Made in Germany: DBU fördert 100. grünes Startup / di.monta: effizientes Recycling per KI

Made in Germany: DBU fördert 100. grünes Startup / di.monta: effizientes Recycling per KI

ID: 2255378

(ots) - Zukunftsweisendes Jubiläum in dem seit 2019 laufenden Green Startup-Programm (https://www.dbu.de/foerderung/green-start-up/) der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU): Zum 100. Mal ist nun ein junges auf Umwelt- und Ressourcenschutz orientiertes Unternehmen in die Förderung aufgenommen worden. di.monta aus Aachen entwickelt Fähigkeiten zur effizienten Demontage von beispielsweise Elektrogeräten wie Waschmaschinen oder Elektroautobatterien per Roboter und künstlicher Intelligenz (KI). DBU-Generalsekretär Alexander Bonde: "Das ist ein vorzügliches Beispiel, was junge Gründerinnen und Gründer auf die Beine stellen können. Mit grünen Technologien lässt sich Geld verdienen."

Bonde: DBU bleibt auch künftig Sprungbrett für innovative Pioniere

Seit Beginn des Green Startup-Programms 2019 hat die DBU die jungen Firmen mit insgesamt mehr als zwölf Millionen Euro unterstützt. Bonde: "Die DBU bleibt auch künftig ein Sprungbrett für solche innovativen Pioniere." Ziel des Aachener Startups ist die Wiederverwendung möglichst vieler Bauteile, ein zügiges Recycling und in der Folge eine wirksame Kreislaufwirtschaft. Bei der zweijährigen Startup-Förderung der DBU handelt es sich um bis zu 125.000 Euro nicht zurück zu zahlende finanzielle Unterstützung. Hinzu kommen eine inhaltliche Beratung und ein umfassendes DBU-Fachnetzwerk. Bei di.monta handelt es sich um ein Ausgründungsvorhaben aus der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen (https://www.rwth-aachen.de/go/id/a/). Markus Schmitz vom fünfköpfigen Gründungsteam: "Wir wollen Herstellern von Produkten eine wirtschaftliche, effiziente und automatisierte Möglichkeit zum erneuten Nutzen und Recycling von Altgeräten bieten."

Selbstlernende Software ermöglicht eigenständige Roboter-Demontage

Schmitz erklärt das Prinzip anhand einer Waschmaschine: "Unsere Software analysiert die Demontage der Maschinen durch Fachleute - und lernt Schritt für Schritt dazu." Das Ziel: Mithilfe der selbstlernenden Software bewältigt ein Roboter die Demontage eigenständig, schnell und sicher. Möglichst viele Bauteile - etwa die Gewichte einer Waschmaschine für einen festen Stand beim Schleudern - können Schmitz zufolge dann in einer neuen Maschine verbaut werden, andere Teile werden effizient recycelt. Schmitz weiter: "Mikrochips und Kabel enthalten wertvolle Edelmetalle. Eine passgenaue Demontage führt zu einem einfachen, präzisen und energiearmen Recycling. Rohstoffe gelangen schneller zurück in den Wirtschaftskreislauf." Das sei gelebte Kreislaufwirtschaft, für Firmen wirtschaftlicher als die Verwendung immer neuer Rohstoffe und stärke den Umweltschutz. Risikoreiche Demontagen etwa von E-Autobatterien will das Startup durch Automatisierung reduzieren. Schmitz sieht in derartigen Anwendungen eine große Chance für mehr Energie-Unabhängigkeit: "Bauteile und technische Komponenten, die bei der Umsetzung der Energiewende unverzichtbar sind, können auf diese Weise in nationaler oder europäischer Kreislaufwirtschaft für neue Nutzungen bewahrt werden."



