Gespräche über neue Lernortkooperation im Landkreis Lörrach
Vollversammlung der Handwerkskammer Freiburg
Die wirtschaftliche Lage im südbadischen Handwerk bleibt schwierig. Seit drei Quartalen verharrt die Konjunktur auf niedrigem Niveau, die übliche Frühjahrsbelebung blieb aus. Steigende Energie- und Materialkosten, eine schwache Bautätigkeit, hohe Arbeitskosten und bürokratische Belastungen setzen den Betrieben weiterhin zu. „Unsere Betriebe stehen unter erheblichem Druck“, so Handwerkskammerpräsident Christof Burger in seinem Bericht.
„Dauerhaft können unsere Betriebe diese Belastungen nicht schultern.“ In Richtung Bundespolitik forderte er, weiter Reformen anzugehen. „Die aktuellen Reformpakete dürfen nicht der Schlusspunkt sein. Wer den Mittelstand stärken will, muss insbesondere die Personenunternehmen im Handwerk stärker entlasten und die Wettbewerbsfähigkeit unserer Betriebe nachhaltig sichern.“
Berufliche Bildung bleibt Schlüssel zur Zukunft
Ein besonderes Augenmerk lag auf dem Thema Berufliche Bildung. „Unsere Gesellschaft braucht gut ausgebildete Handwerkerinnen und Handwerker. Deshalb investieren wir konsequent in Aus- und Weiterbildung“, so Burger. Vor diesem Hintergrund bekräftigte die Vollversammlung den eingeschlagenen Kurs zur Neuausrichtung der Bildungsinfrastruktur.
Ziel sei es, die eigenen Bildungszentren langfristig leistungsfähig, modern und förderfähig aufzustellen. Die Kammer beteiligt sich daher auch an einer landesweiten Strukturanalyse der überbetrieblichen Bildungsstätten im Handwerk. „Wir tragen Verantwortung für rund 16.000 Mitgliedsbetriebe. Deshalb müssen wir heute Entscheidungen treffen, die auch morgen noch tragfähig sind.“ Konzentration und Kooperation würden landes- und bundesweit immer stärker den Bereich „Berufliche Bildung“ im Handwerk dominieren.
Ganz klar bekannte sich die Vollversammlung deshalb auch zu den Überlegungen, den mittlerweile nicht mehr förderfähigen Standort Schopfheim durch andere und effizientere Lösungen und Kooperationen zu ersetzen. Die Vollversammlung begrüßte im Zuge dessen ausdrücklich die Gespräche mit dem Landratsamt Lörrach zur Unterbringung der überbetrieblichen Ausbildung in freie Räume der drei Berufsschulen des Landkreises als ganz neue Form von Lernortkooperation.
Jahresabschluss bestätigt solide Entwicklung
Der Jahresabschluss der Handwerkskammer Freiburg für das Jahr 2025 fällt deutlich besser aus als ursprünglich geplant und bestätigt die wirtschaftlich solide Entwicklung. Gleichzeitig machte das Gremium deutlich, dass auch künftig ein verantwortungsvoller und nachhaltiger Umgang mit den finanziellen Ressourcen notwendig bleibt. Ebenfalls beschlossen wurde der Wirtschaftsplan sowie weitere Regularien im Bereich der Berufsbildung.
Glückwünsche für Gäste und Verabschiedung von Mitgliedern
Das Handwerksparlament ehrte zudem zwei eng mit dem regionalen Handwerk und der Kammer verbundene Persönlichkeiten: Dem Ehrenpräsidenten der Handwerkskammer Freiburg, Martin Lamm, gratulierte Präsident Christof Burger zum 85. Geburtstag. Dem ehemaligen stellvertretenden Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Freiburg, Rainer Botsch, durfte Glückwünsche zum 70. Geburtstag entgegennehmen.
Außerdem schieden zwei langjährige Mitglieder aus der Vollversammlung aus und wurden gebührend verabschiedet. Elektrotechnikermeister Reiner Ullmann aus Freiburg verlässt das Gremium, dem er seit 2014 als Arbeitgebervertreter angehörte, aufgrund der Übergabe seines Betriebs.
Maschinenschlosser Roland Dickele aus Wyhl geht in den Ruhestand und somit endet dessen Mitgliedschaft in der Vollversammlung. Er gehörte dem Gremium seit 2019 als Arbeitnehmervertreter an. Kammerpräsident Christof Burger bedankte sich bei beiden für das hervorragende ehrenamtliche Engagement fürs regionale Handwerk.
