Döring: „Ohne leistungsfähige Wirtschaft keine Energiewende“
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DIHK-Studie zur Energiewendepolitik
Für DIHK-Präsident Peter Adrian ist das Ergebnis einer Studie der Wirtschaftsberatungsgesellschaft Frontier Economics im Auftrag der DIHK eindeutig: Deutschland braucht eine Neuausrichtung der Energiewende. „Mit der aktuellen Politik ist die Energiewende nicht zu stemmen. Die Belastung von Unternehmen und Bevölkerung erreicht ein Niveau, das unseren Wirtschaftsstandort, unseren Wohlstand und damit auch die Akzeptanz der Energiewende gefährdet.“
Die Studie „Neue Wege für die Energiewende (,Plan B‘)“, die am Mittwoch in Berlin vorgestellt wurde, beziffert die Gesamtkosten bei einer unveränderten Energiewendepolitik im Zeitraum zwischen 2025 und 2049 auf 4,8 bis 5,4 Billionen Euro. Allein die Netzkosten (Investitionen und Betrieb) belaufen sich auf 1,2 Billionen Euro. „Das können unsere Unternehmen unter den aktuellen Rahmenbedingungen nicht realisieren. Sie sind aber ein zentraler Baustein der Energiewende, denn ohne eine leistungsfähige Wirtschaft wird es keine Energiewende geben“, sagt Elke Döring.
Der alternative Ansatz, den die Macher der Studie vorlegen, setzt vor allem auf eine Abkehr enger staatlicher Vorgaben, einen umfassenden CO2-Zertifikatehandel und auf einen neuen Technologiewettbewerb als zentralen Treiber für Innovationen und Wachstum. Das Ganze international koordiniert und flexibel, um auf unvorhersehbare Entwicklungen schnell reagieren zu können. „Dazu kommt ein radikaler Abbau von Regulierung und Bürokratie auf nationaler und auf europäischer Ebene. Die Bürokratiekosten in Zusammenhang mit der Energieversorgung kosten uns bundesweit jährlich zehn Milliarden Euro. Dabei sind die langen Planungs- und Genehmigungsverfahren noch gar nicht eingepreist“, so Elke Döring
Die IHK-Hauptgeschäftsführerin sieht gerade in der Technologieoffenheit einer neuen Energiewendepolitik große Chancen für Heilbronn-Franken. „Wir haben das Knowhow in der Region, unsere Unternehmen sind bereit, die Technologien zur Energiewende zu entwickeln und einzusetzen. Und die Region selbst baut mit dem KI-Innovationspark und einem Fokus auf Wasserstoff als Energieträger die entsprechende Infrastruktur auf. Was sie jetzt noch brauchen, ist eine Energiewendepolitik, die bestehende Hemmnisse abbaut und den Unternehmen die nötigen Freiräume für Investitionen in die Energiewende verschafft.“
Weitere Informationen zur DIHK-Studie auf www.dihk.de
Aktuelle Energiewende-Politik kostet bis zu 5,4 Billionen Euro
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Datum: 03.09.2025 - 15:58 Uhr
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