Florierender Datenklau
ID: 2253075

(ots) - Meldungen zu Cyberangriffen auf Krankenhäuser sind auch in Deutschland keine Seltenheit. Im Fokus der Angreifer stehen sensible Patientendaten, die vom Arztgeheimnis geschützt sind. Angaben zu Diagnosen, Therapien, Krankheits- und Genesungsverläufen sind ausschließlich Sache der Behandler und ihrer Patienten und gehen sonst niemanden etwas an. Entsprechend großer Druck entfaltet sich, wenn diese Daten gestohlen und zur Erpressung genutzt werden. Ein Desaster für die attackierten Einrichtungen - das im April einen Abrechnungsdienstleister betraf - und über diesen die Daten von Privatpatienten vieler großer Kliniken.
Tritt man einen Schritt zurück, kann diese vermutlich nur halb gelungene Attacke - eine erpresserische Verschlüsselung des Systems war nicht erfolgt - aber auch den Blick darauf weiten, wie weit die Digitalisierung im Gesundheitswesen schon vorangeschritten ist. Defizite sind offensichtlich: Der Schutz vor solchen Angriffen muss noch erhöht werden, nicht nur in den Kliniken selbst, sondern auch bei ihren Dienstleistern. Und weder bei Telemedizin und Patientenportalen, darunter die ePA, noch bei der Online-Terminvergabe ist ein akzeptabler, sicherer und dennoch niedrigschwelliger Zugang erreicht.
Einmal ganz abgesehen von der Anwendung von KI etwa zur Ressourcenplanung - zur Optimierung von Stationsabläufen und anderen Prozessen in Kliniken. Parallel läuft der Streit über ein neues Gesetz, das wiederum den Krankenkassen den Zugriff auf Gesundheitsdaten von Versicherten ermöglichen soll. Die Versicherer wollen auf diesem Weg ihre Kunden individuell ansprechen und etwa Präventionskurse nahelegen. Das könnte unter dem Strich Krankheiten vermeiden und Kosten sparen. Die Ärzteschaft lehnt das strikt ab: siehe Arztgeheimnis weiter oben.
Und ehrlich gesagt: Wollen die Versicherten eine weitere Super-Nanny (neben der Werbung für Vitaminpräparate zum Beispiel), die sie mit Ratschlägen bombardiert? Eher nicht. Hinzu kommt, dass auch Pharmahersteller und Versicherungen auf den Zugang der für sie wertvollen Daten drängen. So bleiben Digitalisierung und Datensicherheit wohl auf längere Sicht kontroverse Themen, die leider eher jenseits einer breiten kritischen Öffentlichkeit verhandelt werden.
Pressekontakt:
nd.DerTag / nd.DieWoche
Redaktion
Telefon: 030/2978-1722
Original-Content von: nd.DerTag / nd.DieWoche, übermittelt durch news aktuell
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 23.05.2026 - 18:36 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 2253075
Anzahl Zeichen: 2595
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: ots
Stadt:
Berlin
Kategorie:
Wirtschaft (allg.)
Diese Pressemitteilung wurde bisher 460 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Florierender Datenklau"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
nd.DerTag / nd.DieWoche (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Der Bedarf an humanitärer Hilfe wächst, Deutschland kürzt. 2022 stellte die Bundesregierung noch rund 3,14 Milliarden Euro für humanitäre Hilfe bereit, seitdem geht es steil abwärts, und im Bundeshaushalt 2026 ist nur noch rund eine Milliarde Euro vorgesehen. Dabei ist die Zahl der auf humanit
"nd.DerTag": Kein Bock auf Kommiss - Kommentar zur wachsenden Zahl von Anträgen auf Kriegsdienstverweigerung ...
Es ist bedeutsam und ermutigend: Immer mehr Menschen werden aktiv und stellen einen Antrag auf Kriegsdienstverweigerung (KDV). Sie tun damit also gegenüber dem deutschen Staat kund, dass sie nicht bereit sind, für ihn mit der Waffe in der Hand zu kämpfen. Die Zahl derer, die es tun, ist in beacht
"nd.DerTag": Koalition der Kriegsfreunde - Kommentar zu den neuen Rüstungsprojekten für Kiew und Machtdemonstrationen in Paris ...
Martialisches ist geplant: Auf das Treffen vom Montagabend, bei dem rund zwei Dutzend Unterstützerstaaten weitere Militärhilfen für die Ukraine beschließen wollen, soll in Paris eine Parade der französischen Streitkräfte folgen, wie es sie noch nie gegeben hat. 6800 Soldaten sollen aufmarschie
Weitere Mitteilungen von nd.DerTag / nd.DieWoche
Neue Technologien treiben Kobalt- und Nickelverbrauch an ...
Anzeige/Werbung - Dieser Artikel wird verbreitet im Namen von der Canada Nickel Company Inc. und Aurania Resources Ltd., mit der die SRC swiss resource capital AG bezahlte IR-Beraterverträge unterhält. Ersteller: SRC swiss resource capital AG Autorin: Ingrid Heinritzi Erstveröffentlichung:
Rekordquartal trifft auf starke Projektpipeline! Mining mal anders! ...
- Anzeige/Werbung - Dieser Artikel erscheint im Auftrag von Gold Royalty Corp.! Bezahlte Beziehung: SRC swiss resource capital AG unterhält einen entgeltlichen IR-Beratervertrag mit Gold Royalty Corp. Ersteller: SRC swiss resource capital AG Erstveröffentlichung: 23.05.2026, 10:12 Berlin/Zürich
Selbsthilfe oder Abhängigkeit - warum Europas Zukunft an seinen eigenen Entscheidungen scheitern könnte ...
Europa steht an einem Punkt, an dem sich entscheidet, ob es seine wirtschaftliche Zukunft selbst gestaltet oder weiterhin von externen Kräften bestimmen lässt. Die vergangenen Jahre haben die Schwachstellen schonungslos offengelegt. Lieferketten sind keine abstrakten Konstrukte mehr, sondern reale
CONFIDEX setzt Finanzierungsmandat für Busunternehmen erfolgreich um ...
Betriebsmittelkredite erfolgreich strukturiert - weitere Projekte im Bereich Leasing und Finanzierungskonzepte beauftragt Die CONFIDEX GmbH hat für ein Busunternehmen ein Mandat zur Strukturierung und Gewinnung von Betriebsmittelkrediten erfolgreich umgesetzt. Im Anschluss wurde CONFIDEX direkt




