Bildung statt Pauschalverbot: Neue Wege der Medienbildung an Schulen helfen Kindern, sich sicher im digitalen Raum zu bewegen
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(ots) -
- Aktuelle Jugendstudie der Vodafone Stiftung zeigt: Jugendliche wünschen sich mehr Unterstützung im Umgang mit Social Media
- Studienergebnisse bestätigen den Ansatz von DigitalSchoolStory: Medienkompetenz an Schulen ist eine zentrale Zukunftsaufgabe
Die aktuelle Jugendstudie 2025 (http://www.vodafone-stiftung.de/jugendstudie-2025-social-media) der Vodafone Stiftung zeigt klar: Jugendliche wünschen sich mehr Unterstützung im Umgang mit digitalen Medien. So erleben Jugendliche insbesondere Social Media zunehmend als widersprüchlich. Sie nutzen Plattformen wie TikTok, Instagram oder Snapchat zur Inspiration, Unterhaltung und Kommunikation, gleichzeitig klagen viele Jugendliche über Ablenkung, Druck, Vergleich und Einsamkeit.
Im Einzelnen berichten 61 % der Jugendlichen, dass sie durch Social Media andere Aufgaben vernachlässigen. 42 % vergleichen sich regelmäßig mit anderen, ein Drittel fühlt sich nach der Nutzung schlechter als vorher. 37 % empfinden Einsamkeit, 33 % Stress, und 24 % machen sich Sorgen über zu wenige Likes.
Diese Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Für junge Menschen sind digitale Angebote Teil des Alltags und sie sind gern auf Social-Media-Kanälen unterwegs, allerdings noch viel oft ohne Orientierung. "Die Vodafone-Jugendstudie führt es uns klar vor Augen: Kinder und Jugendliche dürfen im digitalen Raum nicht allein gelassen werden. Pauschalverbote greifen aber zu kurz. Vielmehr bedarf es neuer Wege in der schulischen Medienbildung", sagt Nina Mülhens, Mitgründerin von DigitalSchoolStory. "Die Studie zeigt: Der Bedarf ist da und es existieren bereits qualifizierte Angebote, die erste Schulen schon heute erfolgreich nutzen. Unser Ansatz bietet Jugendlichen Antworten für die Fragen, die ihnen Sorgen machen. Dabei setzen wir auf Bildung und Selbstwirksamkeit."
Lücke im Lehrplan: Pädagogische Angebote für einen sicheren Umgang mit Social Media
Nur 49 % der Jugendlichen lernen laut Studie in der Schule, wie man Social Media sinnvoll nutzt, obwohl über 80 % sich konkrete Unterstützung wünschen: von Konzentrationstrainings über Plattformkompetenz bis hin zum Austausch über Erfahrungen.
Prof. Dr. Klaus Hurrelmann, stellvertretender Beiratsvorsitzender von DigitalSchoolStory, kommentiert die Ergebnisse so: "Jugendliche befinden sich in einem Spannungsfeld zwischen Selbstdarstellung und Selbstüberforderung. Der ständige Vergleich und die digitale Dauerpräsenz erzeugen psychosozialen Druck. Die Jugendlichen wünschen sich pädagogische Begleitung, keine Panikmache, sondern praxisnahe Anleitung."
DigitalSchoolStory als Bildungsantwort
Das Programm DigitalSchoolStory bietet Schulen genau diese Anleitung: In begleiteten Projekten lernen Jugendliche durch digitales Storytelling, gesellschaftliche Themen zu reflektieren und medienkritisch wie kreativ in ihrer eigenen Sprache umzusetzen. Sie entwickeln dabei Kommunikationsfähigkeit, Selbstbewusstsein und digitale Gestaltungsfreude, nicht gegen Social Media, sondern auf Augenhöhe mit der Lebenswelt der Jugendlichen.
"Gemeinsam mit den Lehrkräften machen wir aus passiven Konsument:innen selbstbewusste Erzähler:innen, die die Gefahren der digitalen Welt kennen und Desinformation nicht schutzlos ausgeliefert sind", so Mülhens.
Pädagogische Unterstützung für mehr Medienkompetenz
DigitalSchoolStory zeigt auf, wie eine grundlegende Neuausrichtung der schulischen Medienbildung aussehen kann: Nicht Geräte oder Apps sollten im Fokus stehen, sondern die Frage, wie digitale Räume verantwortungsvoll und kreativ genutzt werden können. Dazu gehören:
- die verbindliche Verankerung von Medienbildung in allen Schulformen,
- partizipative Schulprojekte mit gesellschaftlicher Relevanz,
- Fortbildungen für Lehrkräfte in digitaler Kommunikationskompetenz.
"Medienbildung ist schon länger nicht mehr nur technisches Add-on, sondern ein demokatiesicherndes Element der Grundbildung im 21. Jahrhundert", sagt Mülhens. "Was allzu oft fehlt, ist nicht Technik, sondern ein didaktischer Kompass."
Über DigitalSchoolStory
Die DigitalSchoolStory gGmbH befähigt seit 2020 Schüler:innen der Klassen 5 bis 13 sowie Studierende, Lerninhalte kreativ in Kurzvideos à la TikTok oder Reels umzusetzen. Die Methode vermittelt Medienkompetenz, stärkt 4K+ Kompetenzen (Kommunikation, Kreativität, kritisches Denken, Kollaboration) und fördert demokratische Teilhabe und Ausdrucksfähigkeit. Eingesetzt wird die Lernmethode an Schulen, Berufsschulen und Hochschulen. Sie wurde vom Fraunhofer-Institut FIT wissenschaftlich evaluiert. Für ihr Wirken wurde die Organisation 2023 mit dem Corporate Digital Responsibility Award ausgezeichnet und zählt zu den Bundespreisträgern des startsocial-Wettbewerbs 2023/24. Die Schirmherrschaft teilen sich seit 2025 Dr. Fabian Mehring, Bayerischer Digitalminister, und Jutta Croll, Vorstand der Stiftung Digitale Chancen und renommierte Expertin für Kinderrechte im digitalen Raum. Gemeinsam stehen sie für die zentralen Wirkungsfelder von DigitalSchoolStory: digitale Bildung und Kinderrechte im digitalen Raum.
Pressekontakt:
Jacqueline Dreyhaupt
Mobil 0171 3632323
presse@digitalschoolstory.de
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Datum: 23.09.2025 - 08:00 Uhr
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