KraftNAV-Entwurf bringt Großspeicher in Unsicherheit - AURIVOLT sieht strukturelle Vorteile für dezentrale Speicherkonzepte
ID: 2218081

(ots) - Das Bundeswirtschaftsministerium hat am 5. Dezember einen Referentenentwurf vorgelegt, der Batteriespeicher über 100 Megawatt aus der Kraftwerks-Netzanschlussverordnung (KraftNAV) herausnehmen soll. Betroffen sind 51 Gigawatt bereits erteilte Netzanschlusszusagen sowie hunderte laufende Antragsverfahren. Ein alternatives Genehmigungsverfahren ist nicht vorgesehen. Die AURIVOLT GmbH analysiert die Marktauswirkungen und sieht strukturelle Vorteile für dezentrale Speichersysteme.
Großprojekte vor regulatorischem Vakuum
Wie das Fachmagazin pv magazine berichtete, sollen große Batteriespeicher kurzfristig aus dem bisherigen Anschlussverfahren herausgenommen werden - ohne dass ein Folgeverfahren bereitsteht. Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) kritisiert: "Wer die Speicher aus dem Geltungsbereich der KraftNAV herausnimmt, bevor ein neues Verfahren etabliert wurde, macht den zweiten Schritt vor dem ersten."
Die Bundesnetzagentur soll laut Ministerium ein "regelbasiertes Netzanschluss- und Reservierungsverfahren" entwickeln. Ein Zeitplan dafür ist im Referentenentwurf nicht enthalten. Für Großspeicher-Projektierer bedeutet dies erhebliche Planungsunsicherheit mit zu erwartenden mehrjährigen Verzögerungen.
Marktauswirkungen: Verknappung stabilisiert Erlöspotenziale
"Wenn 51 Gigawatt geplante Speicherkapazität auf unbestimmte Zeit nicht ans Netz kommen, hat das direkte Auswirkungen auf die Marktdynamik", erklärt Markus Baumann, CEO der AURIVOLT GmbH. "Weniger Speicher am Markt bedeuten weniger Wettbewerb um Arbitrage-Erlöse. Die erwartete schnelle Kapazitätserweiterung verschiebt sich nach hinten - das stabilisiert die Marktbedingungen für bereits operierende Speichersysteme erheblich."
Batteriespeicher erwirtschaften ihre Erlöse primär durch Arbitragehandel: Sie kaufen Strom zu Niedrigpreiszeiten und verkaufen bei Hochpreisen. Je mehr Speicher am Markt aktiv sind, desto geringer werden tendenziell die Preisspreads und damit die Gewinnmargen. Die geplante KraftNAV-Änderung verzögert diesen Effekt um Jahre.
Dezentrale Speicher außerhalb der KraftNAV-Problematik
Batteriespeicher unter 100 Megawatt fallen nicht unter die geplante Regeländerung. Für dezentrale Speicherkonzepte wie das AURIVOLT-Schwarmspeicher-Modell (Einzelleistungen zwischen 120 und 280 Kilowatt) ergeben sich damit unterschiedliche Rahmenbedingungen:
Planungssicherheit: Die regulatorischen Rahmenbedingungen für kleinere Speicher ändern sich durch den Referentenentwurf nicht. Genehmigungsverfahren bleiben unverändert.
Realisierungsgeschwindigkeit: Während Großprojekte in regulatorischen Übergangsverfahren feststecken, können dezentrale Projekte in wenigen Wochen realisiert werden.
Steuerliche Instrumente: Der Investitionsabzugsbetrag (IAB) erfordert zeitnahe Realisierung. Bei mehrjährigen Genehmigungsverfahren kann dieser Steuervorteil verfallen - bei dezentralen Projekten bleibt er planmäßig nutzbar.
AURIVOLT demonstriert Skalierbarkeit dezentraler Konzepte
Die AURIVOLT GmbH setzt auf ein dezentrales Schwarmspeicher-Konzept: Viele kleine Speichereinheiten werden über verschiedene Standorte verteilt und intelligent vernetzt. Als virtuelles Kraftwerk können sie zentral gesteuert werden - mit den Vorteilen schneller Genehmigungsverfahren, flexibler Standortwahl und unkomplizierter Netzanbindung.
"Die aktuelle Entwicklung zeigt die strukturellen Unterschiede zwischen zentralen und dezentralen Ansätzen", so Baumann. "Während Großprojekte Jahre auf Genehmigungen warten, können wir kontinuierlich skalieren. Mit über 730 Projekten in der Pipeline demonstrieren wir die praktische Umsetzbarkeit dieses Modells."
Für 2025 plant AURIVOLT Umsätze von 16 Millionen Euro, für 2026 sind 60 Millionen Euro anvisiert. Das Unternehmen zeigt damit, dass dezentrale Speicherkonzepte trotz regulatorischer Unsicherheit im Großspeicher-Segment erfolgreich skalierbar sind.
