Venezuela: Zwei Wochen nach den Beben / Tausende brauchen weiter Hilfe / Welthungerhilfe unterstützt mit 200.000 Euro Nothilfe für Betroffene
ID: 2260978

(ots) - Zwei Wochen nach den schwersten Erdbeben in Venezuela seit mehr als einem Jahrhundert wird das Ausmaß der Katastrophe immer deutlicher. Laut Angaben der Vereinten Nationen kamen bislang 3.685 Menschen ums Leben, rund 18.000 Menschen haben ihr Zuhause verloren. Zudem gelten noch 30.000 nach Angaben der Behörden als vermisst. Während Rettungskräfte vereinzelt noch Menschen lebend aus den Trümmern bergen, richtet sich der Fokus zunehmend auf die Versorgung der Überlebenden. Tausende leben derzeit in provisorischen Notunterkünften oder kleinen Zelten am Straßenrand. Viele Familien wissen nicht, ob vermisste Angehörige noch leben und benötigen sichere Unterkünfte, Lebensmittel, Hygieneartikel, aber auch psychosoziale Unterstützung. Die Welthungerhilfe hat 200.000 Euro für Nothilfe bereitgestellt und unterstützt gemeinsam mit ihren langjährigen europäischen Alliance2015-Partnerorganisationen ACTED, Ayuda en Acción und CESVI die Versorgung der notleidenden Bevölkerung. Trotz der schwierigen Bedingungen konnten bereits unmittelbar nach den Erdbeben erste Hilfsgüter verteilt werden.
"Die Lage ist schrecklich, viele Menschen sind verzweifelt. Familien mit Kleinkindern sind Wind und Wetter schutzlos ausgesetzt. Sie brauchen dringend sichere Unterkünfte, Lebensmittel, Babyausstattung und Kochmöglichkeiten. Es fehlt an allem. Viele der Überlebenden haben alles verloren und werden noch monatelang auf Unterstützung angewiesen sein", beschreibt Raúl Ortega, Leiter des ACTED-Nothilfeeinsatzes, die schwierige humanitäre Situation.
Die Alliance2015-Partnerorganisationen verteilen unter anderem Lebensmittelpakete, Hygiene-Sets und Materialien für Notunterkünfte in den besonders schwer betroffenen Gemeinden in La Guaira, El Junquito, Caracas und Guarenas.
Katja Dombrowski, Expertin für Nothilfe-Kommunikation der Welthungerhilfe, begleitet derzeit die Nothilfeteams in die am stärksten betroffene Orte an der Karibikküste: "Hier ist wirklich alles zerstört. Ganze Straßenzüge liegen in Trümmern. Bei vielen Häusern fehlt die komplette Front - man blickt direkt in die Wohnungen der Menschen. Viele Familien leben jetzt dicht gedrängt in viel zu kleinen Zelten auf der Straße oder öffentlichen Plätzen. Sie werden auf längere Zeit nicht in ihre Häuser zurückkehren können - wenn überhaupt. Gleichzeitig erleben wir eine beeindruckende Solidarität: Nachbarn teilen Essen, Freiwillige unterstützen Familien, die plötzlich auf der Straße leben. Doch das allein reicht nicht aus. Der Bedarf ist enorm und tausende Familien werden noch über Monate Unterstützung benötigen."
Interviewangebot
Katja Dombrowski, Expertin für Nothilfe-Kommunikation der Welthungerhilfe, steht derzeit im Katastrophengebiet für Interviews zur Verfügung. Sie berichtet aus erster Hand über die Lage der Überlebenden und die laufenden Hilfsmaßnahmen. Auf Wunsch vermittelt sie auch Interviews mit Efrain Guzman, Landesdirektor von ACTED in Venezuela, sowie weiteren englisch- und spanischsprachigen Einsatzleitungen der Alliance2015-Partner ACTED, Ayuda en Acción und CESVI.
Die Welthungerhilfe bittet dringend um Spenden unter dem Stichwort: Erdbeben Venezuela
Weitere Informationen auch unter www.welthungerhilfe.de/presse
Die Welthungerhilfe ist eine der größten privaten Hilfsorganisationen in Deutschland; politisch und konfessionell unabhängig. Sie setzt sich mutig und entschlossen für eine Welt ohne Hunger ein. Seit ihrer Gründung am 14.12.1962 wurden 12.777 Auslandsprojekte in rund 72 Ländern und Gebieten mit 5,42 Milliarden Euro gefördert. Die Welthungerhilfe arbeitet nach dem Grundprinzip der Hilfe zur Selbsthilfe: von der schnellen Katastrophenhilfe über den Wiederaufbau bis zu langfristigen Projekten der Entwicklungszusammenarbeit mit nationalen und internationalen Partnerorganisationen.
