Führungskräfte können die KI-Strategie nicht mehr allein tragen

Führungskräfte können die KI-Strategie nicht mehr allein tragen

ID: 2234144

Autor: Simon Hayward, General Manager und VP of Sales, International bei Freshworks



(Die Bildrechte liegen bei dem Verfasser der Mitteilung.)(Die Bildrechte liegen bei dem Verfasser der Mitteilung.)

(firmenpresse) - KI spielt in Deutschland eine immer größere Rolle. Rund 40 % der deutschen Unternehmen setzen sie bereits in ihren Geschäftsprozessen ein, weitere bereiten den Einstieg vor. Damit ist KI kein Randthema mehr, sondern Teil des operativen Alltags.



Mit dieser Verbreitung wächst auch die organisatorische Herausforderung. Obwohl KI heute in deutlich mehr Fachbereichen als in der IT eingesetzt wird, liegt die strategische Verantwortung häufig weiterhin bei CIOs. Das führt zu einem Ungleichgewicht. Immer mehr Initiativen entstehen, doch nur wenige entfalten unternehmensweit ihre volle Wirkung.



Mehr Kontrolle durch die IT löst dieses Problem nicht. Entscheidend ist, wie Verantwortung in der Führung verteilt wird. Teamleads kennen ihre Teams und Abläufe am besten. Sie sehen, wo Arbeit stockt, welche Aufgaben sich automatisieren lassen und wie Prozesse tatsächlich funktionieren. Diese Nähe zum operativen Alltag ermöglicht es ihnen, KI sinnvoll einzusetzen und ihren Nutzen im Arbeitsalltag zu realisieren.



Damit verändert sich auch die Rolle der Führung. Sie müssen nicht jede Initiative selbst steuern, sondern den Rahmen setzen, Verantwortung teilen und diese Führung aktiv ermöglichen.



Der KI-Engpass: Warum zentrale Steuerung nicht funktioniert



Unternehmen erwarten von ihren Führungskräften, Innovation voranzutreiben, messbaren Nutzen aus KI zu erzielen und gleichzeitig Sicherheit, Governance und strategische Ausrichtung zu sichern. Wenn jedoch alle KI-Anfragen, Experimente und Umsetzungen an einer zentralen Stelle zusammenlaufen, entstehen zwangsläufig Engpässe. Gleichzeitig verlagert sich der Einsatz generativer KI zunehmend in Fachbereiche wie Finanzen, Marketing oder HR.



Die Folgen zeigen sich deutlich: KI wird in deutschen Unternehmen breit genutzt, doch organisatorische, rechtliche und personelle Hürden verhindern häufig, dass daraus spürbare Wirkung entsteht. Wenn die Unternehmensführung jede KI-Initiative zentral steuert, kommt Innovation nur langsam voran. Wirkung entsteht dort, wo Fachbereiche selbst Verantwortung übernehmen und Mitarbeitende KI im Arbeitsalltag nutzen.



Verteilte Führung als Modell für nachhaltigen KI-Erfolg



Führung im KI-Kontext bedeutet nicht, jede Initiative zentral zu steuern. Stattdessen geht es darum, Verantwortung dort zu verankern, wo Arbeit tatsächlich stattfindet. KI entfaltet ihre Wirkung vor allem dann, wenn sie direkt in bestehende Arbeitsabläufe integriert wird. In unterstützenden Funktionen wie Kundenservice, Entwicklung, IT oder Personalmanagement übernehmen KI-basierte Systeme zunehmend standardisierte Aufgaben. Mitarbeitende gewinnen dadurch Zeit für komplexere Tätigkeiten, Abstimmung und fachliche Entscheidungen.



Übernehmen Teamleads Verantwortung für den KI-Einsatz, entstehen klarere Zuständigkeiten und kürzere Entscheidungswege. Gleichzeitig verändert sich die Rolle der IT. Sie setzt Rahmenbedingungen, stellt Plattformen und Sicherheitsstandards bereit und sorgt für Governance. Fachbereiche nutzen diese Grundlagen, um KI sinnvoll in ihre tägliche Arbeit einzubinden.



Dieser Ansatz hilft, KI nicht als Einzelprojekt zu behandeln, sondern schrittweise und dauerhaft in Prozesse zu integrieren und an reale Anforderungen anzupassen.



KI-Kompetenz im gesamten Unternehmen aufbauen



Teamleads außerhalb der IT empfinden den Umgang mit KI oft als Herausforderung. Sie müssen die Technologie nicht im Detail verstehen, aber sie müssen sie sicher genug einsetzen können, um Entscheidungen zu treffen und Anwendungsfälle zu verantworten. Führungskräfte können sie dabei unterstützen, indem sie leicht nutzbare Werkzeuge bereitstellen, Grundlagen vermitteln und den Austausch zwischen Teams fördern.

Auf dieser Basis entwickeln Fachbereiche eigene Anwendungsfälle, orientiert an konkreten Zielen ihrer Arbeit, etwa in der Finanzplanung, in der Personalsteuerung oder in operativen Abläufen. Klare Regeln geben Orientierung und ermöglichen es, neue Ansätze auszuprobieren, ohne Risiken aus dem Blick zu verlieren.



Führungskräfte übernehmen dabei nicht jede KI-Initiative selbst. Sie geben die Richtung vor, sorgen für Abstimmung und stellen gemeinsame Grundlagen bereit. Fachbereichsleitungen nutzen ihr Prozesswissen und ihre Nähe zur Arbeit, um KI gezielt in ihrem Verantwortungsbereich einzusetzen.



So entsteht eine Arbeitsweise, in der Verantwortung geteilt wird. Fachbereiche treiben konkrete Anwendungen voran, die IT sorgt für Stabilität, Sicherheit und Übersicht. KI entfaltet ihren Nutzen dort, wo diese Zusammenarbeit funktioniert und Zuständigkeiten klar geregelt sind.Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:

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Datum: 26.02.2026 - 14:00 Uhr
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