Kommentar zum Rücktritt der Berliner Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson
ID: 2247058

(ots) - Spätestens nach dem Prüfbericht zum Fördermittelskandal um Projekte gegen Antisemitismus führte am Rücktritt von Berlins Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson (parteilos) kein Weg mehr vorbei. Sie hätte die Notwendigkeit schon früher erkennen können. Es hätte der Einschätzung des Landesrechnungshofs, dass die Kulturverwaltung offenkundig "rechtswidrig" gehandelt habe, nicht mehr bedurft. Denn dass da etwas faul war, lag auf der Hand und war offenkundig.
Das Problem ist aber mit dieser einen personellen Konsequenz nicht aus der Welt. Die Senatorin ist nun wirklich nicht allein dafür verantwortlich gewesen, dass Fördersummen auf unverantwortliche Weise bewilligt worden sind. Die Lage ist zu ernst, derart hemdsärmelig vorzugehen - aus welchen Motiven auch immer.
Es gibt in Berlin viele gemeinnützige Organisationen, die in der Lage sind, mit etwas finanzieller Unterstützung wertvolle Projekte gegen Antisemitismus zu realisieren. Sie sollten sicher sein dürfen, dass sie eine faire Chance erhalten, gute Ideen gefördert zu bekommen. Sie sollten nicht das Gefühl haben müssen, dass ohne Beziehungen nichts läuft.
Es ist tragisch, dass nun vorerst jeder, dem die dringend notwendige Bekämpfung des Antisemitismus nicht passt, Projekte leicht und pauschal wird verdächtigen können, dass sie ihr Geld angeblich unrechtmäßig erhalten hätten. Dass die CDU die begangenen Fehler selbstkritisch einräumt, wäre das Mindeste, was man von einer Partei erwarten darf, der es wirklich darum ginge, dass Jüdinnen und Juden irgendwann in Berlin und Deutschland angstfrei leben können. Denn im Moment ist das leider nicht der Fall.
Pressekontakt:
nd.DerTag / nd.DieWoche
Redaktion
Telefon: 030/2978-1722
Original-Content von: nd.DerTag / nd.DieWoche, übermittelt durch news aktuell
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 24.04.2026 - 17:18 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 2247058
Anzahl Zeichen: 1993
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: ots
Stadt:
Berlin
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 439 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Kommentar zum Rücktritt der Berliner Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
nd.DerTag / nd.DieWoche (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Wenn man sich umhört bei Verwandten und Freunden im rentennahen Alter, ist eine Sorge dominant: dass man trotz langen Berufslebens in Armut fällt und den Gang zum Sozialamt antreten muss. Das betrifft in Zukunft auch Teile der Mittelschicht, wie einschlägige Berechnungen zeigen. Doch die von der
Kommentar von "nd.DerTag" zum Kampf um den Labour-Vorsitz ...
Zumindest dieses Mal lag Keir Starmer richtig. Nach dem Sieg von Andy Burnham in der Nachwahl von Makerfield schrieb der Premierminister, dass sich die Wählerinnen und Wähler für "die Hoffnung" entschieden hatten, nicht für "die Spaltung und den Hass". Tatsächlich zeigt Burn
"nd.DieWoche": Wer stoppt Dobrindt? Kommentar zur jüngsten Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin zur Zurückweisung Asylsuchender an der deutschen Landesgrenze ...
Wieder ein Rechtsbruch durch deutsche Polizeibehörden: Das Verwaltungsgericht Berlin hat die Zurückweisung eines eritreischen Asylsuchenden an der deutsch-polnischen Grenze im Eilverfahren für rechtswidrig erklärt. Die Polizeimaßnahme erfolgte ungeachtet eines bereits seit dem Vorjahr laufenden
Weitere Mitteilungen von nd.DerTag / nd.DieWoche
Tschernobyl und der Niedergang der Atomkraft ...
Atomkraft - eine Vision grenzenloser, sauberer Energie, technisch hochstehend und politisch verheißungsvoll. Doch diese Hoffnungen bekamen bald einen Dämpfer. Zunächst das Beinahe-Desaster im US-Reaktor Harrisburg 1979. Dann vor allem der Super-GAU in Tschernobyl in der Ukraine vor 40 Jahren mit
Ex-CIA-Agent Glenn Corn: Russland setzt seit Zarenreich dieselben Desinformationsmethoden ein ...
Glenn Corn verbrachte 34 Jahre im Dienst amerikanischer Geheimdienste, zuletzt als leitender Offizier der CIA im Rang des Senior Intelligence Service. Heute lehrt er am Institute of World Politics in Washington D.C. und erläutert im Exklusivinterview mit ALLATRA TV die Mechanismen russischer Desinf
BITMi zur Vergaberechtsreform ...
Gestern hat der Bundestag das Vergabebeschleunigungsgesetz verabschiedet mit dem Ziel, Vergabeprozesse zu verkürzen und die Berücksichtigung von Kriterien der Cybersicherheit und digitalen Souveränität zu vereinfachen. Der Bundesverband IT-Mittelstand e.V. (BITMi) begrüßt den optionalen Einbez
Widerrufsbutton kommt: Unternehmen müssen digitale Widerrufsmöglichkeit rechtzeitig vorbereiten ...
München, 24. April 2026 - Ab dem 19. Juni 2026 müssen viele Unternehmen, die online Verträge mit Verbrauchern schließen, eine digitale Widerrufsmöglichkeit bereitstellen. Der sogenannte Widerrufsbutton soll Verbraucherinnen und Verbrauchern ermöglichen, ihr gesetzliches Widerrufsrecht einfach,