Pressekontakt:
Herausgeber:
Deutsche Welthungerhilfe e.V.
Ansprechpartnerinnen:
Simone Pott
Pressesprecherin
Telefon 0228-2288-132
Mobil 0172-2525962
simone.pott@welthungerhilfe.de
Assistenz: Isabell Kaluza
Telefon 030-288749-34
presse@welthungerhilfe.de
www.welthungerhilfe.de
Original-Content von: Deutsche Welthungerhilfe e.V., übermittelt durch news aktuell
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 08.07.2026 - 10:49 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 2260978
Anzahl Zeichen: 4548
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: ots
Stadt:
Bonn/Berlin/Caracas
Kategorie:
Soziales
Diese Pressemitteilung wurde bisher 174 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Venezuela: Zwei Wochen nach den Beben / Tausende brauchen weiter Hilfe / Welthungerhilfe unterstützt mit 200.000 Euro Nothilfe für Betroffene"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Deutsche Welthungerhilfe e.V. (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Die Welt steht vor einer doppelten Herausforderung: Während Kriege, wie etwa im Sudan oder Nahen Osten, Klimakrise und wirtschaftliche Unsicherheiten den Hunger weiter verschärfen, gehen die Mittel für humanitäre Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit weltweit zurück. 2025 waren Millionen Mensche
"Kompass 2026" von Terre des Hommes und Welthungerhilfe: Bundesregierung reformiert Entwicklungspolitik - bei Neuausrichtung und Finanzierung bleibt weiterer Handlungsbedarf ...
Ein Jahr nach dem Start der neuen Bundesregierung ziehen Terre des Hommes und Welthungerhilfe im aktuellen Kompass 2026 Bilanz: Die Reform der Entwicklungspolitik enthält viele relevante Punkte, bleibt aber hinter dem zurück, was angesichts der globalen Krisen nötig wäre. Terre des Hommes und We
PK 24.06. - Kurs finden zwischen globaler Verantwortung und nationalen Interessen / "Kompass 2026 - zur Wirklichkeit der deutschen Entwicklungspolitik und humanitären Hilfe" ...
Globale Krisen verschärfen sich und Entwicklungspolitik und humanitäre Hilfe durchlaufen eine Phase tiefgreifender Veränderungen. Immer mehr junge Menschen protestieren weltweit gegen autoritäre Regime und wirtschaftliche Hoffnungslosigkeit. Zugleich bedeuten anhaltende Kriege und Konflikte, unt
Weitere Mitteilungen von Deutsche Welthungerhilfe e.V.
Aus der Platte ins Paradies: Berlinerin (46) gewinnt 2,5-Mio-Strandvilla - und will trotzdem Altenpflegerin werden ...
Noch vor wenigen Tagen wohnte Antje aus Berlin in einem Zwei-Zimmer-Plattenbau in Berlin-Spandau - und ihr Omaze-Los-Abo war da bereits gekündigt. Jetzt ist sie Millionärin! Die 46-Jährige hat bei der Omaze-Haus-Lotterie eine Reetdachvilla auf der Nordseeinsel Föhr im Gesamtwert von rund 2,5 Mil
Fünf Jahre nach der Flut: Rückkehr in die Normalität ist noch nicht abgeschlossen / Bündnisorganisationen von "Aktion Deutschland Hilft" betreuen in NRW und RLP noch 39 Projekte für Flu ...
Fünf Jahre nach der verheerenden Hochwasserkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen unterstützt das Bündnis "Aktion Deutschland Hilft" noch einige Maßnahmen in betroffenen Regionen. Was mit der akuten Nothilfe unmittelbar nach der Flut begann, hat sich zu einem langfristi
Tausende Kinder in Venezuela haben alles verloren - SOS-Kinderdörfer leisten Nothilfe ...
Durch das verheerende Erdbeben in Venezuela haben Tausende von Kindern alles verloren. Ihr Zuhause ist zerstört worden, viele sind von ihren Familien getrennt worden und ohne Schutz. Die SOS-Kinderdörfer helfen vor Ort und bereiten umfangreiche Nothilfe-Maßnahmen vor. Die Hilfsorganisation ist se
80 Jahre CARE-Paket - Auch heute noch voll mit Hoffnung ...
"Ich habe dir ein CARE-Paket gepackt." Das sagt man ja heute immer noch, wenn man jemandem etwas Nützliches oder Nahrhaftes mitbringt. Entstanden ist das Care-Paket aber vor 80 Jahren mit einer beispiellosen Hilfsaktion. Nach dem zweiten Weltkrieg beschlossen 22 Wohlfahrtsverbände in den




