Wie man 1,5 Millionen für den Tierschutz einsetzen kann
Der spektakuläre Rettungsversuch des gestrandeten Buckelwals Timmy hat letztendlich zu Kosten von rund 1,5 Millionen Euro geführt. Eineinhalbmillionen für ein Tier, obwohl Experten davon ausgingen, dass eine Rettung nicht möglich sei. Da liegt der Gedanke nahe, was man mit dieser Summe für den Tierschutz bewirken könnte
Gerettete Straßenkatze(firmenpresse) - Welche Tier-Hilfe für den Betrag möglich ist
Mit dem Betrag könnten beispielsweise
•1.200 Tierheime mit je 1.250 Euro unterstützt werden oder
•100 Tierheime in Geldnöten könnten jeweils 15.000 Euro erhalten oder
•über einer Million Straßenkatzen könnte großes Leid erspart werden.
Sicher haben es Herr Gunz und Sie Frau Walter-Mommert gut gemeint, das wollen wir nicht kritisieren. Wir denken nur darüber nach, wie viele Katen mit dem Betrag gerettet werden können.
Hilfe für streunende Katzen
Das Problem auf das Tierschützer seit Jahrzehnten hinweise, ist die Vermehrung der Tiere. Pro Jahr produziert eine unkastrierte Katze zwischen 3 und 6 Jungtieren, die bereits im ersten Jahr neue Kitten zu Welt bringen. Nach Angaben von Tierschutzorganisationen und Hochrechnungen kann eine einzelne unkastrierte Streunerkatze in 5 Jahren etwa 12.680 Nachkommen unter idealen Bedingungen hervorbringen. Trotz der widrigen Umstände, unter denen die Tiere leben, ist davon auszugehen, dass jeder nicht kastrierte Streuner in 5 Jahren bereits 3.000 Nachkommen hat.
Eine Kastration kostet zwischen 150 und 400 Euro. Bei einem durchschnittlichen Preis von 300 Euro könnte man für 1,5 Millionen immerhin 5.000 Katzen kastrieren. Das verhindert auf einen Zeitraum von 5 Jahren 15.000.000 Millionen Streuner.
Jede kastrierte Katze hat einen Kaskadeneffekt – sie bringt keine neuen Streuner mehr auf die Welt.
Das größte Problem: Keine flächendeckende Kastrationspflicht
Es gibt in Deutschland keine gesetzlichen Verpflichtungen zur Kastration von Freigängerkatzen. Auch fehlt es an verbindlichen Regelungen, wer sich um die streunenden Katzen kümmern muss. Die Tiere leiden entsetzlich. Die katastrophale Situation, bemerkt kaum jemand, während ein einziger Buckelwal über Wochen im Fokus der Medien und damit der Öffentlichkeit stand.
Fakt ist:
53% der Tierschutzvereine berichten von steigenden Populationen der Straßenkatzen
75% der Kitten erreichen nicht den 6. Lebensmonat
74% der Vereine geben an, die Situation nicht mehr im Griff zu haben
Im Jahr 2025 haben 10 Tierschutzvereine einen Brandbrief verfasst, um noch mal eindringlich auf die Situation hinzuweisen. Er ist unter anderem auf unserer Homepage veröffentlicht.
Warum Gemeinden eigentlich in der Pflicht sind
Streunerkatzen-Populationen sind nicht nur ein Tierschutzproblem, sondern auch ein Hygieneproblem und eine Gefahr für die Bevölkerung:
•Die Tiere tragen zur Verbreitung von Katzenschnupfen, Parvovirose und Leukose bei.
•78% haben einen starken Parasitenbefall insbesondere Würme, Zecken und Flöhe, die auch Menschen befallen.
•Tote Tiere sind grundsätzlich ein gesundheitliches Risiko für Menschen
Verantwortung liegt bei Gemeinden und Kommunen, denn sie tragen die Pflicht für öffentliche Hygiene. Doch sie überlassen Tierschutzvereinen die Arbeit, die überfordert sind.
Anmerkung: Gemeinden sind dazu verpflichtet sich um Fundtiere zu kümmern. Aus diesem Grund bezahlen sie in der Regel eine pauschale an örtliche Tierheime. Dieser Betrag deckt die tatsächlich verursachten Kosten oft nur zu einem Bruchteil.
Forderungen von zahlreichen Tierschutzorganisationen
Eine bundesweite Katzenschutzverordnung ist überfällig. Sie muss folgende Punkte enthalten:
1. Kastrationspflicht für alle Freigängerkatzen
2. Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht
3. Bereitstellung von öffentlichen Mitteln für Kastrations- und Versorgungsaktionen
4. Klare Zuständigkeit der Gemeinden für Streuner-Populationen als Hygieneaufgabe
Wir der Verein Straßenkatzen-in-Not e.V. haben zusammen mit „Politik für die Katz“ (https://politik-fuer-die-katz.de) die Aktion „Schreiben für die Katz“ ins Leben gerufen. Wir sind davon überzeugt, dass sich etwas ändern wird, wenn genug Bürger einen Brief an Ihren Abordnenden senden. Ein Brief auf Papier hat eine bedeutend stärkere Wirkung als eine Mail oder eine Liste.
Zu guter Letzt, wir hoffen, dass Millionen Katzen dieselbe mediale Aufmerksamkeit wie ein Wal bekommen und tierliebe Milliardäre wie Walter Gunz und Karin Walter-Mommert diese Aktionen beziehungsweise Kastrationen auch finanziell unterstützen.
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Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Straßenkatzen in Not e.V. ist ein gemeinnütziger Verein. Wir
• informieren Menschen über die Situation der Straßenkatzen in Deutschland
• geben Tipps zur besten Reaktion, wenn man streunende Katzen bemerkt
• organisieren Briefaktionen, um Politiker zum Handeln zu bewegen.
Wir wollen den Teufelskreis aus,
• nicht auf die Rufe der Tierschützer nach einer Katzenschutzverordnung zu hören,
• das Leid der Tiere zu übersehen und
• auf keinen Fall über geeignete Aktionen zu sprechen
endlich durchbrechen.
Ansprechpartner:
Roswith Gladel
chippy11(at)web.de
Ansprechpartner:
Roswith Gladel
chippy11(at)web.de
Datum: 16.06.2026 - 19:11 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 2257363
Anzahl Zeichen: 4890
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Roswitha Gladel
Stadt:
Sigmaringen
Kategorie:
Bundesregierung
Meldungsart: Personalie
Versandart: Veröffentlichung
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