Aktuelles Sozialmonitoring 2025 online
ID: 2215286
Region Hannover veröffentlicht detaillierte Einblicke für alle 21 Kommunen
Warum das Sozialmonitoring so wichtig ist
Das Sozialmonitoring bildet mit rund 100 Kennzahlen zentrale soziale Entwicklungen in der gesamten Region ab – von Bevölkerungsstrukturen über Armutsgefährdung, Bildung und Arbeitsmarkt bis hin zu Teilhabe und Gesundheit. Die Daten sind interaktiv abrufbar, lassen sich nach Kommunen filtern und ermöglichen individuelle Auswertungen. Das Online-Monitoring schafft Transparenz: Alle Daten sind öffentlich einsehbar – für Politik, Verwaltung, Fachkräfte und interessierte Einwohner*innen. Zeitreihen über bis zu 10 Jahre und Kommunalprofile ermöglichen klare regionale Vergleiche und machen Trends schnell sichtbar. Zudem kann das Monitoring als Planungsgrundlage genutzt werden: Die Kennzahlen unterstützen gezielte Entscheidungen in Jugendpolitik, Sozialplanung, Prävention und Bildungsarbeit.
„Das Sozialmonitoring zeigt uns sehr klar, wo wir gut vorankommen – und wo wir gezielt nachsteuern müssen“, sagt Dr. Andrea Hanke, Dezernentin für Soziales, Teilhabe, Familie und Jugend der Region, und unterstreicht die Bedeutung der Datenbasis für die gesamte Region: „Damit ist das Monitoring ein zentrales sozialpolitisches Steuerungsinstrument: Eine gute Jugend- und Sozialpolitik braucht verlässliche Daten – und wir handeln auf dieser Grundlage konsequent und gemeinsam mit unseren Kommunen.“
Fokus: Kinder und Jugendliche – Familienstrukturen und Bildungschancen
Die Zahl der unter 18-Jährigen ist 2024 gegenüber zum Vorjahr um 467 Personen gesunken, was die Trendumkehr fortsetzt. Bis 2022 waren die Zahlen der Kinder und Jugendlichen steigend – zuletzt mit der Fluchtmigration aus der Ukraine. Insgesamt leben aktuell 198.660 junge Menschen in der Region Hannover – das entspricht 16,5 Prozent der Gesamtbevölkerung.
Familienstrukturen und soziale Lage
Die Zahl der Alleinerziehenden-Haushalte sinkt leicht auf 26.542 (minus 108 Haushalte). Besonders hoch ist der Anteil an Haushalten in Hannover (26 Prozent), Seelze (23 Prozent) und Laatzen (22 Prozent). Bedarfsgemeinschaften mit Kindern unter 18 Jahren gehen ebenfalls zurück: von 16,7 Prozent im Jahr 2023 auf 16,0 Prozent im Jahr 2024. Besonders betroffen bleiben Hannover (42,2 Prozent) und Garbsen (42,1 Prozent). Auch der Anteil junger Menschen, die Mindestsicherungsleistungen beziehen, sinkt: von 40.570 auf 38.674 Kinder und Jugendliche – das entspricht 19,5 Prozent der unter 18-Jährigen. Die niedrigsten Quoten verzeichnen Wedemark (9,3 Prozent), Hemmingen (9,4 Prozent) und Burgwedel (9,5 Prozent).
Inklusion an Schulen
Die Zahl der Schüler*innen mit festgestelltem Förderbedarf liegt nun bei 9.055 – ein Anstieg um 277 Fälle beziehungsweise 2,4 Prozent. Die höchsten Anteile gibt es in Barsinghausen (9,5 Prozent), die niedrigsten in Isernhagen und Springe (jeweils 3,4 Prozent). 61,9 Prozent der Schüler*innen mit Förderbedarf werden inklusiv beschult – eine Steigerung um 235 Kinder und Jugendlichen. Besonders hohe Quoten weisen Pattensen (67,3 Prozent) und Burgwedel (40,0 Prozent) auf.Schulabschlüsse in der Region Hannover
921 Jugendliche verließen im Schuljahr 2023/24 die Schule ohne Abschluss – das entspricht 8,3 Prozent. 91,7 Prozent aller Abgänger*innen erreichen einen Schulabschluss: 38,7 Prozent Hochschulreife, 35,0 Prozent Realschulabschluss und 12,8 Prozent Hauptschulabschluss
Übergang in Ausbildung und Arbeitsmarkt
31,8 Prozent der 15- bis 24-Jährigen (41.700 Personen) sind sozialversicherungspflichtig beschäftigt – ein seit Jahren stabiler Wert. Höchste Anteile verzeichnen Sehnde (36,9 Prozent), Wennigsen (36,6 Prozent) und Pattensen (36,0 Prozent). Die Zahl der Auszubildenden steigt auf 13.247 – ein Plus von 285 Personen. Besonders ausbildungsorientiert zeigen sich Pattensen und Wennigsen (jeweils 47,2 Prozent).
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Datum: 28.11.2025 - 10:13 Uhr
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