Personal in Gesundheitsämtern wächst im Jahr 2025 um 2,1 %

Personal in Gesundheitsämtern wächst im Jahr 2025 um 2,1 %

ID: 2256565

(ots) -
- Personalzuwachs beim unbefristeten Personal schwächer als 2024
- 3,6 % mehr ärztliches und zahnärztliches Personal
- Starke regionale Unterschiede in der Altersverteilung
- Größter Arbeitsanteil entfällt auf Kinder- und Jugendgesundheit

Zum Jahresende 2025 arbeiteten in Deutschland 27 225 Personen in Gesundheitsämtern (einschließlich externe Mitarbeitende). Das waren 570 Personen oder 2,1 % mehr als im Vorjahr. Die Zahl der auf die volle tarifliche Arbeitszeit umgerechneten Beschäftigten (Vollzeitäquivalente) lag Ende 2025 bei 22 110 und stieg gegenüber dem Vorjahr um 365 oder 1,7 %. Damit ist die Zahl der in Gesundheitsämtern beschäftigten Personen und Vollzeitäquivalente im Jahr 2025 stärker gewachsen als im Jahr 2024 (+335 Personen oder +1,3 %, +275 Vollzeitäquivalente oder +1,3 %). Dies sind die Ergebnisse des regionalen Gesundheitspersonalmonitorings des Statistischen Bundesamtes (Destatis).

Personalzuwachs beim unbefristeten Personal schwächer als 2024

Im Jahr 2025 wuchs das unbefristete Personal in Gesundheitsämtern mit einem Anstieg von 385 Personen oder 1,5 % schwächer als im Jahr 2024 (+800 Personen oder +3,3 %). Anders war es beim Personal mit zeitlich befristeten Arbeitsverträgen: Hier erhöhte sich die Zahl im Jahr 2025 um 190 Personen oder 10,8 %, nachdem sie im Jahr 2024 deutlich zurückgegangen war (-465 Personen oder -21,1 %). Ende 2025 hatten in Gesundheitsämtern 25 305 Personen einen unbefristeten und 1 920 Personen einen befristeten Arbeitsvertrag. Unbefristete Tarifbeschäftigte bildeten mit 83 % die größte Personengruppe gefolgt von 10 % verbeamtetem und 7 % befristetem Personal.

3 % mehr hochqualifiziertes Personal

Gut die Hälfte des Personals in Gesundheitsämtern (52 %) waren zum Jahresende 2025 Hochqualifizierte. Hierbei handelt es sich um Personen mit Hochschul-, Meister-, Techniker- oder Fachschulabschluss. Zwischen den Regionen variierte dieser Anteil von 31 % bis 86 %. Im Laufe des Jahres 2025 stieg das Personal in Gesundheitsämtern mit einem hohen Bildungsabschluss um 410 Personen (+3,0 %).



3,6 % mehr ärztliches und zahnärztliches Personal

Insgesamt setzte sich das Personal der Gesundheitsämter Ende 2025 zu 20 % aus Ärztinnen und Ärzten einschließlich Zahnärztinnen und Zahnärzten, zu 55 % aus Fachpersonal und zu 25 % aus Verwaltungspersonal zusammen. Während das ärztliche und zahnärztliche Personal im Vorjahresvergleich insgesamt um 195 Personen oder 3,6 % und das Fachpersonal um 400 Personen oder 2,8 % zunahm, ging das Verwaltungspersonal im gleichen Zeitraum um 20 Personen oder 0,3 % zurück.

Altersverteilung variiert stark zwischen den Regionen

Zum Jahresende 2025 war das Personal in Gesundheitsämtern im Bundesdurchschnitt 47,7 Jahre alt, wobei sich die Altersverteilung stark zwischen den Regionen unterschied: Der Anteil der unter 35-Jährigen variierte regional zwischen 6 % und 25 % und lag im Bundesdurchschnitt bei 14 %. Der Anteil der ab 55-jährigen Beschäftigten lag Ende 2025 im Bundesdurchschnitt bei 34 %. Zwischen den Regionen variierte dieser Anteil zwischen 17 % und 47 %. Dabei wird die Altersverteilung in Gesundheitsämtern wenig vom Regionstyp (städtische Region, Region mit Verstädterungsansatz, ländliche Region) beeinflusst.

Deutliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern beim Beschäftigungsumfang

Zum Stichtag 31. Dezember 2025 arbeiteten mit einem Anteil von 82 % besonders viele Frauen in Gesundheitsämtern. Sie waren mit anteilig 60 % auch deutlich häufiger teilzeitbeschäftigt als Männer (23 %). Insgesamt arbeiteten 46 % des Personals in Gesundheitsämtern in Vollzeit und 54 % in Teilzeit. Der Anteil der geringfügig Beschäftigten lag unter 1 %. Beim Beschäftigungsumfang kamen im Bundesdurchschnitt 1,2 Personen auf eine Vollzeitstelle. Zwischen den Regionen variierte dieser Wert von 1,1 bis 1,5.

Schwerpunkt der Tätigkeitsbereiche bei Kinder- und Jugendgesundheit

Die Einsatzbereiche des Personals in Gesundheitsämtern sind breit gefächert. Tätigkeitsbereiche mit dem größten Arbeitsanteil waren Ende 2025 Kinder- und Jugendgesundheit mit 18 %, Verwaltung mit 14 % sowie Sozialpsychiatrie und psychische Gesundheit mit 12 %. Bei Ärztinnen und Ärzten einschließlich Zahnärztinnen und Zahnärzten lag der größte Arbeitsanteil im Tätigkeitsbereich Kinder- und Jugendgesundheit (30 %), gefolgt vom Bereich Begutachtung von Erwachsenen (18 %).

Methodische Hinweise:

Bei den Angaben handelt es sich um tief regionalisierte Ergebnisse zum Personal in Gesundheitsämtern im Rahmen des regionalen Gesundheitspersonalmonitorings. Die jährliche Erhebung wurde erstmalig zum Stichtag 31. Dezember 2023 vom Statistischen Bundesamt durchgeführt und stellt Strukturinformationen auf Ebene von 96 Raumordnungsregionen zur Verfügung. Raumordnungsregionen stellen das Beobachtungs- und Analyseraster der Bundesraumordnung dar. Räumliche Basiseinheiten dieser Regionen sind kreisfreie Städte und Landkreise, um den Bezug auf die Regionalstatistik zu sichern.

Die Daten zum Personal in Gesundheitsämtern zum Stichtag 31. Dezember 2025 basieren auf einer auskunftspflichtigen Vollerhebung bei den 377 örtlichen Gesundheitsämtern. Im Rahmen des regionalen Gesundheitspersonalmonitorings wurden neben den Gesundheitsämtern auch 60 Landesbehörden mit Aufgaben im Öffentlichen Gesundheitsdienst befragt. Die Ergebnisse werden auf der Ebene der Länder und der Raumordnungsregionen veröffentlicht.

Weitere Informationen:

Detaillierte Daten und Indikatoren mit Regionalkarten zum Personal im Öffentlichen Gesundheitsdienst im Rahmen des regionalen Gesundheitspersonalmonitorings sind ab Berichtsjahr 2023 im Informationssystem der Gesundheitsberichterstattung des Bundes (www.gbe-bund.de) abrufbar.

Diese Pressemitteilung ist, gegebenenfalls ergänzt mit weiteren Informationen und Verlinkungen zum Thema, veröffentlicht unter www.destatis.de/pressemitteilungen.

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