"nd.DieWoche": Mehr Rechte für Clubs! Kommentar zu den jüngsten Ergebnissen der Evaluation des Cannabisgesetzes
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(ots) - Wenn es um den Konsum von Gras geht, brennen Unionspolitikern immer noch die Sicherungen durch. Während sie sich gern mit einem Liter Bier fotografieren lassen, scheinen Cannabisblüten für sie direkt aus der Hölle zu kommen. Und so behauptet Innenminister Dobrindt einfach mal: "Der Schwarzmarkt boomt, die Kriminalität steigt." Im zweiten Zwischenbericht des mit der Evaluation des Cannabisgesetzes beauftragten Forschungsverbundes findet sich kein Hinweis darauf. Allerdings werden dort die bürokratischen Hürden für die Gründung von Anbauvereinigungen kritisiert. Die seien ein wesentlicher Grund dafür, dass der Schwarzmarkt bislang unzureichend zurückgedrängt werden konnte.
Die Untersuchung enthält diesen und andere Ansätze für sinnvolle Änderungen am handwerklich schlecht gemachten Gesetz. Anbauvereinigungen würden auch zum Gesundheitsschutz beitragen, denn man könnte diesen Cannabisclubs verordnen, die Qualität mitgebrachter Ware von Mitgliedern zu testen. Denn wie bei anderen Substanzen ist Verunreinigung ein Hauptgrund für körperliche und psychische Schäden. Und: Für die Prävention negativer Folgen des Kiffens wäre es entscheidend, den Zugang Minderjähriger zu Alkohol zu verhindern. Aktuell kommen sie viel zu leicht da ran. Für sie wie für Erwachsene gilt nämlich auch: Joints werden wie Kokain und Co. gerade in Kombination mit Schnaps oder Mixgetränken zum Hochrisiko für die eigene und für die Gesundheit anderer. Doch was dem Teufel das Weihwasser, ist die Beschränkung des Konsums der Droge Nummer eins für die Konservativen.
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Datum: 01.04.2026 - 17:23 Uhr
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