Solar-Nachfrage verdoppelt, gestiegenes Interesse auch bei Wärmepumpen und Wallboxen / Was Verbraucher jetzt beachten müssen
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(ots) - Seit Beginn des Krieges im Iran ist die Nachfrage nach Solaranlagen im Markt stark gestiegen: "Im Vergleich zu den letzten Monaten haben sich die PV-Anfragen bei uns aktuell etwa verdoppelt - wir werden regelrecht überrannt", sagt Filip Thon, CEO von E.ON Energie Deutschland. Der Energieanbieter hat bereits reagiert und seine Solarteams aufgestockt. "Die Haushalte in Deutschland wollen sich stärker absichern - preislich und physisch." Eine eigene Solaranlage erhöht die Unabhängigkeit von Energiepreisen. Während E.ON durch eine langfristige Beschaffungsstrategie die Energiepreise für Bestandskunden aktuell stabil hält, gibt es bereits spürbare Ausschläge an den globalen Märkten.
Auch im Bereich Wallboxen für Elektroautos und Wärmepumpe steigt das Interesse, wie E.ON meldet. "Je länger die Situation im Nahen Osten angespannt bleibt, umso stärker dürfte auch das Interesse an einer nachhaltigen und unabhängigeren Wärmeversorgung werden," prognostiziert Filip Thon von E.ON. "Die Lage zeigt, wie wichtig es ist Importabhängigkeit zu reduzieren - Elektrifizierung ist dafür der Schlüssel, Erneuerbare Energien sind der Stabilitätsfaktor", so Filip Thon. Schon heute sind Wärmepumpen, Elektroautos und PV-Speicher millionenfach im Einsatz. Die aktuellen Entwicklungen verstärken diese Nachfrage weiter. "Krisen erzeugen keine neuen Trends, sie beschleunigen bestehende", erklärt Filip Thon.
Fünf Dinge, die Interessenten von Solaranlagen fürs Eigenheim jetzt beachten sollten:
1. Frühzeitig Angebote einholen: Wer die Anschaffung einer Anlage plant, sollte sich bald darum kümmern, um die Angebote in Ruhe vergleichen zu können. Krisen können Wartezeiten am Markt auslösen.
2. Die Größe der Solaranlage nach dem eigenen Stromverbrauch planen lassen: Entscheidend für maximale Wirtschaftlichkeit ist heute nicht mehr die größtmögliche Photovoltaik-Anlage (PV), sondern eine, die optimal zum eigenen Verbrauch passt. Dabei sollte man auch an eventuell künftig steigenden Verbrauch durch E-Auto oder Klimaanlagen denken. Weil die Einspeisevergütung aktuell bei rund acht Cent pro Kilowattstunde* liegt, eine aus dem Netz bezogene Kilowattstunde aber deutlich mehr kostet, gilt: Jede selbst verbrauchte Kilowattstunde senkt die eigenen Stromkosten unter dem Strich stärker als eine eingespeiste.
3. Mit Speicher Unabhängigkeit und Eigenverbrauch steigern: Über 95 Prozent der E.ON Solar-Kundinnen und Kunden entscheiden sich beim PV-Kauf für einen Batteriespeicher, um den selbst produzierten Strom auch dann zu nutzen, wenn die Sonne nicht scheint. Mit einer gut angepassten Solaranlage und passendem Speicher kann der Eigenverbrauch auf bis zu 70 Prozent und die Autarkie auf bis zu 80 Prozent gesteigert werden.
4. Tarif mit Bedacht wählen: Mit dynamischen Tarifen kann man Geld sparen - allerdings nur, wenn die Preise an der Strombörse niedrig sind. Preissprünge, wie sie aktuell teils vorkommen, werden ebenfalls direkt an die Verbraucherinnen und Verbraucher weitergegeben. Wer mit Blick auf den Irankrieg keine Risiken eingehen möchte, kann sich bei E.ON auch für Standard-Festpreistarife mit Flexibilitäts-Bonus entscheiden. Dabei wird der Stromverbrauch von Batterie, Elektroauto und Wärmepumpe durch ein smartes Energiemanagementsystem optimiert, indem zu nachfragearmen Zeiten - z. B. nachts - Strom aus dem Netz geladen wird. So kann das Netz entlastet werden und der Kunde erhält als Gegenleistung einen Bonus auf seine Stromrechnung.
5. Mieten oder kaufen: Rentabler ist der Kauf, wie auch eine Analyse der Verbraucherzentrale zeigt. Denn eine Solaranlagen-Pacht ist über die Vertragslaufzeit mit höheren Kosten verbunden als der Kauf. Für den Kauf gibt es verschiedene staatliche, regionale und kommunale Förderprogramme: https://www.eon.de/de/pk/solar/photovoltaik-foerderung.html
*Teileinspeiser-Anlagen bis 10 Kilowattpeak
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Datum: 17.03.2026 - 15:21 Uhr
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