Green Startup-Förderung der DBU widmet sich unterschiedlichsten Branchen

Die DBU-Green Startup-Förderung unterstützt junge Firmen aus unterschiedlichsten Branchen, darunter Textilien. Dazu gehörte auch die Firma Circular Fashion (https://circular.fashion/) aus Berlin, die von 2020 bis 2023 als Startup gefördert wurde. Laut Gründerin Ina Budde soll der vom Unternehmen gemeinsam mit führenden Marken, Recyclern, Experten und politischen Initiativen entwickelte Circular Design Standard (CDS) die Kreislaufwirtschaft in der Kleidungsindustrie voranbringen. Budde: "Der CDS ist ein branchenorientierter Standard und eine Zertifizierung. Damit werden Produkte von Dritten auf Zirkularität über vier Säulen geprüft: zirkuläre Inputs, Design für Recycling, Design für Langlebigkeit und Ermöglichung von Zirkulation." Der digitale Prozess gewährleiste effiziente, datengestützte und glaubwürdige Kennzeichnung. Gleichzeitig hilft der CDS Budde zufolge Firmen dabei, behördliche Anforderung einzuhalten und zu übertreffen. Inzwischen habe Circular Fashion mehr als 400 Unternehmen unterstützt und über 3.000 Fachleute darin geschult, zirkuläre Prinzipien auf Produkte und Systeme anzuwenden.

Startup Phaeosynt: Antikörper auf Algenbasis für vegane Schwangerschaftstests

Ebenfalls Teil der Startup-Förderung ist Phaeosynt (https://atpscan.global.hornetsecurity.com/?d=1R-iy6zjsOP8LHG4EXXpPpaCNgOhP9G2UVbTqZhGI14&f=K5rV9IZCdD8fMQyhLigHnxwkQ2OLO_EZ_eb2oUkVOPMN1jkL9uXPh-q0FgbmCsjH&i=&k=KUL2&m=X4EMabzLoozsewx10k1h3icLX5kucgwHYwqm40-l09JYmSWf7rnS7q9nlEiIQks9s65qh33TbD7nSeZLPxYzFct-W1lKJ7o337TlEpXdTb3wo6rZV8HLUOtVbUaw0poX&n=htJ4vNr9lOt0ktzMTnGnRnE_J6SODCt-Hu-eQPaCHvLjVZDwxS9e6NYorEMOonkAPC2oh2esF_qOi6dvQp5vtPUfPNjKAkZ31sA2JSRKUpiyQNa1LEXW7C74EhJQAwwv&r=4VXzt1c-5Qc5YXOgyehDFHNkctqkYP-Ue6z4GhgfiGCkCx71ojCeoGQlkxFIM2Cu&s=5471fc8cd4728289bcd191f1eca74f68c73fc431e8a858c2debef69b94c046bf&u=https%3A%2F%2Fphaeosynt.com%2F)aus Hannover. Mitgründerin Stephanie Pfeil-Coenen: "Wir entwickeln Antikörper auf Algenbasis als Ersatz für oftmals tierische Antikörper, die bei Produkten wie Schwangerschaftstests, Covid-19-Tests und vielen vergleichbaren Vorgängen im medizinischen Bereich verwendet werden." Eine Idee, die von Erfolg gekrönt war. Pfeil-Coenen: "Wir haben den ersten veganen Schwangerschaftstest (https://heymela.de/) auf den Markt gebracht und parallel an unserer Antikörper-Technologie geforscht, um vielversprechende Produkte für die Diagnostik zu entwickeln. Um an diesen Punkt zu kommen, hat uns die DBU-Förderung (https://www.dbu.de/news/ohne-tiernutzung-antikoerper-aus-algen-fuer-schwangerschaftstests/) sehr geholfen." Kundenspezifische Antikörper aus Algen statt aus tierischen Zellen würden derzeit entwickelt und ein neuer Markt adressiert.

DBU-Förderung steigert Legitimität der Startups

Alexander Müller, langjähriges Mitglied der DBU-Startup-Jury und Gründer des ehemaligen Startups Sumteq, schätzt an der DBU-Startup-Förderung neben der finanziellen Unterstützung besonders einen Aspekt: "Die Startups durchlaufen bei der DBU ein intensives Auswahlverfahren. Wenn die Deutsche Bundesstiftung Umwelt ein Unternehmen fördert, ist das für viele Investoren ein wichtiges Zeichen für die Legitimität der Startups. Daraus resultieren oft größere Investitionen in die jungen Firmen." Als Jury-Mitglied reizte Müller nicht nur die aktive Unterstützung der deutschen Startup-Branche, sondern auch die Vielfalt der Ideen: "Häufig hat man bestimmte Themen für Nachhaltigkeitsinnovationen zunächst nicht auf dem Schirm. Bei den Startup-Präsentationen geht einem dann ein Licht auf. Das begeistert mich am meisten", sagt Müller.

