Erhöhung der Tabaksteuer ist ein wichtiger Schritt - aber er darf nicht der einzige bleiben / Deutsche Krebshilfe und ABNR fordern umfassende Tabakkontrollstrategie
ID: 2259933

(ots) - Die Deutsche Krebshilfe und das Aktionsbündnis Nichtrauchen (ABNR) begrüßen die vom Bundesfinanzministerium geplante Erhöhung der Tabaksteuer. Es wäre jedoch eine deutlich höhere Anhebung der Steuer auf Liquids geboten, um insbesondere Jugendliche vor dem Konsum von E-Zigaretten zu schützen. Darüber hinaus können Steuererhöhungen ihre volle Wirkung nur im Rahmen einer umfassenden und langfristig angelegten Tabakkontrollstrategie entfalten. Die Deutsche Krebshilfe und das ABNR appellieren daher an die Bundesregierung, die in der "Strategie für ein tabakfreies Deutschland 2040" formulierten Maßnahmen konsequent umzusetzen.
"Tabaksteuern sollten in erster Linie die Gesundheit der Menschen in unserem Land schützen - und nicht Haushaltslöcher stopfen", so Gerd Nettekoven, Vorstand Deutsche Krebshilfe. "Entscheidend ist eine langfristige, evidenzbasierte Strategie mit dem Ziel, tabak- und nikotinbedingte Erkrankungen wirksam zu verhindern und die Krebsprävention nachhaltig zu stärken." Gleiches gelte im Übrigen auch für die aktuellen Debatten zur Alkohol- und Zuckersteuer.
"Die Erhöhung der Tabaksteuer ist ein wichtiger Baustein - aber aus einem Baustein entsteht noch kein Haus", sagt auch Prof. Dr. Sabina Ulbricht, Vorstandsvorsitzende des ABNR. Die Strategie für ein tabakfreies Deutschland 2040 zeige auf, wie ein sinnvoll aufeinander abgestimmtes Maßnahmenpaket aussehen sollte, um den Einstieg in den Tabakkonsum zu verhindern und den Ausstieg zu erleichtern. "Politische Maßnahmen dürfen nicht so gestrickt sein, dass sie den Umstieg von der Tabak- zur E-Zigarette befördern. Aus diesem Grund sollten die Steuersätze für alle Produkte vergleichbar sein."
Strategie für ein tabakfreies Deutschland 2040
Die im Strategiepapier formulierten Maßnahmen sollen dazu beitragen, dass bis 2040 weniger als fünf Prozent der Erwachsenen und zwei Prozent der Jugendlichen Tabakprodukte oder E-Zigaretten konsumieren. Neben regelmäßigen und spürbaren Steuererhöhungen sind unter anderem standardisierte Verpackungen, ein konsequenter Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Tabak- und Nikotinwerbung - insbesondere in den sozialen Medien - sowie das Verbot von Aromen bei E-Zigaretten notwendig. Europäische Nachbarländer wie die Niederlande, Frankreich und Belgien konnten die Raucherquoten durch die Umsetzung mehrerer Maßnahmen erfolgreich senken.
Krebsrisikofaktor Rauchen
Rauchen ist der größte vermeidbare Risikofaktor für Krebs: Rund 20 Prozent aller Krebsfälle werden durch den Konsum von Tabakprodukten verursacht. Jedes Jahr sterben in Deutschland 131.000 Menschen an den Folgen des Rauchens.In Deutschland raucht mehr als jede vierte erwachsene Person. Besonders dramatisch ist die hohe Raucherquote bei jungen Erwachsenen: Im Alter von 18 bis 29 Jahren rauchen derzeit über 40 Prozent der Männer und rund 30 Prozent der Frauen.