Ehrenamt bleibt tragende Säule der handwerklichen Selbstverwaltung
Da Dickele auch aus dem Rechnungsprüfungsausschuss der Handwerkskammer ausscheidet, wurde eine Nachwahl für dieses Gremium erforderlich. Als Nachfolger wurde der Maurer David Vetter aus Lörrach gewählt. Als stellvertretende Arbeitnehmervertretung im Ausschuss wurde Maurer Jürgen Schmidtke aus Bad Krozingen gewählt.
Auch im Berufsbildungsausschuss der Handwerkskammer Freiburg war eine Nachwahl nötig. Das Mitglied der Arbeitnehmerseite, Hochbaufacharbeiter Arnd Holderied aus Lörrach, scheidet auf eigenen Wunsch aus dem Gremium aus. Zu seiner Nachfolgerin wurde Schreinerin Karin Altenburger aus Emmendingen gewählt. Burger dankte den bisherigen Mitgliedern für ihren Einsatz und wünschte den neuen Mitgliedern viel Erfolg im Ehrenamt.
Insgesamt würdigte Burger das große Engagement der zahlreichen Ehrenamtsträgerinnen und Ehrenamtsträger, die sich in Prüfungsausschüssen, Innungen und Gremien für das Handwerk einsetzen. „Die Selbstverwaltung lebt vom Ehrenamt. Ohne engagierte Handwerkerinnen und Handwerker wäre unser Erfolgsmodell nicht denkbar. Deshalb müssen wir den Nutzen dieses Engagements noch sichtbarer machen und neue Menschen dafür begeistern.“
Die Handwerkskammer Freiburg ist Dienstleister und Ansprechpartner für fast 16.000 Handwerksbetriebe mit mehr als 100.000 Beschäftigten und rund 6.500 Auszubildenden in den Landkreisen Ortenau, Emmendingen, BreisgauHochschwarzwald, Lörrach sowie dem Stadtkreis Freiburg. Die Mitgliedsbetriebe in Südbaden generierten im Jahr 2023 einen Umsatz von mehr als 10 Milliarden Euro.
Neben den staatlichen Pflichtaufgaben in Ausbildung, Prüfungswesen und Handwerksrolle übernimmt die Handwerkskammer Freiburg zahlreiche weitere Aufgaben. Sie unterhält moderne Beratungs- und Bildungszentren, in denen sie ihren Mitgliedern ein breites Spektrum an Service bietet: berufliche Bildungsangebote, Nachwuchswerbung, Rechtsberatung sowie Beratung in den Bereichen „Betriebswirtschaft“, „Betriebsübergabe und - übernahme“, „Innovation“, „Umwelt“, „Außenwirtschaft“, „Fachkräftesicherung“, „Organisationsentwicklung“ und „Digitalisierung“. Daneben unterstützt sie Existenzgründer und fördert das Handwerk vor Ort.
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Die Handwerkskammer Freiburg ist Dienstleister und Ansprechpartner für fast 16.000 Handwerksbetriebe mit mehr als 100.000 Beschäftigten und rund 6.500 Auszubildenden in den Landkreisen Ortenau, Emmendingen, BreisgauHochschwarzwald, Lörrach sowie dem Stadtkreis Freiburg. Die Mitgliedsbetriebe in Südbaden generierten im Jahr 2023 einen Umsatz von mehr als 10 Milliarden Euro.
Neben den staatlichen Pflichtaufgaben in Ausbildung, Prüfungswesen und Handwerksrolle übernimmt die Handwerkskammer Freiburg zahlreiche weitere Aufgaben. Sie unterhält moderne Beratungs- und Bildungszentren, in denen sie ihren Mitgliedern ein breites Spektrum an Service bietet: berufliche Bildungsangebote, Nachwuchswerbung, Rechtsberatung sowie Beratung in den Bereichen „Betriebswirtschaft“, „Betriebsübergabe und - übernahme“, „Innovation“, „Umwelt“, „Außenwirtschaft“, „Fachkräftesicherung“, „Organisationsentwicklung“ und „Digitalisierung“. Daneben unterstützt sie Existenzgründer und fördert das Handwerk vor Ort.
Datum: 23.07.2026 - 15:13 Uhr
Sprache: Deutsch
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Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Dr. Jochen Schicht
Stadt:
Freiburg im Breisgau
Telefon: +49 (761) 21800-460
Kategorie:
Bildung & Beruf
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