Änderung der Digitalisierungsförderung trifft das Handwerk

Änderung der Digitalisierungsförderung trifft das Handwerk

ID: 2190011

Hürde für Digitalisierungsprojekte wird höher



(PresseBox) - Die Fördermöglichkeit für Digitalisierungsprojekte durch das Land Baden-Württemberg ist Anfang Juli weggefallen. Die geänderte Digitalisierungsfinanzierung macht es vor allem kleinen Betrieben schwer, Fördergelder zu bekommen. Der Präsident der Handwerkskammer Freiburg kritisiert die Landesregierung für ihre Entscheidung.

Mit Unverständnis reagiert das südbadische Handwerk auf die Reform der Digitalisierungsprämie durch die Landesregierung. Bis 1. Juli war diese eine beliebte Förderung vor allem für kleine Handwerksbetriebe, um unkompliziert die Investitionen in Hardware, Software oder KI-Anwendungen zu finanzieren. Jetzt fallen die Zuschüsse in dieser Form weg, der bürokratische Aufwand für Digitalisierungsförderungen ist erheblich gestiegen.

„Offensichtlich verliert die Landesregierung, trotz ihrer Beteuerungen und teurer Werbekampagnen, das Handwerk als wichtigen Wirtschaftsfaktor aus den Augen“, kritisiert Christof Burger, Präsident der Handwerkskammer Freiburg, die Änderungen, die vor allem die vielen kleinen Betriebe treffen. Das Wirtschaftsministerium wirbt aktuell mit der Kampagne „Mittel ist mega“ für den Mittelstand. Dafür nutzt es auch Handwerksbetriebe. „Das Handwerk ist nicht nur ein plakatives Aushängeschild. Wir sind einer der wichtigsten Wirtschaftsbereiche im Land und nun faktisch bei der Digitalisierung auf uns gestellt. Mit so einer Wirtschaftspolitik muss sich Baden-Württemberg bald mit dem Mittelmaß zufriedengeben. Das ist alles andere als mega.“

Förderung von kleinen Investitionen fällt weg

Das Handwerk und viele andere kleine mittelständische Betriebe haben durch den Wegfall der Zuschüsse einen deutlichen Nachteil. Bislang ließen sich so 30 Prozent einer Investition fördern, maximal mit 3000 Euro. „Dieses Förderinstrument wurde von vielen Betrieben genutzt. Es war unkompliziert und eine gute Lösung“, sagt Burger. Nun bleibt die Digitalisierungsfinanzierung der L-Bank als einziger Baustein, in die die Digitalisierungsprämie des Landes eingebunden ist. Diese dürfte allerdings für die wenigsten Handwerksbetriebe interessant sein. Denn wer das zinsvergünstigte Darlehen in Anspruch nehmen will, muss mindestens 25.000 Euro aufnehmen.



„Anreiz für Investitionen geht verloren“

„Eine Investitionssumme von 25.000 Euro ist für Handwerker meist ein utopischer Betrag, wenn es um die Digitalisierung geht“, so Burger. „Wir haben viele kleine Handwerksbetriebe, die immer noch die ersten Schritte in der Digitalisierung gehen müssen. Für sie geht jeglicher Anreiz zu investieren verloren. Sie brauchen niedrige Schwellen, damit sie überhaupt loslegen. Ansonsten verlieren sie den Anschluss. Andere Bundesländer wie Bayern zeigen, dass es möglich ist.“

„Große Unternehmen profitieren“

„Die Hürden, digitale Projekte anzugehen und umzusetzen, sind durch die Entscheidung der Landesregierung erheblich höher geworden. Für die wenigsten Betriebe rentiert sich die Prämie. Viel mehr sehen wir eine Klientelpolitik für große Unternehmen, die viel investieren können“, macht Christof Burger deutlich. „Für ein solides Wirtschaftswachstum brauchen wir die richtigen Impulse und gezielte Unterstützung.“

Die Handwerkskammer Freiburg ist Dienstleister und Ansprechpartner für fast 16.000 Handwerksbetriebe mit mehr als 100.000 Beschäftigten und rund 6.500 Auszubildenden in den Landkreisen Ortenau, Emmendingen, Breisgau-Hochschwarzwald, Lörrach sowie dem Stadtkreis Freiburg. Die Mitgliedsbetriebe in Südbaden generierten im Jahr 2023 einen Umsatz von mehr als 10 Milliarden Euro.

Neben den staatlichen Pflichtaufgaben in Ausbildung, Prüfungswesen und Handwerksrolle übernimmt die Handwerkskammer Freiburg zahlreiche weitere Aufgaben. Sie unterhält moderne Beratungs- und Bil­dungs­zent­ren, in denen sie ihren Mitgliedern ein breites Spektrum an Service bietet: berufliche Bildungsangebote, Nachwuchswerbung, Rechtsberatung sowie Beratung in den Bereichen „Betriebswirtschaft“, „Betriebsübergabe und - übernahme“, „Innovation“, „Umwelt“, „Außenwirtschaft“, „Fachkräftesicherung“, „Organisationsentwicklung“ und „Digitalisierung“. Daneben unterstützt sie Existenzgründer und fördert das Handwerk vor Ort.

Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:

Die Handwerkskammer Freiburg ist Dienstleister und Ansprechpartner für fast 16.000 Handwerksbetriebe mit mehr als 100.000 Beschäftigten und rund 6.500 Auszubildenden in den Landkreisen Ortenau, Emmendingen, Breisgau-Hochschwarzwald, Lörrach sowie dem Stadtkreis Freiburg. Die Mitgliedsbetriebe in Südbaden generierten im Jahr 2023 einen Umsatz von mehr als 10 Milliarden Euro.
Neben den staatlichen Pflichtaufgaben in Ausbildung, Prüfungswesen und Handwerksrolle übernimmt die Handwerkskammer Freiburg zahlreiche weitere Aufgaben. Sie unterhält moderne Beratungs- und Bil­dungs­zent­ren, in denen sie ihren Mitgliedern ein breites Spektrum an Service bietet: berufliche Bildungsangebote, Nachwuchswerbung, Rechtsberatung sowie Beratung in den Bereichen „Betriebswirtschaft“, „Betriebsübergabe und - übernahme“, „Innovation“, „Umwelt“, „Außenwirtschaft“, „Fachkräftesicherung“, „Organisationsentwicklung“ und „Digitalisierung“. Daneben unterstützt sie Existenzgründer und fördert das Handwerk vor Ort.



drucken  als PDF  Gründungsszene trotzt den Krisen Viele Unternehmen wollen US-Geschäft einschränken
Bereitgestellt von Benutzer: PresseBox
Datum: 08.08.2025 - 08:49 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 2190011
Anzahl Zeichen: 4492

Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Jürgen Galle
Stadt:

Freiburg im Breisgau


Telefon: +49 (761) 21800-450

Kategorie:

Bildung & Beruf



Diese Pressemitteilung wurde bisher 292 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Änderung der Digitalisierungsförderung trifft das Handwerk"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Handwerkskammer Freiburg (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

„Bundesregierung sieht ihren Fehler endlich ein“ ...
Die Handwerkskammer Freiburg begrüßt das Aus für die sogenannte Entlastungsprämie. „Die Bundesregierung tut gut daran, den Vermittlungsausschuss nicht anzurufen und diese Idee, Entlastung der Beschäftigten auf dem Rücken anderer zu erreichen, zu begraben“, macht Christof Burger, Präsident

„Anliegen des Mittelstands wurden ernst genommen“ ...
Der heute gewählte Ministerpräsident Cem Özdemir und seine Regierungskoalition setzen aus Sicht der Handwerkskammer Freiburg wirtschaftspolitisch viele richtige Schwerpunkte. „Der Koalitionsvertrag lässt an vielen Stellen hoffen, dass die Anliegen des Handwerks und des Mittelstands ernst genom

Fast ein Drittel der regionalen Handwerksbetriebe sucht Nachfolger ...
Fast jeder dritte Betrieb im südbadischen Handwerk steht bis 2030 zur Übergabe an. Das geht aus einer Sonderumfrage der Handwerkskammer Freiburg zur Betriebsnachfolge im Handwerk hervor. Nachfolgerinnen und Nachfolger sind daher dringend gesucht. Das Projekt „Next Generation Handwerk“ der bade


Weitere Mitteilungen von Handwerkskammer Freiburg


Lotusblüteneffekt: Resilienz-Seminar mit Alexandra Gebhardt am 16./17. September 2025 in Heidelberg ...
Gelassenheit lernen – im Herzen Heidelbergs Heidelberg ist nicht nur ein Ort mit geschichtsträchtiger Kulisse, sondern bietet mit seiner einzigartigen Kombination aus Natur, Kultur und ruhiger Atmosphäre den idealen Rahmen für persönliche Weiterentwicklung. Genau dort lädt das Seminar „Lot

Seminar: Arbeitsrecht der betrieblichen Altersversorgung ...
Zielgruppe sind Fach- und Führungskräfte auf Unternehmens- sowie Beratungsebene, die jenseits von Produkt- oder Vertriebsschulungen tiefgehende rechtliche Kenntnisse erlangen möchten. Das Seminar behandelt unter anderem: + Einführung in das BetrAVG, Legaldefinition der bAV, Gestaltungsformen

Fernstudienangebote im Bereich Informatik: Jetzt berufsbegleitend durchstarten! ...
Interessierten, die eine Karriere in der IT-Branche anstreben, hat die Hochschule Trier attraktive Studienmöglichkeiten zu bieten: Der Master of Computer Science (M.C.Sc.) ist ideal für Berufstätige, die ihre Kompetenzen ausbauen möchten und einen Quereinstieg in die Informatik planen. Den Absol

Teamresilienz - was Teams wirklich stark macht ...
Teams gelten als resilient, wenn sie gerade in schwierigen Situationen erfolgreich zusammenarbeiten und gemeinsam - eben im Team - Lösungen entwickeln, flexibel agieren und sich unterstützen. Doch Team-Resilienz entsteht nicht von selbst und es reicht auch nicht aus, dass die einzelnen Teammitglie


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z