Pressekontakt:
Deutsche Krebshilfe
Pressestelle
Buschstr. 32
53113 Bonn
Telefon: 02 28/7 29 90-96
E-Mail: presse@krebshilfe.de
Internet: www.krebshilfe.de
Original-Content von: Deutsche Krebshilfe, übermittelt durch news aktuell
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 02.07.2026 - 11:21 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 2259933
Anzahl Zeichen: 3378
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: ots
Stadt:
Bonn
Kategorie:
Gesundheitswesen - Medizin
Diese Pressemitteilung wurde bisher 147 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Erhöhung der Tabaksteuer ist ein wichtiger Schritt - aber er darf nicht der einzige bleiben / Deutsche Krebshilfe und ABNR fordern umfassende Tabakkontrollstrategie"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Deutsche Krebshilfe (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Bewegung gilt als einer der wirksamsten Faktoren zur Vorbeugung zahlreicher Krebsarten. Vor diesem Hintergrund intensivieren der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) und die Deutsche Krebshilfe ihre Zusammenarbeit im Rahmen der gemeinsamen Initiative "Bewegung gegen Krebs". Zentrale Neueru
Rauchfrei-Siegel 2026 für "Woodwalkers" 1 & 2 / Deutsche Krebshilfe und Aktionsbündnis Nichtrauchen zeichnen rauchfreie Fantasy-Filme aus ...
Rauchen ist mit Abstand der größte vermeidbare Krebsrisikofaktor. Dennoch sind Darstellungen von Tabakkonsum in Film und Fernsehen in Deutschland allgegenwärtig. Die beiden ersten Teile der Fantasy-Reihe "Woodwalkers" beweisen, dass gute Unterhaltung keine Tabak- oder Nikotinprodukte be
Weltnichtrauchertag 2026: Freie Wahl? Von wegen! / Die Kontrolle zurückholen und die eigene Gesundheit schützen ...
Ansprechende Verpackungen, Werbung in den Sozialen Medien und künstliche Aromen: So vermarktet die Tabak- und Nikotinindustrie gesundheitsschädliche Produkte und spricht damit vor allem junge Menschen an. Wer in die Falle tappt, wird schnell abhängig vom Suchtstoff Nikotin: Freie Wahl? Von wegen!
Weitere Mitteilungen von Deutsche Krebshilfe
Hauptstadtkongress 2026: Hormonelle Gesundheit ist wichtiger Longevity-Faktor ...
Wie können Menschen in Deutschland nicht nur länger, sondern vor allem länger gesünder leben? Dieser Frage widmete sich am 24.06.2026 die Veranstaltung "Longevity - Voraussetzungen für ein gesundes Altern" auf dem Hauptstadtkongress in Berlin. Im Mittelpunkt der Diskussion standen PrÃ
ARAG Kranken stärkt Frauengesundheit mit Evela Health / Beratungsangebot schließt Versorgungslücke für Frauen in den Wechseljahren ...
Die ARAG Krankenversicherung rückt Frauengesundheit stärker in den Mittelpunkt und kooperiert ab sofort mit Evela Health. Die digitale Plattform begleitet Frauen medizinisch fundiert und individuell durch die Wechseljahre. Vollversicherte ARAG Kundinnen ab 40 Jahren können das Premium-Angebot als
Zecken: Klein, aber gemein / Wie kann man sich schützen? / Dauerschädigung durch Zeckenbiss: Unfallversicherung hilft ...
Eine Zecke ist klein, lautlos und gefährlich. Mit FSME - einer gefährlichen Form der Hirnhautentzündung - und Borreliose überträgt sie Krankheiten, die im schlimmsten Fall lebensbedrohlich werden können. Milde Winter und steigende Temperaturen lassen die Plagegeister zudem immer früher aktiv
Dr. Ute Wiedemann als Vorstandsmitglied der DAK-Gesundheit wiedergewählt ...
DAK-Verwaltungsrat votiert einstimmig für weitere Amtszeit von sechs Jahren Dr. Ute Wiedemann bleibt für weitere sechs Jahre im Vorstand der DAK-Gesundheit. Der Verwaltungsrat der Krankenkasse hat sie einstimmig als Vorstandsmitglied wiedergewählt. Die neue Amtszeit beginnt am 1. März 2028. Dr.




