Trotz des erhöhten Risikos sprechen chronisch Kranke selten über Gürtelrose

Trotz des erhöhten Risikos sprechen chronisch Kranke selten über Gürtelrose

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(ots) - Anlässlich der Fokuswoche Gürtelrose, die in diesem Jahr vom 23. Februar bis zum 01. März stattfindet, hat das Pharmaunternehmen GSK eine globale Omnibus-Umfrage¹ in Auftrag gegeben. Teilnehmende der Umfrage waren Menschen mit chronischen Krankheiten ab 50 Jahren. Die Ergebnisse zeigen: Jeder zweite der Befragten über 50 Jahre hat noch nie mit seinem Arzt über Gürtelrose gesprochen.1 Dabei empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) eine Impfung gegen Gürtelrose für alle Menschen mit chronischen Krankheiten ab 18 Jahren. Experten sehen hier dringenden Aufklärungsbedarf in der ärztlichen Vorsorge.

Gürtelrose bleibt bei chronisch Erkrankten oft unerwähnt

Menschen mit chronischen Krankheiten haben ein um bis zu 30 Prozent höheres Risiko,² an Gürtelrose zu erkranken. Im Arztgespräch wird das jedoch häufig nicht thematisiert. Laut der Umfrage anlässlich der Fokuswoche Gürtelrose 2026 hat die Hälfte der über 50-Jährigen mit chronischen Krankheiten noch nie mit ihrer Ärztin oder ihrem Arzt über die Nervenerkrankung gesprochen¹ - trotz häufiger Arztkontakte. Die STIKO empfiehlt inzwischen eine Impfung gegen Gürtelrose für Menschen mit einem erhöhtem Krankheitsrisiko bereits ab 18 Jahren.

Schwere gesundheitliche Folgen und zum Teil deutliche Wissenslücken

Gürtelrose ist eine Nervenerkrankung, die häufig mit starken, teils lang anhaltenden Schmerzen einhergeht. Von den Befragten, die schon einmal an Gürtelrose erkrankt waren, berichtete jeder Zweite von erheblichen Alltagseinschränkungen. 35 Prozent konnten zeitweise nicht arbeiten oder an sozialen Aktivitäten teilnehmen und 28 Prozent unterschätzten die Schwere der Erkrankung.¹ Viele Befragte sind zwar besorgt - 66 Prozent fürchten einen Krankenhausaufenthalt und 75 Prozent negative Auswirkungen auf ihren Alltag.¹ Gleichzeitig verweist die Umfrage jedoch auf deutliche Wissenslücken: Ein Drittel der Befragten (33 %) glaubt, ihre chronische Krankheit habe keinen Einfluss auf das Risiko¹, und jeder Vierte (26 %) gibt an, wenig oder nichts über Gürtelrose zu wissen.¹



Ärztliche Empfehlung als Schlüssel zur Vorsorge

Eine zentrale Rolle bei der Vorsorge spielt die Arztpraxis: 46 Prozent der Befragten würden über Gürtelrose sprechen, wenn ihr Arzt oder ihre Ärztin das Thema anspricht.¹ Besonders hoch ist diese Bereitschaft bei Menschen mit Diabetes (58 %), COPD/Asthma (56 %) und Herz-Kreislauf-Erkrankungen (55 %).¹ Über die ärztliche Beratung hinaus ist es entscheidend, dass Menschen mit erhöhtem Risiko selbst aktiv werden, sich informieren und mögliche Vorsorgemaßnahmen gegen Gürtelrose in der hausärztlichen Praxis ansprechen. Das bestätigt auch Schmerzexperte Dr. Michael A. Überall: "Wer regelmäßig mit der Hausärztin oder dem Hausarzt über Vorsorge spricht, übernimmt Verantwortung für die eigene Gesundheit und beugt einer Erkrankung vor, die das Leben unter Umständen sehr lange beeinträchtigen kann."

Der Barmer Arzneimittelreport 2025 bestätigt den Handlungsbedarf und zeigt, dass nur etwa jeder fünfte Patient die ihm zustehenden Maßnahmen zur Gürtelrose wahrnimmt.³ Der Report fordert eine stärkere Integration in die Routineversorgung. Angesichts möglicher schwerer Verläufe und Komplikationen gewinnt die Vorsorge weiter an Bedeutung: Die STIKO empfiehlt die Impfung für alle ab 60 Jahren sowie für Erwachsene mit einem erhöhten Krankheitsrisiko bereits ab 18 Jahren.

Weitere Informationen: www.guertelrose-wissen.de

NP-DE-HZU-PRSR-250032; 02/2026

Referenzen

(1) Ergebnisse einer globalen Omnibus-Umfrage im Auftrag von GSK zur Fokuswoche Gürtelrose 2026. Durchgeführt mit Teilnehmenden mit chronischen Krankheiten ab 50 Jahren in Deutschland, Irland, Portugal, Italien, den USA, Brasilien, Japan, Indien und China.

(2) Batram, M. et al. 2021; Dermatol Ther 11(3): 1009-1026.

(3) Barmer-Arzneimittelreport 2025. Abrufbar im Internet unter: https://ots.de/1AdqBq (letzter Aufruf: 04.12.2025).

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