Pressekontakt:

Klaus Jongebloed
- Pressesprecher -

Kontakt DBU
An der Bornau 2
49090 Osnabrück
0541|9633-521
0171|3812888
presse@dbu.de
www.dbu.de


Original-Content von: Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU), übermittelt durch news aktuell

Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:

Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  Caritas international: Welttag der Ozeane, 8. Juni: Mehr als Urlaubskulisse - wie Meere Klima und Ernährung sichern
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 04.06.2026 - 09:14 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 2255378
Anzahl Zeichen: 7344

Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: ots
Stadt:

Osnabrück/Aachen



Kategorie:

Umwelttechnologien



Diese Pressemitteilung wurde bisher 206 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Made in Germany: DBU fördert 100. grünes Startup / di.monta: effizientes Recycling per KI"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Zukunft der Wirtschaft ist zirkulär / DBU fordert Forcierung einer umfassenden Kreislaufwirtschaft ...
Die Anstrengungen in Deutschland für eine umfassende Kreislaufwirtschaft müssen forciert werden. Das fordert die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) mit Blick auf den für morgen (Mittwoch) erwarteten Beschluss der Bundesregierung zur Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie (NKWS) (https://www.b

Regionale Kräuter und Gemüse aus ehemaligen Schweineställen / DBU fördert Startup Stallgrün mit 125.000 Euro ...
Jedes Jahr werden bundesweit laut Statistik-Portal Statista mehr als fünf Millionen Tonnen Gemüse importiert, auch weil wegen der jahreszeitlichen Bedingungen nicht alle gefragten Gewächse ganzjährig angebaut werden können. Das Münsteraner Startup Stallgrün (https://stallgruen.de/) hat ein Ko

DBU: Mehr Kunststoff-Recycling sichert Klimaschutz und Wirtschaftsstandort / Wuppertal Institut: Sechs Vorschläge zur Rettung der Branche ...
Die für Klima- und Ressourcenschutz sowie Unabhängigkeit von fossilen Rohstoffimporten immens wichtige Kunststoff-Recycling-Branche benötigt bundesweit dringend neue Impulse für mehr Wettbewerbsfähigkeit. Zu diesem Schluss kommt eine Untersuchung des Wuppertal Instituts (https://wupperinst.org/


Weitere Mitteilungen von Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)


Zu viel Einweg: Umfrage der Deutschen Umwelthilfe deckt massive Müllprobleme von großen deutschen Musikfestivals auf ...
- DUH-Umfrage unter zehn der größten Musikfestivals in Deutschland zeigt massives Müllproblem durch zu viel Einweg für Getränke und Speisen, schlechte Mülltrennung, kostenfrei ausgegebene Merchandise-Artikel und zu hohen Anteil an Chemietoiletten - Parookaville verursacht allein an drei Fe

Caritas international: "Wohin sollen die Menschen im Libanon noch fliehen?" ...
Hilfswerk des Deutschen Caritasverbandes ist sehr besorgt - Eskalation führt zu Vertreibungen - Verschärfung der humanitären Lage - Ministerin kehrt aufgrund der verschärften Sicherheitslage um - Hilfen der Partnerorganisationen gehen weiter - Spenden werden dringend benötigt. Caritas interna

Wer Tempo 30 ablehnt, dem sind Gesundheit und Sicherheit egal ...
Berlin (voices) Robin Kulpa, Bereichsleitung Verkehr und Luftreinhaltung (Deutsche Umwelthilfe) zum Themen-Impuls: Tempo 30: kleines Schild, große Debatte – wie viel Verkehrswende steckt wirklich drin?. Pressekontakt: DUH-Newsroom +4930240086720 presse@duh.de Copyright: Deutsche Umwelthilf

Die Mobilitätswende passt nicht auf ein Verkehrsschild ...
Berlin (voices) Pauline Schur, Teamleiterin Klima & Verkehr (NABU-Bundesverband) zum Themen-Impuls: Tempo 30: kleines Schild, große Debatte – wie viel Verkehrswende steckt wirklich drin?. Pressekontakt: Julian Bethke Pressesprecher +4915259189658 Julian.Bethke@nabu.de Copyright: NABU


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z