DigitalSchoolStory wird Entwicklungspartnerin der CDR-Initiative
ID: 2201218

(ots) - DigitalSchoolStory ist neue Entwicklungspartnerin der Corporate Digital Responsibility-Initiative (CDR-Initiative). Gemeinsam mit der Geschäftsstelle entwickelt die gemeinnützige Bildungsinitiative seit Frühjahr 2025 ihren CDR-Pfad entlang des CDR-Reifegradmodells. Damit setzt die gemeinnützige Organisation ein starkes Signal: Medienkompetenz und digitale Verantwortung gehören in den Unterricht als gelebte Praxis und zentraler Lerninhalt.
Von Medienkompetenz zur digitalen Verantwortung
Die gemeinnützige Organisation DigitalSchoolStory begeistert Jugendliche, indem sie Lerninhalte in kurze Videos im Social Media-Stil übersetzen. Dabei erleben sie hautnah, wie digitale Plattformen funktionieren:
- Welche Daten- und Anreizsysteme soziale Medien antreiben,
- welche Chancen und Risiken mit öffentlicher Sichtbarkeit verbunden sind,
- und wie kritische Reflexion zur Schlüsselkompetenz im digitalen Raum wird.
So lernen Schülerinnen und Schüler, nicht nur Medien kreativ zu nutzen, sondern auch ihr Recht auf informationelle Selbstbestimmung wahrzunehmen und Verantwortung zu übernehmen. "Mit DigitalSchoolStory stärken wir die digitale Selbstbestimmung junger Menschen. Durch kreatives Storytelling erleben sie, wie Daten und Anreizsysteme in sozialen Medien wirken und entwickeln so digitale Verantwortung. Genau das verstehen wir unter gelebter CDR", sagt Nina Mülhens, Mitgründerin und Geschäftsführerin von DigitalSchoolStory.
Themenschwerpunkte der CDR-Entwicklungspartnerschaft von DigitalSchoolStory
Im Workshop mit der Geschäftsstelle der CDR-Initiative wurden vier zentrale Arbeitsfelder definiert, in denen CDR eine Schlüsselrolle einnimmt:
- Einbezug von CDR in die unmittelbare Projektarbeit mit den Beteiligten: Dies betrifft unter anderem Handlungsfelder des CDR-Kodex wie Inklusion und Bildung. DSS leitet bspw. Projekte an Förderschulen und mit Jugendlichen mit Fluchterfahrung, z. B. ukrainischen Schüler:innen. Niedrigschwellige Zugänge zu digitalen Medien schaffen Chancengerechtigkeit.
- Auswahl und Anwendung digitaler Technologien: DSS gibt Einblicke in Social Media-Mechanismen, die digitale Plattformen prägen. Zentrale CDR-Themen wie der verantwortungsvolle Umgang mit Daten und Stakeholdereinbindung werden thematisiert bspw., indem Fragen zu Urheberrecht und Datenschutz inhaltlich eingebettet werden und Aufklärung systematisch erfolgt. Der Einsatz von Technologie wird verantwortungsvoll gestaltet und an ethischen, nachvollziehbaren und transparenten Standards ausgerichtet.
- Gezielte Entwicklung gesellschaftlich relevanter Themen: Die Bildungsarbeit steht im Fokus der Projekte von DSS. Dabei geht es um die Durchführung von Bildungsarbeit in innovativen Ansätzen, aber auch um Bildung und Aufklärung über die Wirkung digitaler Inhalte sowie die Konsequenzen von Sichtbarkeit. In diesem Zusammenhang entwickelt DSS aktuelle Projekte mit hoher gesellschaftlicher Bedeutung wie Demokratie ("Demokratielust statt Demokratiefrust"), Wertbildung, Berufsorientierung mit Zukunft und digitale Sicherheit ("Das Netz als sicherer Ort").
- Die Methode der DSS wird durch einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess (KVP) weiterentwickelt: Fragen und Verbesserungspotenziale werden systematisch in Projekten dokumentiert, während relevante Trends und Entwicklungen im Bereich der Digitalverantwortung aktiv beobachtet werden. Unter Einbeziehung von Geschäftsführung und externer Expertise werden gezielt Maßnahmen abgeleitet, deren Wirkung durch interne und externe Stakeholder evaluiert wird.
