Russland und Ukraine als Produktionsstandorte zunehmend attraktiv

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Horváth&Partners: CEE-5-Märkte gesättigt, aber weiterhin gefragt



Russland und Ukraine als Produktionsstandorte zunehmend attraktivRussland und Ukraine als Produktionsstandorte zunehmend attraktiv

(firmenpresse) - Die Managementberatung Horváth & Partners erwartet in den nächsten Jahren vermehrte Investitionen in Russland und der Ukraine. Eine aktuelle Studie zu den "Erfolgsfaktoren des Standortaufbaus in Zentral- und Osteuropa (CEE)" sieht in den Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion (GUS) das größte Expansionspotenzial. Die fünf mittelosteuropäischen Staaten Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn (CEE-5) sind weiterhin interessant, jedoch zunehmend "gesättigt".

Während Ökonomen die weitere wirtschaftliche Entwicklung der CEE-Länder differenziert betrachten, schätzen Manager mit überwiegender Mehrheit die CEE-Region als Produktionsstandort wie Absatzmarkt weiterhin attraktiv ein. Die zunehmende wirtschaftliche Reife der CEE-5-Region hat aber zu steigenden Lohnkosten und einem härteren Wettbewerb geführt. Daher zeigt sich ein klarer Trend Richtung Osten: Beinahe zwei Drittel der befragten Unternehmen sehen die GUS-Staaten als zukunftsträchtigen Produktionsstandort. Lediglich je ein Viertel der befragten Unternehmen sehen die CEE-5 und die baltischen Länder bzw. die "EU-Neulinge" Rumänien und Bulgarien als potenzielle Fertigungsstandorte.

Bis dato befinden sich erst zehn Prozent der Produktionsstätten in CEE im GUS-Raum. Mehr als die Hälfte österreichischer, deutscher und Schweizer Firmen ist in den reifen CEE5-Märkten und in den baltischen Staaten ansässig. Über 20 Prozent haben Standorte in den "neuen" EU-Beitrittsländern Rumänien und Bulgarien. "Russland und die Ukraine sind nun die Top-Kandidaten für den Aufbau von Produktionsstandorten in den nächsten fünf Jahren", folgert Christoph Kopp, Studienleiter bei Horváth & Partners in Wien. Es folgen mit einigem Abstand Rumänien, die Türkei, Polen, Weißrussland und Kroatien.

Der Trend Richtung Osten zeigt sich auch im durchschnittlichen Alter der Fertigungsstandorte: Während Firmenableger in CEE-5 und in den baltischen Ländern im Schnitt vor acht Jahren gegründet wurden, bestehen Standorte in Südosteuropa, Rumänien und Bulgarien durchschnittlich sechs Jahre, Niederlassungen in den GUS-Staaten erst rund zwei Jahre.



Niedrige Lohnkosten und hohes Absatzpotenzial

Als künftiger Produktionsstandort sind die GUS-Staaten aufgrund ihrer niedrigen Lohnkosten (Industriearbeiter verdienen dort nur rund ein Zehntel ihrer Kollegen in Deutschland und Österreich) und wegen des großen und wachsenden Absatzmarktes hoch attraktiv - trotz teilweise instabiler politischer Lage, ineffizienter öffentlicher Verwaltung und schlechter Infrastruktur.

Anders als bei den meisten Produktionsstandorten, die nach der Öffnung des Eisernen Vorhangs in der CEE-Region als rein verlängerte Werkbank errichtet wurden, dienen die nun in den GUS-Staaten errichteten Standorte verstärkt auch der Versorgung der regionalen Märkte mit dort gefertigten Produkten. Den CEE-5-Ländern werden künftig neue Aufgabengebiete zukommen. Sie werden langfristig als möglicher Standort für CEE-Headquarters, technologie- und wissensintensive Fertigung und Shared Service Center eingestuft.


Über 100 Unternehmen mit CEE-Erfahrung befragt

Für die Studie "Erfolgsfaktoren der Standortverlagerung nach CEE" wurden insgesamt 111 Unternehmen aus der DACH-Region und aus unterschiedlichen Branchen befragt. Sie gaben Auskunft zu den sieben Standort- und Erfolgsfaktoren für ein Engagement in den CEE-Ländern. 68 Prozent aller Unternehmen gaben an, schon länger als drei Jahre in Zentral- und Osteuropa aktiv zu sein, der Rest ist zwischen ein und drei Jahren mit Produktionsstandorten vor Ort.
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Horváth & Partners ist eine unabhängige, international tätige Management-Beratung mit Sitz in Stuttgart. Das Unternehmen beschäftigt mehr als 400 Mitarbeiter an zehn Standorten in Deutschland, Österreich, Rumänien, der Schweiz, Ungarn und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Durch die Mitgliedschaft bei "Highland Worldwide", einem internationalen Netzwerk unabhängiger Beratungsgesellschaften, ist Horváth & Partners darüber hinaus in weiteren wichtigen Wirtschaftsregionen der Welt vor Ort.

Im Mittelpunkt der Beratung stehen die Leistungssteigerung und die nachhaltige Verbesserung der Leistungsfähigkeit von Organisationen. Die Kompetenzschwerpunkte liegen dabei in den Bereichen Strategisches Management und Innovation, Prozessmanagement und Organisation sowie Controlling und Finanzen. Horváth & Partners begleitet die Kunden von der betriebswirtschaftlichen Konzeption bis hin zur Realisierung und nachhaltigen Verankerung durch die Verbindung mit dem Steuerungssystem.



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Datum: 30.06.2010 - 15:47 Uhr
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