KI in der Technikerausbildung: Talentschmieden im Umbruch
ID: 2208182
Ein Panel des BVT auf dem Big Bang KI Festival 2025
An dieser Debatte hat sich auch der BVT mit einem eigenen Panel beteiligt: „KI in der Technikerausbildung: Talentschmieden im Umbruch“ lautete der Titel der gut besuchten Podiumsdiskussion am 10.9. auf der Neptun Stage. Moderiert vom BVT-Beiratsmitglied Norbert Heucke – einst selber Leiter einer Technikerschule – informierten Michael Pfäffl (Fritz-Hopf-Technikerschule Nördlingen) und Marc Reis (Balthasar-Neumann-Technikum Trier) die Zuhörenden unter anderem über folgende Fragestellungen: Inwieweit verändert KI die Arbeitswelt von Staatlich geprüften Technikerinnen und Technikern und beeinflusst so auch die Aus- und Fortbildung an Technikerschulen? Wie müssen sich Technikerschulen für die Zukunft aufstellen und welche fachlichen und politischen Bedingungen müssen erfüllt sein, um auch in Zukunft zielführend für die Bedarfe der Studierenden und ihrer zukünftigen Arbeitgeber auszubilden? Wie kann ein Berufsverband wie der BVT diese Entwicklung und die daran Beteiligten begleiten und unterstützen?
Einig war man sich darin, dass einem Berufsverband wie dem BVT bei dieser Entwicklung eine entscheidende Rolle zuwächst: zum einen dabei zu helfen, dass die Akteure aus den verschiedenen Bundesländern unseres föderalen Bildungssystems in den Dialog treten und gemeinsam Lösungen entwickeln und zum anderen Einfluss geltend zu machen gegenüber den Entscheidungsträgern wie beispielsweise der Kultusministerkonferenz (KMK).
Hier Auszüge aus der halbstündigen Podiumsdiskussion:
„Bei der KI-Nutzung an Technikerschulen geht es darum, KI selbst zu entwickeln, KI zu programmieren. Es geht um ganz neue Lerninhalte, die wir an den Technikerschulen gerade vermitteln, denn da ist der Techniker als Schnittstelle in den Firmen besonders wichtig, was den Einsatz von KI betrifft in der Praxis, gerade im Maschinenbau, in der Mechatronik, in der Elektrotechnik. Da geht es nicht allein um die Entwicklung der Systeme, sondern auch um das Testen und Evaluieren. Dazu muss man programmieren können und muss verstehen, wie die Systeme ticken. Dadurch, dass wir als Technikerschule sehr eng mit den Industriebetrieben kooperieren, dass unsere Studierenden ja auch aus der Industrie kommen, Berufspraxis mitbringen und erzählen, was dort in den Betrieben benötigt wird, sind wir relativ nah am Zahn der Zeit und wissen, was die Bedarfe der Industrie sind.“ (Michael Pfäffl)
Die Auswirkungen von KI auf die Prüfungen – es heißt ja Staatlich geprüfter Techniker – sind wir am BNT auch in den Technikerschulen schon recht früh angegangen. Prüfungsformate sind stärker projektorientiert und handlungsorientiert. Diese Projekte werden erarbeitet, vorgestellt, verteidigt im Sinne der Klärung des Lösungsprozesses und wie dieser zustande gekommen ist. Formate also, in denen man in den Dialog treten kann und anschließend weiß: Okay, der Techniker kann mir seine Lösung erläutern. Es geht darum tatsächlich zu prüfen, wo die Fachkompetenzen liegen und wo vielleicht noch Potenziale ausgebaut werden müssen, um als Techniker auf dem Markt anzukommen und industrienahe Lösungen erstellen zu können, die funktionieren.“ (Marc Reis)
„Wir reden über Bildung mit Bodenhaftung, die zukunftsfähig gemacht wird. Es ist wichtig, das junge Menschen fit für ihre Zukunft gemacht werden – dass exzellente Berufsprofile, wie wir sie beim Staatlich geprüften Techniker haben, in den Veränderungsprozess geführt und dabei gut begleitet werden. So dass wir die Technologie nicht einfach auf den Markt werfen, sondern immer kritisch reflektieren: Sind wir in der Lage, das, was die KI uns präsentiert, auch zu analysieren?“ (Norbert Heucke)
Europas größtes KI-Event wird auch im nächsten Jahr stattfinden: am 16. und 17. September 2026: https://bigbangfestival.de/
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Datum: 29.10.2025 - 15:43 Uhr
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