So bremst Deutschland Innovation aktiv aus

So bremst Deutschland Innovation aktiv aus

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Sebastian Seutter, Managing Partner DACH bei HTEC (Quelle: HTEC)Sebastian Seutter, Managing Partner DACH bei HTEC (Quelle: HTEC)

(firmenpresse) - München, 18. September 2025 – Der Motor für Erfolg und Wettbewerbsfähigkeit ist und bleibt Innovation. Ausgerechnet die Top-Exportnation Deutschland gängelt innovationswillige Unternehmen aber mit Bürokratie und anderen Hürden. HTEC, ein globaler Entwickler kundenspezifischer Hardware- und Softwarelösungen, stellt die sechs fatalsten Bremsklötze vor.

In Sachen Innovation und Forschung gibt es in Deutschland viel Licht und Schatten – letzteres vor allem hausgemacht. Die guten Nachrichten vorweg: Im Jahr 2024 wurden rund elf Prozent mehr Start-ups gegründet als im Vorjahr (https://startupverband.de/fileadmin/startupverband/mediaarchiv/research/Next_Generation_Report/Next_Generation_Startup-Neugruendungen_in_Deutschland_2024_1.pdf), auch mit Blick auf die Innovationskraft der Neugründungen eine positive Entwicklung. Daneben trumpft auch die Informationstechnik weiter auf, wobei vor allem Software und insbesondere KI zentrale Treiber sind (www.bitkom.org/Marktdaten/ITK-Konjunktur/ITK-Markt-Deutschland). Quer durch alle Branchen ist dazu ein Anstieg der angemeldeten Patente festzustellen – Deutschland gehört laut dem Global Innovation Index 2024 der Weltorganisation für geistiges Eigentum WIPO (www.wipo.int/en/web/global-innovation-index) damit eigentlich zu den Top-Innovatoren.

Zur Wahrheit gehört allerdings auch, dass Deutschland im internationalen Vergleich ungeachtet dieser positiven Entwicklung nur noch im Mittelfeld rangiert (www.innovationsindikator.de/2024/zusammenfassung). Die Digitalisierung kommt trotz allem nicht voran, bei 5G und Glasfaser sind wir rückständig, der Fintech-Bereich schwächelt und die Automobilbranche verliert den Anschluss zur Elektromobilität. Gleichzeitig leiden viele Industrien unter horrenden Energiepreisen. Unter dem Strich scheinen wir als Wirtschaftsstandort zunehmend den Anschluss zu verlieren. Warum? Weil Deutschland, bekannt für Ingenieurskunst und Erfindergeist, auch weltberühmt für seine gigantischen Bürokratie-Bremsklötze ist.


Doch was genau bremst die Innovationskraft hierzulande? Die Gründe sind vielfältig und reichen von überbordender Regulierung bis hin zu veralteten Strukturen. HTEC, international aktiv, hat die wichtigsten Faktoren auf der Grundlage seiner Erfahrung in anderen Regionen zusammengefasst:

Bremsklotz 1: Die Last der Überregulierung

Deutsche Unternehmen kämpfen mit einer doppelten Regulierungslast: Neben umfangreichen EU-Vorschriften setzt Deutschland oft zusätzliche Kriterien, etwa durch das IT-Sicherheitsgesetz 2.0 oder das hochkomplexe Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG), voraus. Gleichzeitig schaffen fehlende Vorgaben für neue Technologien wie KI oder autonome Systeme rechtliche Unsicherheiten. Diese Grauzonen bremsen Innovationen und Investitionen. Ein Beispiel: KI-basierte Chatbots im Kundenservice müssen sowohl die DSGVO, den EU AI Act und eventuell auch noch branchenspezifische Vorgaben erfüllen – ein komplexer und langwieriger Prozess. Unklare Rechtsfragen und blinde juristische Flecken führen dann auch noch dazu, dass Unternehmen nicht selten geplante Projekte lieber erstmal auf Eis legen.

Bremsklotz 2: Kafkaeske Behördengänge

Innovative Projekte scheitern häufig an der Zersplitterung der Zuständigkeiten zwischen verschiedenen Behörden, Ministerien und anderen beteiligten Instanzen – ein Innovationshorror ganz besonders für Unternehmen, die international tätig sind. Aber auch für Start-ups ergeben sich dabei Herausforderungen. Wer beispielsweise digitale Produkte im Bereich Smart Home weiterentwickeln und dafür Förderungen beantragen will, rotiert zwischen dem Wirtschaftsministerium, dem Forschungsministerium und dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Und welche Rolle wird dabei in Zukunft eigentlich das neugegründete Digitalministerium spielen? Diese Zersplitterung der Zuständigkeiten führt im besten Falle nur zu Verzögerungen, im schlimmsten zur Einstellung des Projekts oder der Abwanderung ins Ausland.

Bremsklotz 3: Im Labyrinth der Genehmigungen

In Deutschland verzögern aber auch ganz normale Genehmigungsverfahren die Markteinführung neuer Technologien und Produkte. In der IT führt dies häufig dazu, dass innovative Lösungen später als in anderen Ländern verfügbar sind oder unter zusätzlichen Auflagen stehen. Ein Beispiel ist der Einsatz von Cloud-Diensten in hochregulierten Bereichen wie dem Gesundheitswesen oder der Finanzbranche. Als Konsequenz der strikten Datenschutzanforderungen und langwierigen Zertifizierungsprozesse nach den Standards des BSI können internationale Anbieter ihre Dienste teils erst verspätet oder in eingeschränkter Form auf dem deutschen Markt anbieten.