Marktausblick: Dezentrale Flexibilität als Systemvorteil
Bis zur Einführung eines neuen Verfahrens für Großspeicher - dessen Zeitpunkt offen ist - besteht für diese Projekte erhöhte Planungsunsicherheit. Für den Gesamtmarkt bedeutet die Situation: Dezentrale Speicherkonzepte gewinnen an relativer Attraktivität, da sie von regulatorischen Übergangsverfahren nicht betroffen sind und in einem Marktumfeld mit verzögertem Kapazitätszubau operieren.
"Die Energiewende braucht beide Ansätze - zentrale und dezentrale Lösungen", betont Baumann. "Aber sie kann nicht auf mehrjährige Genehmigungsverfahren warten. Dezentrale Schwarmspeicher liefern heute, was die Politik für morgen plant."
Über AURIVOLT GmbH
Die AURIVOLT GmbH mit Sitz in Bad Oeynhausen entwickelt und betreibt dezentrale Batteriespeicher-Lösungen für die deutsche Energiewende. Das Unternehmen verbindet modulare Speichereinheiten zwischen 120 und 280 kW zu einem intelligenten Schwarmspeicher-Netzwerk. Das Investorenmodell ermöglicht Privatpersonen und Unternehmen Direktinvestments in physische Speicheranlagen mit Erlösen aus Arbitragehandel und steuerlichen Vorteilen durch den Investitionsabzugsbetrag (IAB).
Pressekontakt:
Markus Baumann
E-Mail: hello@aurivolt.com
Telefon: +49 5731 49685-00
Original-Content von: AURIVOLT GmbH, übermittelt durch news aktuellWeitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 10.12.2025 - 13:51 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 2218081
Anzahl Zeichen: 5620
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: ots
Stadt:
Bad Oeynhausen
Kategorie:
Energie & Umwelt
Diese Pressemitteilung wurde bisher 254 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"KraftNAV-Entwurf bringt Großspeicher in Unsicherheit - AURIVOLT sieht strukturelle Vorteile für dezentrale Speicherkonzepte"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
AURIVOLT GmbH (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Die aurivolt GmbH weitet ihr Leistungsangebot aus und tritt ab sofort als Anbieter von Co-Location-Lösungen auf. Betreiber von Photovoltaik-Anlagen sowie Projektentwickler haben damit die Möglichkeit, ihre Standorte mit standardisierten Batteriespeichern nachzurüsten und das über den bereits vor
AURIVOLT erreicht Meilenstein: Erste Schwarmspeicher nehmen Handel an deutschen Strombörsen auf ...
Der deutsche Strommarkt steht vor einer strukturellen Herausforderung: Immer mehr Solar- und Windenergie fließt ins Netz, oft dann, wenn niemand sie braucht. Die Folge sind Stunden, in denen der Strom praktisch nichts kostet oder sogar negative Preise entstehen, weil das Netz die Energie nicht aufn
AURIVOLT startet exklusive Webinar-Reihe: Rendite steigern und Steuerbonus sichern mit Batteriespeicher-Investments ...
Die AURIVOLT GmbH, Spezialist für profitable Energiewende-Investments, lädt Unternehmer, Selbstständige und Investoren zu einer neuen Reihe von Live-Webinaren ein. Im Fokus stehen steuerliche Gestaltungsmöglichkeiten und Investmentstrategien rund um Batteriespeicher, einem der zukunftsträchtigs
Weitere Mitteilungen von AURIVOLT GmbH
Flüssiggas Verband zur Fraunhofer-Studie zur Erdgasnetz-Stilllegung: / "Flüssiggas schützt Haushalte vor explodierenden Netzentgelten" ...
Das Fraunhofer-Institut IFAM hat im Auftrag des Umweltinstituts München e.V. eine neue Studie zur Stilllegung von Erdgasnetzen veröffentlicht. Sie zeigt, dass Haushalte, die an das Erdgasnetz angeschlossen sind, bis 2045 mit einer Verzehnfachung der Netzentgelte rechnen müssen. Für einen typisch
Eneto bietet deutschlandweit Installation von energieeffizienten Klimaanlagen an ...
Intelligente Wärmepumpen-Technologie mit Solar-Integration Die Gründer Niklas und Lukas Hoffmeier haben mit Eneto ein Unternehmen etabliert, das deutschlandweit moderne Klimaanlagen mit Wärmepumpen-Technologie anbietet. Das Besondere: Die Systeme vereinen Kühlung im Sommer und hocheffizientes
Nexus Uranium begrüßt Jon Winter in seinem Advisory Board ...
Nexus Uranium Corp. (CSE: NEXU | OTCQB: GIDMF | FWB: JA7) („Nexus“ oder das „Unternehmen“) freut sich bekannt zu geben, dass Herr Jon Winter mit Wirkung vom 1. Dezember 2025 in das Advisory Board des Unternehmens berufen wurde. Herr Winter verfügt über mehr als 40 Jahre Erfahrung mit Umwe
Wärmepumpen verstehen: Orientierung im Abkürzungsdschungel ...
JAZ, COP, SCOP, ETAs - wer sich mit Wärmepumpen beschäftigt, stößt schnell auf diese Abkürzungen. Doch was bedeuten diese und wie helfen sie dabei, die Effizienz einer Wärmepumpe zu beurteilen? Das Serviceportal "Intelligent heizen" (https://intelligent-heizen.info/) bringt Licht ins




