Vielfalt im Handwerk: Azubis kommen aus 75 Ländern
„Gewinn für unser Handwerk und die Gesellschaft“
Von den insgesamt 2.627 neuen Ausbildungsverträgen im Gebiet der Handwerkskammer Freiburg haben 716 junge Menschen eine ausländische Staatsangehörigkeit. Das entspricht einem Anteil von 27,3 Prozent – also rund jedem vierten Auszubildenden. Die Nachwuchshandwerkerinnen und -handwerker kommen aus insgesamt 75 verschiedenen Ländern. Besonders häufig vertreten sind junge Menschen aus der Türkei (85 Auszubildende), Vietnam (67), Syrien (63), der Ukraine (56) und Indien (53).
„Das Handwerk ist regional verwurzelt und zugleich international geprägt. Ob in der Werkstatt, auf der Baustelle oder beim Kunden: Menschen unterschiedlicher Herkunft arbeiten seit jeher Hand in Hand. Diese Vielfalt ist ein Gewinn für unser Handwerk und unsere Gesellschaft“, betont Christof Burger, Präsident der Handwerkskammer Freiburg.
Zuwanderung bleibt Schlüssel für Fachkräftesicherung
Auch für die kommenden Jahre bleibt die Zuwanderung von Fach- und Nachwuchskräften entscheidend, um die regionale Versorgung mit handwerklichen Dienstleistungen sicherzustellen. Schon heute können bundesweit rund 250.000 Stellen und 20.000 Ausbildungsplätze nicht besetzt werden, wie der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) meldet. Im Gebiet der Handwerkskammer Freiburg bleiben ebenfalls regelmäßig Lehrstellen vakant.
„Wir brauchen Zuwanderung, um den Fachkräftebedarf zu decken. Auszubildende und Fachkräfte aus dem Ausland nehmen uns keine Arbeitsplätze weg – im Gegenteil: Sie stärken unsere Region wirtschaftlich, fachlich und menschlich“, so Burger.
Verfahren beschleunigen, Integration erleichtern
Die Handwerkskammer Freiburg begleitet auch Fachkräfte, die ihre beruflichen Qualifikationen in Deutschland anerkennen lassen. Im Jahr 2024 wurden im Kammergebiet 84 Anerkennungsverfahren aus 20 Herkunftsländern abgeschlossen. In 25 Fällen wurde die volle Gleichwertigkeit festgestellt, 59-mal eine teilweise Gleichwertigkeit.
Damit dieser Integrationsprozess künftig schneller gelingt, fordert die Kammer eine praxisnahe Weiterentwicklung des Fachkräfteeinwanderungsgesetzes. Burger: „Unsere Betriebe brauchen Planungssicherheit. Anerkennungsverfahren und Zuwanderungsprozesse müssen einfacher und zügiger gestaltet werden. Das erleichtert den Betrieben die Suche nach dringend benötigten Fachkräften – und stärkt die ganze Region.“
Die Handwerkskammer Freiburg ist Dienstleister und Ansprechpartner für fast 16.000 Handwerksbetriebe mit mehr als 100.000 Beschäftigten und rund 6.500 Auszubildenden in den Landkreisen Ortenau, Emmendingen, Breisgau-Hochschwarzwald, Lörrach sowie dem Stadtkreis Freiburg. Die Mitgliedsbetriebe in Südbaden generierten im Jahr 2023 einen Umsatz von mehr als 10 Milliarden Euro.
Neben den staatlichen Pflichtaufgaben in Ausbildung, Prüfungswesen und Handwerksrolle übernimmt die Handwerkskammer Freiburg zahlreiche weitere Aufgaben. Sie unterhält moderne Beratungs- und Bildungszentren, in denen sie ihren Mitgliedern ein breites Spektrum an Service bietet: berufliche Bildungsangebote, Nachwuchswerbung, Rechtsberatung sowie Beratung in den Bereichen „Betriebswirtschaft“, „Betriebsübergabe und - übernahme“, „Innovation“, „Umwelt“, „Außenwirtschaft“, „Fachkräftesicherung“, „Organisationsentwicklung“ und „Digitalisierung“. Daneben unterstützt sie Existenzgründer und fördert das Handwerk vor Ort.
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Die Handwerkskammer Freiburg ist Dienstleister und Ansprechpartner für fast 16.000 Handwerksbetriebe mit mehr als 100.000 Beschäftigten und rund 6.500 Auszubildenden in den Landkreisen Ortenau, Emmendingen, Breisgau-Hochschwarzwald, Lörrach sowie dem Stadtkreis Freiburg. Die Mitgliedsbetriebe in Südbaden generierten im Jahr 2023 einen Umsatz von mehr als 10 Milliarden Euro.
Neben den staatlichen Pflichtaufgaben in Ausbildung, Prüfungswesen und Handwerksrolle übernimmt die Handwerkskammer Freiburg zahlreiche weitere Aufgaben. Sie unterhält moderne Beratungs- und Bildungszentren, in denen sie ihren Mitgliedern ein breites Spektrum an Service bietet: berufliche Bildungsangebote, Nachwuchswerbung, Rechtsberatung sowie Beratung in den Bereichen „Betriebswirtschaft“, „Betriebsübergabe und - übernahme“, „Innovation“, „Umwelt“, „Außenwirtschaft“, „Fachkräftesicherung“, „Organisationsentwicklung“ und „Digitalisierung“. Daneben unterstützt sie Existenzgründer und fördert das Handwerk vor Ort.
Datum: 02.10.2025 - 10:54 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 2202479
Anzahl Zeichen: 4031
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Christofer Grass
Stadt:
Freiburg im Breisgau
Telefon: +49 (761) 21800-492
Kategorie:
Bildung & Beruf
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