Bremsklotz 4: Explodierende Energiepreise

Die gestiegenen Energiekosten sind ein erheblicher Wettbewerbsnachteil. Vor allem energieintensive Branchen wie die Chemie- oder Metallindustrie kämpfen mit den Belastungen durch hohe Strom- und Gaspreise, die weit über dem EU-Durchschnitt liegen. Während Unternehmen in anderen Ländern von subventionierten Energiepreisen profitieren, führen die Kosten hierzulande nicht selten zu Produktionsverlagerungen ins Ausland. Die Konsequenz: Innovationen, die auf energieintensiven Technologien basieren, werden systematisch ausgebremst, da die wirtschaftliche Tragfähigkeit vieler Projekte nicht gegeben ist.

Bremsklotz 5: Hohe Datenschutzanforderungen

Während Datenschutzgesetze wie die DSGVO den Schutz von Bürgern in der EU stärken, erschweren sie gleichzeitig die Entwicklung datengetriebener Produkte. Auf nationaler Ebene erhöht Deutschland die Hürden für Unternehmen mit zusätzlichen Vorgaben wie dem Bundesdatenschutzgesetz (www.bmi.bund.de/DE/themen/verfassung/datenschutz/bundesdatenschutzgesetz/bundesdatenschutzgesetz-node.html). Die Folgen: Innovationen im Bereich der künstlichen Intelligenz oder Big Data scheitern oft an den strengen Vorgaben zur Datenspeicherung und -verarbeitung.

Bremsklotz 6: Erstarrte Förderprogramme

Förderprogramme der EU und Deutschlands zielen oft auf spezifische Technologien oder Anwendungsfälle ab. Dadurch fehlt der Spielraum für neue Ideen, die außerhalb der vom Staat definierten Kategorien liegen. Programme wie das ZIM (Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand) priorisieren etwa konkrete Anwendungsfälle gegenüber interdisziplinären Projekten, die neue, unkonventionelle Wege gehen. Auch auf EU-Ebene, etwa bei Horizon Europe, sind ganz bestimmte Förderbereiche vordefiniert. Zudem kostet die bürokratische Beantragung solcher Mittel wertvolle Zeit, während die finanziellen Mittel für Forschung und Innovationen auch oftmals viel zu knapp ausfallen.

„Deutschland muss dringend handeln, damit Bürokratie und fehlende Digitalisierung die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit nicht länger ausbremsen“, mahnt Sebastian Seutter, Managing Partner DACH bei HTEC. „Das neue Digitalministerium ist ein Schritt in die richtige Richtung, jetzt kommt es auf klare Kompetenzen und weniger Zuständigkeitschaos an, um wirklich Wirkung zu entfalten. Die Investitionen der Bundesregierung könnten die dringend nötige Aufbruchsstimmung schaffen, wenn die Politik sie strategisch richtig einsetzt. Entscheidend bleibt aber: Nur wenn wir den Bürokratieabbau konsequent vorantreiben, hat der Wirtschaftsstandort Deutschland eine Chance, seine Innovationsfähigkeit zurückzugewinnen und international wettbewerbsfähig zu bleiben.“


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HTEC unterstützt Unternehmen weltweit mit Design- und Engineering-Services bei der Entwicklung von technisch anspruchsvollen Hardware- und Software-Lösungen. Dabei sind die Entwickler und Ingenieure von HTEC fest in die Teams der Unternehmen integriert und liefern Ende-zu-Ende-Services – von der Beratung und Strategieentwicklung über die Konzeption und Umsetzung von Lösungen bis hin zu deren langfristigen Pflege. HTEC verfolgt einen „AI First“-Ansatz, der Abläufe optimiert und beschleunigt und Unternehmen hilft, das enorme Potenzial von KI zu erschließen. Die besondere Stärke von HTEC liegt in der Konzeption und Entwicklung von Embedded-Lösungen, die individuell entwickelte Software-Funktionen auf optimal angepasster Hardware bereitstellen. Solche Lösungen sind beispielsweise medizinische Geräte, die Vitalfunktionen und Umweltbedingungen überwachen, und Systeme für autonome Fahrzeuge.

Zu den Kunden von HTEC zählen Start-ups und globale Konzerne aus Branchen wie Telekommunikation, Financial Services, MedTech, Automotive, Halbleiter sowie Enterprise Software and Platforms. HTEC hilft ihnen, komplexe geschäftliche und technologische Herausforderungen zu bewältigen, Risiken in der Produktentwicklung zu minimieren und Innovationen schneller auf den Markt zu bringen. HTEC beschäftigt etwa 2.500 Mitarbeiter und betreibt weltweit mehr als 20 Kompetenzzentren. Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Palo Alto sowie Niederlassungen in Großbritannien, Deutschland, Spanien und auf dem Balkan.



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Datum: 18.09.2025 - 14:31 Uhr
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