Roderich Kiesewetter (CDU) zur Ukraine-Unterstützung: Die Koalition der Willigen ist eher unwillig - es kommt auf Deutschland an
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(ots) - Der CDU-Politiker Roderich Kiesewetter hat bei phoenix eine Vorreiterrolle Deutschlands bei der Aufstockung der militärischen Unterstützung für die Ukraine gefordert. Kiesewetter, der Mitglied im Auswärtigen Ausschuss des Bundestages ist, sagte im phoenix-Interview: "Auf Deutschland kommt es an, das erlebe ich immer wieder." Deutschland gebe im Verhältnis zu anderen Staaten nur ein Zehntel aus, "0,1 Prozent des Bruttoinlandsprodukts, Dänemark 2 Prozent, die baltischen Staaten und Polen auch sehr viel. Wir würden die innenpolitische Situation in diesen Staaten deutlich verbessern, die Haushaltssituation, wenn Deutschland seinen Beitrag verdreifachen oder vervierfachen würde", betonte Kiesewetter. Die Schwachstelle der europäischen Hilfe sei, "dass die Koalition der Willigen eher unwillig ist." Es gebe "einige wenige Länder", die verstanden hätten, um was es geht, "das sind die baltischen Staaten, das sind die nordischen Staaten und Polen." Deutschland habe finanziell einen relativ geringen Aufwand, "das kostet pro Kopf und Jahr etwa 50 Euro, wir geben etwa 200 Euro für die Unterstützung der Flüchtlinge aus der Ukraine in Deutschland aus, das sollten wir umdrehen." Während Deutschland bisher 14 Milliarden Euro Militärhilfe an die Ukraine geleistet habe, habe man gleichzeitig rund 40 Milliarden Euro für die Unterstützung ukrainischer Geflüchteter ausgegeben. "Umgekehrt wäre mir lieber", sagte Kiesewetter.
Deutschland sei zwar glaubwürdig, was sein klares Bekenntnis zur Ukraine angehe, dennoch sei es "glaubwürdiger", "wenn wir anderen Ländern helfen würden, indem wir mehr Kosten übernehmen und wenn wir unsere eigene Rüstungsindustrie stärker in die Massenproduktion bringen würden", so der CDU-Politiker. Dabei gehe es auch darum, endlich "weitreichende Waffen" zu liefern, mit denen die Ukraine auch "Bereitstellungsräume" in Russland treffen könne. "Wir versuchen mit teurem Geld einzelne Drohnen abzuschießen, statt eben die Drohnenfabriken zu treffen, oder die Drohnenabschussgeräte. Das ist eine völlige Fehlallokation von Ressourcen", so Kiesewetter.
Das gesamte Interview finden Sie in Kürze auf www.phoenix.de
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Datum: 19.11.2025 - 10:58 Uhr
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