"Mit DigitalSchoolStory haben wir eine Entwicklungspartnerin gewonnen, die den CDR-Gedanken auf praxisnahe und gesellschaftlich relevante Weise lebt. Medienkompetenz und digitale Verantwortung wird hier nicht nur vermittelt, sondern aktiv erlebbar gemacht", so Frank Esselmann, Geschäftsstelle CDR-Initiative
Wofür steht die CDR-Initiative?
Ziel der Corporate Digital Responsibility (CDR)-Initiative ist es, digitale Verantwortung zu einer Selbstverständlichkeit für Organisationen aller Branchen werden zu lassen. Die Initiative wurde im Mai 2018 durch das damalige Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) gemeinsam mit Unternehmen ins Leben gerufen. Nach einem zwischenzeitlichen Wechsel der Zuständigkeit in das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) liegt die Verantwortung seit 2025 erneut beim Bundesministerium der Justiz und Verbraucherschutz (BMJV). Herzstück der Initiative ist der CDR-Kodex der fünf Handlungsfelder definiert - darunter Umgang mit Daten, Bildung, Inklusion, Klima- und Ressourcenschutz und Mitarbeitenden-Einbindung. Mit dem CDR-Quick-Check können Organisationen in nur 10-15 Minuten ihren Status im Bereich digitale Verantwortung prüfen und konkrete Maßnahmen ableiten.
DigitalSchoolStory ist die erste gemeinnützige Organisation in der CDR-Entwicklungspartnerschaft und zeigt, wie sich CDR in Bildungskontexten wirksam umsetzen lässt. "Wir denken Nachhaltigkeit ganzheitlich und digitale Verantwortung ist dabei zentral. Bildung, die junge Menschen befähigt, sich sicher, kritisch und selbstbestimmt in der digitalen Welt zu bewegen, ist ein Schlüssel für gesellschaftliche Zukunftsfähigkeit. Mit dem CDR-Pfad setzen wir nachhaltige Bildungsimpulse - weit über den Unterricht hinaus" so Dr. Stefanie Gerlach, Ansprechpartnerin im DigitalSchoolStory-Team.
Ein Lernweg, kein Projekt
In der CDR-Entwicklungspartnerschaft entwickeln Organisationen gemeinsam mit der CDR-Initiative ihre digitalen Geschäftsmodelle verantwortlich weiter - praxisnah und effizient. Ob erste Schritte, gezielte Verbesserungen in Einzelthemen oder der nächste Reifegrad im CDR-Management: die CDR-Entwicklungspartnerschaft holt Organisationen dort ab, wo sie stehen und macht CDR zum Erfolgsfaktor.
Über DigitalSchoolStory
Die DigitalSchoolStory gGmbH befähigt seit 2020 Schüler:innen der Klassen 5 bis 13 sowie Studierende, Lerninhalte kreativ in Kurzvideos à la TikTok oder Reels umzusetzen. Die Methode vermittelt Medienkompetenz, stärkt 4K+ Kompetenzen (Kommunikation, Kreativität, kritisches Denken, Kollaboration) und fördert demokratische Teilhabe und Ausdrucksfähigkeit. Eingesetzt wird die Lernmethode an Schulen, Berufsschulen und Hochschulen. Sie wurde vom Fraunhofer-Institut FIT wissenschaftlich evaluiert. Für ihr Wirken wurde die Organisation 2023 mit dem Corporate Digital Responsibility Award ausgezeichnet und zählt zu den Bundespreisträgern des startsocial-Wettbewerbs 2023/24. Die Schirmherrschaft teilen sich seit 2025 Dr. Fabian Mehring, Bayerischer Digitalminister, und Jutta Croll, Vorstand der Stiftung Digitale Chancen und renommierte Expertin für Kinderrechte im digitalen Raum. Gemeinsam stehen sie für die zentralen Wirkungsfelder von DigitalSchoolStory: digitale Bildung und Kinderrechte im digitalen Raum.
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Datum: 29.09.2025 - 07:45 Uhr
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