AI Confidence Gap / KI-Nutzung steigt, aber Beschäftigte verlieren das Vertrauen in die eigene Komp

AI Confidence Gap / KI-Nutzung steigt, aber Beschäftigte verlieren das Vertrauen in die eigene Kompetenz / ManpowerGroup Global Talent Barometer 2026 befragt Arbeitnehmende in Deutschland

ID: 2225358

(ots) -
- "Job-Hugging": Beschäftigte bleiben und sind dennoch auf Jobsuche
- 58 Prozent der Arbeitnehmenden in Deutschland berichten von Burnout-Symptomen
- Zwei Drittel der Führungskräfte fürchten baldigen Jobverlust

Künstliche Intelligenz kommt im Job immer stärker an. Doch während die Nutzung weiter zunimmt, sinkt bei vielen Beschäftigten zugleich das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten beim Umgang damit. Ein Phänomen, das sich bei in vielen Arbeitnehmenden bereits im Arbeitsalltag bemerkbar macht. Das aktuelle ManpowerGroup Global Talent Barometer 2026 beschreibt dieses Phänomen als "AI Confidence Gap".

Der Report zur Befragung von 1.017 deutschen Arbeitnehmenden zeigt: 41 Prozent der Befragten nutzen bei ihrer Arbeit regelmäßig künstliche Intelligenz - 7 Prozentpunkte mehr als vor einem Jahr. Gleichzeitig sinkt die Sicherheit im Umgang mit solch aktueller Technologie um 12 Prozentpunkte auf 60 Prozent. 2025 lag das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten noch bei 72 Prozent (2024: 78 Prozent). Immer mehr Menschen haben dem Bericht zufolge das Gefühl, mit der rasanten technologischen Entwicklung nicht mithalten zu können. Je mehr damit gearbeitet wird, desto mehr wird klar, wie fundamental KI die eigenen Arbeitsweisen verändert, und dass bei aller versprochenen Erleichterung, viel Arbeit ins Erlernen und Anwenden der neuen Tools gesteckt werden muss. 36 Prozent befürchten zudem sogar, dass KI und neue Technologien ihren Job innerhalb der kommenden zwei Jahre gefährden könnten.

Becky Frankiewicz, President & Chief Strategy Officer der ManpowerGroup, bringt das zentrale Signal der Studie auf den Punkt: "Es kommt darauf an, die menschliche Leistungsfähigkeit in den Mittelpunkt zu stellen, während wir in ein Zeitalter eintreten, in dem KI Leistung und Produktivität verstärkt. Für jede Organisation liegt darin die Chance, künstliche Intelligenz gezielt voranzubringen, um das Arbeitsleben zu verbessern - damit Menschen sinnvollere, qualifiziertere und ausgeglichenere Leben führen können. Die Ergebnisse unseres neuesten Global Talent Barometer zeigen, dass viele Menschen unsicher sind, ob Arbeitgeber dieses Versprechen einlösen können."



"Heute und Morgen": Ein Führungsauftrag in zwei Horizonten

Das "AI Confidence Gap" ist aus Sicht der ManpowerGroup kein reines Technologieproblem, sondern ein Führungsauftrag. Führungskräfte müssen zwei Horizonte gleichzeitig managen:


- Das Jetzt: das aktuelle Geschäft führen und Menschen während der Transformation unterstützen.
- Das Morgen: Fähigkeiten und Vertrauen für eine KI-geprägte Zukunft aufbauen, die wir alle gestalten.

"Job-Hugging", aber weiterhin offen für neue Chancen

Die Befragung macht außerdem einen Trend sichtbar, den das Barometer als "Job-Hugging" beschreibt: Die meisten Beschäftigten halten ihrem Arbeitgeber die Treue, bleiben aber trotzdem wechselbereit. 65 Prozent planen, bei ihrem aktuellen Arbeitgeber zu bleiben, während 54 Prozent weiterhin aktiv nach neuen Jobs suchen. Die Botschaft sei klar, so Frankiewicz: "Menschen glauben weiterhin an das, was sie heute tun, sind sich aber unsicher, welche Rolle sie in der Zukunft spielen werden." Das hat Auswirkungen auf die Jobsicherheit: 31 Prozent rechnen damit, kurzfristig ihren Job zu verlieren. Besonders hoch ist die Angst vor Jobverlust unter den Führungskräften: 65 Prozent befürchten, in den nächsten sechs Monaten ihre Stelle einzubüßen. Dies ist eine weitere Managementaufgabe für deutsche Unternehmen.

"Dass viele Beschäftigte bleiben wollen und trotzdem nach Alternativen schauen, ist Warnsignal und Chance zugleich. Mitarbeitende halten ihrem Arbeitgeber die Treue, weil sie Sicherheit suchen, aber sie erwarten eine Perspektive: Entwicklung, faire Führung und echte Unterstützung im Wandel. Es geht nicht darum, Unsicherheit wegzureden, sondern darum, gemeinsam eine Brücke zu bauen vom Heute ins Morgen", ergänzt Iwona Janas, Country Manager der ManpowerGroup Deutschland. "Unternehmen, die diesen Übergang aktiv gestalten und ihr Wissen über Kompetenzlücken in eine höhere Beteiligung an Weiterbildungen übersetzen können, gewinnen nicht nur Effizienz, sondern vor allem Bindung."

