich geringere Verbreitung des Rothirschs liegt dabei nicht an seinen speziellen Lebensraumbedürfnissen, sondern an Ge
Weitere Mitteilungen von Deutsche Wildtier Stiftung
Diabetes und Blasenentzündung: Was hilft - und welche alternativen Heilmethoden sind wirksam? ...
Gerade Frauen mit Diabetes leiden besonders häufig unter wiederkehrenden Infektionen der Harnwege. Die aktuelle Ausgabe des Apothekenmagazins "Diabetes Ratgeber" zeigt, was hilft. Das Problem: Blasenentzündungen sind nicht nur unangenehm. Bei einer unbehandelten Infektion können Keime
Länder werden aufgefordert, nationale Kälteausschüsse einzurichten, um die Herausforderungen in den Bereichen Lebensmittel, Gesundheit, Tiere und Klima zu bewältigen ...
Anlässlich des Weltkältetages ruft das International Institute of Refrigeration (https://iifiir.org/en/) (IIR) alle Länder dazu auf, die Kältetechnik als kritische Infrastruktur für Gesundheit, Lebensmittelsicherheit, Energieeffizienz und Klimaverträglichkeit anzuerkennen. Das IIR fordert die
Liebe als Führungskompetenz - Neues Sachbuch erschienen ...
Das neue Buch für erfolgreiche Führungskräfte: "Liebe als Führungskompetenz - Mitarbeitende mit psychischen Störungen verstehen, Potenziale nutzen" von Daniel Elger de Castro Luís Moderne Führung braucht Herz: Das neue Buch zeigt, wie empathische Führung psychische Gesundheit be
Juzo setzt Branchenmaßstab mit EMAS-Zertifizierung / Als eines der ersten Unternehmen der Branche erreicht die Julius Zorn GmbH die EMAS-Validierung ...
"Unser Herz schlägt grün - und das nicht nur in unserer Unternehmensfarbe", so Jürgen Gold, Geschäftsführer der Julius Zorn GmbH (Juzo) über das Selbstverständnis der Firma zum Thema Nachhaltigkeit. Juzo hat als eines der ersten Unternehmen der medizinischen Hilfsmittelbranche erfol




