Neue Podcast-Folge: Passage 1945 - Ein Jahr des Übergangs

Neue Podcast-Folge: Passage 1945 - Ein Jahr des Übergangs

ID: 2190686

(ots) - 8. Mai 1945: Kriegsende. Ganz so einfach ist es nicht. In unserer neuen Folge von "Zugehört" sprechen John Zimmermann, Jürgen Luh, Jörg Morré und Frank Reichherzer über das lange und vielschichtige Ende des Zweiten Weltkriegs - und darüber, warum das Jahr 1945 weniger ein Schlusspunkt als ein Übergang war.

Neubewertungen des Zweiten Weltkriegs

Auch achtzig Jahre nach seinem Ende ist unser Verständnis vom Zweiten Weltkrieg und seinem Ausgang im Wandel. Historische Forschung, gesellschaftliche Debatten und politische Entwicklungen haben dazu beigetragen, die Ereignisse von 1945 immer wieder neu zu interpretieren. Unsere Gesprächspartner werfen einen differenzierten Blick auf das Jahr 1945 - und stellen die Frage: Wie lassen sich die Umbrüche am Ende des Zweiten Weltkriegs fassen und bewerten?

Wege aus dem Krieg

Angesichts der globalen Dimension des Zweiten Weltkriegs ist es kaum möglich, von dem einen Kriegsende zu sprechen. Für manche Regionen begann der Frieden bereits vor den offiziellen Kapitulationen Deutschlands und Japans - für andere hingegen setzten sich Gewalt, Zwang und politische Auseinandersetzungen in neuen Konstellationen fort. Der Übergang vom Krieg zum Frieden stellte vielerorts keine klare Zäsur dar, sondern war ein brüchiger und langwieriger Prozess.

Potsdamer Konferenz und Nürnberger Prozesse

Im Mittelpunkt des Gesprächs stehen zwei Schlüsselereignisse des Jahres 1945: die Potsdamer Konferenz im Sommer sowie die Nürnberger Prozesse, die Ende des Jahres begannen. Beide markieren zentrale Momente für die kommende neue Ordnung der Welt und im Umgang mit der Vergangenheit. Im Mikrokosmos der Potsdamer Konferenz werden die geopolitischen Weichenstellungen mit ihren Spannungen und Bruchlinien deutlich, die in der Nachkriegszeit die internationale Ordnung prägten: vom Kalten Krieg bis hin zur Dekolonisation. Die Kriegsverbrecherprozesse wiederum waren nicht nur ein neues und internationales juristisches Projekt, sondern auch ein moralischer wie auch politischer Versuch der Vergangenheitsbewältigung - und gleichzeitig ein Forum, um Ordnungsvorstellungen zu entwickeln.



1945 als Passage - ein Jahr des Übergangs

In dieser Folge von "Zugehört" entsteht ein facettenreiches Bild des Jahres 1945, das einfache Narrative hinterfragt. Sie lädt dazu ein, um über Transformationen von Gewalt im 20. Jahrhundert nachzudenken. Das Gespräch eröffnet neue Perspektiven auf die Vielfalt der Erwartungen, Möglichkeiten und Wege, die in und durch das Jahr 1945 in die Zukunft führen konnten. So wird zugleich weniger eine "Stunde Null" als vielmehr die "Passage 1945" deutlich.

Die Podcast-Folge können Sie auf Spotify, Apple Podcast oder auf der Website des ZMSBw (https://zms.bundeswehr.de/de/mediathek/passage-1945-ein-jahr-des-uebergangs-5980838) hören.

Pressekontakt:

Oberstleutnant Michael Gutzeit
Leiter der Informationsarbeit
Telefon: 0331 9714 400
ZMSBwPressestelle@bundeswehr.org


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