Arbeitskreis Berufsgesetz fordert hochschulischen Heilberuf in der Logopädie/Sprachtherapie
ID: 2227528
Für Fachkräfte in der Logopädie und Sprachtherapie existieren derzeit zwölf unterschiedliche Ausbildungsprofile - von berufsfachschulisch bis hochschulisch. Dieses Nebeneinander führt zu Intransparenz und erschwert eine standardisierte Versorgung.
Ein neues Berufsgesetz mit einer primärqualifizierenden hochschulischen Ausbildung würde:
- eine einheitliche und qualitativ gesicherte klinisch-praktische Qualifikation gewährleisten,
- die Entwicklung einer eigenständigen wissenschaftlichen Disziplin stärken und
- den steigenden Anforderungen an eine komplexe und evidenzbasierte Patientenversorgung gerecht werden.
Gleichzeitig würden neue Berufs- und Karrierewege entstehen - ein wichtiger Beitrag gegen Fachkräftemangel und Berufsflucht.
Ein neues Berufsgesetz ist nicht nur unabdingbar, sondern auch realistisch umsetzbar, denn:
Die Abiturquote bei den Absolvent*innen in der Logopädie/Sprachtherapie liegt bei ca. 90 %, 80 % aller Lehrenden an den Berufsfachschulen verfügen über eine akademische Qualifikation, es gibt 56 Studiengänge, die neben der Erstausbildung, die Weiterqualifikationen für Berufsangehörige anbieten. Der Übergang von der Berufsfachschule zur Hochschule ist in fünf bis zehn Jahren realistisch machbar.
Dem Bundesministerium für Gesundheit liegen seit langem wesentliche Eckpunkte für ein neues Berufsgesetz vor, die die Grundsätze für eine Studien-, Ausbildungs- und Prüfungsordnung sowie Regelungen für die eigenverantwortliche Durchführung heilkundlicher Maßnahmen (Direktzugang) umfassen. "Das Gesetz über den Beruf des Logopäden ist durch ein Berufsgesetz mit einem hochschulischen Heilberuf zu ersetzen, das eine primärqualifizierende hochschulische Ausbildung für alle im Bereich der in der Logopädie/Sprachtherapie tätigen Berufsgruppen Geltung hat.", so die Sprecherin des Arbeitskreises Dietlinde Schrey-Dern.
[1] Logopädie/Sprachtherapie: Arbeitstitel für alle beruflichen Handlungsfelder der Atem-, Stimm-, Sprech-, Sprach-, Hör-, Schlucktherapie und umfasst alle dort tätigen Berufsgruppen
Pressekontakt:
V.i.S.d.P.: Dietlinde Schrey-Dern, Sprecherin AK Berufsgesetz
c/o dbl, Augustinusstraße 11b, 50226 Frechen
info@arbeitskreis-berufsgesetz.de, www.arbeitskreis-berufsgesetz.de
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Datum: 28.01.2026 - 11:21 Uhr
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