Tacheles 2026: MDR blickt nach Görlitz und begleitet das Themenjahr

Tacheles 2026: MDR blickt nach Görlitz und begleitet das Themenjahr

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(ots) - Im „Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen“ richtet der MDR mit einer neuen Dokumentation den Blick nach Görlitz: Im Mitzwah-Projekt erforschen junge Menschen die Lebensgeschichten ehemaliger jüdischer Einwohner. „Wir sind hier! Auf den Spuren der jüdischen Einwohner von Görlitz“ wird am 23. Juni 2026 um 18 Uhr im Kulturforum Görlitzer Synagoge präsentiert und ist dann in der ARD Mediathek verfügbar.

Anlässlich der Jüdischen Gedenkwoche der Erinnerung (22. bis 28. Juni) kommen in Görlitz mehr als 130 Nachkommen ehemaliger jüdischer Einwohner aus aller Welt zusammen. Initiiert wurde dieses Netzwerk von der US-Amerikanerin Lauren Leiderman, die seit 2019 in Görlitz lebt und sich für die Aufarbeitung der jüdischen Stadtgeschichte engagiert. Ausgangspunkt ihrer Recherchen war das Poesiealbum der neunjährigen Eva Goldberg mit einem Eintrag von Anne Frank – ein Fund, der weltweite Nachforschungen auslöste. Der MDR hat dieses Engagement bereits 2023 in der Dokumentation „Lauren Leiderman and the Görlitz Family“ vorgestellt.

In dieser Woche kommt die sogenannte „Görlitz Family“ wieder vor Ort zusammen und trifft sich zu Veranstaltungen in der Stadt und im Kulturforum Görlitzer Synagoge. Aus diesem Anlass zeigt der MDR eine neue Dokumentation über Leidermans Mitzwah-Projekt. Deutsche und polnische Jugendlicheerforschen die Lebensgeschichten ehemaliger jüdischer Einwohner, besuchen historische Orte wie das ehemalige Internierungslager in Tormersdorf und begegnen Nachkommen jüdischer Familien. Die Dokumentation zeigt, wie dank der Initiative von Lauren Leiderman in Görlitz eine lebendige Erinnerungskultur wächst, die Vergangenheit und Gegenwart verbindet und jüdisches Leben wieder stärker im Bewusstsein der Stadtgesellschaft verankert.

Premiere und Ausstrahlungen

Die Premiere von „Wir sind hier! Auf den Spuren der jüdischen Einwohner von Görlitz“ findet am 23. Juni 2026 um 18 Uhr im Kulturforum Görlitzer Synagoge in Anwesenheit von Regisseurin Britta Walter und MDR-Redakteurin Anette Reiß statt. Im MDR-Fernsehen ist die Dokumentation am 16. Juli um 22.10 Uhr zu sehen. Bereits am 9. Juli (22.10 Uhr) wird „Lauren Leiderman and the Görlitz Family“ erneut ausgestrahlt. Ein Porträt Leidermans zeigt der MDR am 18. Juli um 18.45 Uhr in der Reihe „Glaubwürdig“.



Berichterstattung bei MDR Kultur und MDR Sachsen

MDR Sachsen und MDR Kultur begleiten „Tacheles“, das Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen, und die Jüdische Woche in Görlitz in ihrer aktuellen Berichterstattung. Am Montag (22. Juni) stellt Lauren Leiderman zum Auftakt der Görlitzer Gedenkwoche bei MDR KULTUR das von ihr initiierte Netzwerk der „Görlitz Family“ vor. Zu diesem Netzwerk gehört auch Devora Saikin, die zur „Jewish Remembrance Week“ aus den USA nach Görlitz reist. Ihr Urgroßvater Selmar Mansbacher war Mitglied der Jüdischen Gemeinde Görlitz. Während ihres Aufenthalts wird sie am 25. Juni einen Stolperstein für ihren Großvater Fritz Mansbacher am Augustum-Annen-Gymnasium verlegen, wo er einst zur Schule ging. MDR KULTUR begleitet sie dabei und berichtet am 26. Juni über diesen bewegenden Moment. Auch der „MDR Sachsenspiegel“ widmet sich am 25. Juni der Jüdischen Gedenkwoche der Erinnerung in Görlitz.

Darüber hinaus sendet MDR KULTUR am 5. Juli einen Beitrag über jüdische Flüchtlinge, die den Holocaust im indischen Exil überlebten. Zu den rund 5.000 Menschen, die dort Zuflucht fanden, zählten auch der Leiter der Jüdischen Gemeinde Dresden, Max Lesser, und seine Frau Ellie. Am 12. Juli richtet sich der Blick auf die jüdische Fußballgeschichte in Zwickau, wo es mit „Makkabi“ und „Hatikwah“ einst zwei jüdische Mannschaften gab.

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