Stress bleibt hoch: Burnout als Risiko für Bindung und Recruiting

Auch beim Thema Belastung zeigt die Studie deutliche Signale: 58 Prozent der Beschäftigten in Deutschland berichten aktuell von Burnout-Symptomen. Eine kurzfristige Verbesserung dieser Situation ist nicht zu erwarten, da Unternehmensführungen gleichzeitig vor der Herausforderung stehen, die Produktivität zu erhöhen und Kosten zu reduzieren. Arbeitgeber, die gezielt Maßnahmen gegen Burnout ergreifen - auch wenn sie klein erscheinen - und die Situation aktiv managen, können jedoch langfristig von einer besseren Mitarbeiterbindung und erfolgreicher Talentgewinnung profitieren.

Für das Global Talent Barometer wurden zwischen dem 1. September und dem 1. Oktober 2025 knapp 14.000 Beschäftigte in 19 Ländern befragt (davon 1.017 in Deutschland). Es misst drei zentrale Dimensionen der Arbeitszufriedenheit: Well-Being, Jobzufriedenheit und Zuversicht im Job. Die daraus abgeleiteten Indizes bieten Arbeitgebern wichtige Hinweise auf die Stimmungslage in der Belegschaft und dienen als Kompass für modernes Talentmanagement.

Deutschland liegt mit einem Gesamtwert von 68 Prozent exakt auf dem Niveau des Vorjahres und einen Prozentpunkt über dem globalen Durchschnitt. Der Well-Being-Index (68 Prozent) sowie der Zufriedenheitsindex (63 Prozent) können um jeweils einen Prozentpunkt zulegen. Hingegen büßt der Zuversichtsindex drei Prozentpunkte ein und beträgt nun 73 Prozent. 2024 lag er noch bei 83 Prozent.

Weitere Informationen und die vollständigen Ergebnisse der Studie zum Download finden Sie unter:

Global Talent Barometer 2026 (https://www.manpowergroup.de/de/insights/studien-und-research/studien/2026/01/16/20/53/mpg-global-talent-barometer-2026)

Über das Global Talent Barometer:

Das ManpowerGroup Global Talent Barometer (https://www.manpowergroup.de/de/insights/studien-und-research/studien/2026/01/16/20/53/mpg-global-talent-barometer-2026) misst Faktoren wie Well-Being, Zufriedenheit im Job (Job Satisfaction) und Zuversicht im Job (Job Confidence) von Beschäftigten weltweit in drei Einzelindizes und einem Gesamtindex. Das Global Talent Barometer stützt sich auf unabhängige Umfragen und statistisch signifikante Stichproben, um ein leistungsstarkes Instrument zu schaffen, das ein besseres Verständnis für die Bedürfnisse von Arbeitnehmenden auf der ganzen Welt bietet. Ziel der Studie ist es, die Zukunft der Arbeit durch ein besseres Verständnis der heutigen Schlüsselfaktoren für Arbeitsstimmung zu verbessern.

Methodik: Die Umfrageergebnisse stammen von 13.918 Beschäftigten in 19 Ländern (davon Deutschland 1.017) zwischen dem 1. September und dem 1. Oktober 2025. Alle Daten wurden auf die Verteilung der Beschäftigten nach Geschlecht, Alter und Region gewichtet, wobei alle Länder die gleiche Gewichtung erhielten. Befragte Länder: Australien, Kanada, Frankreich, Deutschland, Indien, Israel, Italien, Japan, Malaysia, Mexiko, Niederlande, Norwegen, Polen, Singapur, Spanien, Schweden, Schweiz, Vereinigtes Königreich (UK) und Vereinigte Staaten (US).

Über die ManpowerGroup Deutschland

Mit rund 7.000 Mitarbeitenden zählt die ManpowerGroup zu den größten Personaldienstleistern in Deutschland. Unter dem Dach der Unternehmensgruppe agieren die Gesellschaften Manpower, Experis, Talent Solutions sowie spezialisierte Einzelmarken. Die ManpowerGroup ist Pionier der Zeitarbeit und hat das Modell der Arbeitnehmerüberlassung erfunden. Mittlerweile ist das Unternehmen seit 75 Jahren für Bewerber*innen und Unternehmen am Markt aktiv und setzt Branchenstandards. Die ManpowerGroup unterstützt Unternehmen bei ihrer Transformation in der sich stetig und rasant wandelnden Welt der Arbeit und stellt umfassende Lösungen für das Rekrutieren, Entwickeln und Managen der für den nachhaltigen Erfolg notwendigen Fachkräfte bereit. In Deutschland ist die ManpowerGroup seit 1965 tätig und gehört zu der amerikanischen ManpowerGroup(TM).

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Datum: 20.01.2026 - 08:37 Uhr
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