Verkehrsunfallbilanz 1. Halbjahr 2010: So wenig Verkehrstote wie nie zuvor seit 56 Jahren

Verkehrsunfallbilanz 1. Halbjahr 2010: So wenig Verkehrstote wie nie zuvor seit 56 Jahren

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Verkehrsunfallbilanz 1. Halbjahr 2010: So wenig Verkehrstote wie nie zuvor seit 56 Jahren



(pressrelations) -
NRW-Innenminister Wolf: Richtige Strategie der Polizei - 40 % Tote weniger als vor fünf Jahren

Noch nie seit 1953 starben in einem Halbjahr weniger Menschen auf den nordrhein-westfälischen Straßen als in den ersten sechs Monaten dieses Jahres. Die Zahl der Verkehrstoten verringerte sich im Vorjahresvergleich um 17,5 % auf 250 (- 53). Dies gab Innenminister Dr. Ingo Wolf heute (13. Juli) in Düsseldorf bekannt. Damit setzt sich der Trend der vergangenen Jahre fort. Im Vergleich zu den ersten 6 Monaten 2005 ist das ein Rückgang von über 40 % (- 170 Tote). "Das ehrgeizige Ziel, die Zahl der Verkehrstoten in NRW bis 2015 zu halbieren, ist zu schaffen", sagte Wolf. Daran arbeitet die NRW-Polizei seit 2005.

Die Zahl der Schwerverletzten sank im 1. Halbjahr 2010 um 11,5 % auf 5.674 (- 735) die der Leichtverletzten um 11 % auf 33.170 (- 3.288). Insgesamt nahm die Polizei 275.918 Verkehrsunfälle auf. Das sind 0,5 Prozent mehr als im 1. Halbjahr 2009.

"Zu dieser positiven Entwicklung hat auch die Strategie der Polizei gegen die Hauptursachen von tödlichen Unfällen wie Rasen, Alkohol und Drogen am Steuer sowie Nichtanschnallen beigetragen", betonte Wolf. So hat die letztjährige Gurtkampagne "ER hält alles - Der Profi fährt mit Gurt." mit Fußball-Nationaltorwart Manuel Neuer beachtliche Erfolge erzielt und wirkt auch weiterhin. Die Zahl der Verkehrstoten, die nachweislich nicht angeschnallt waren, sank im Halbjahresvergleich deutlich von 25 auf 16. "Der Sicherheitsgurt ist Lebensretter Nr. 1", betont Neuer. "Ich finde es wichtig sich anzuschnallen. Beim Spiel verlässt sich die Mannschaft auf ihren Torwart. Beim Autofahren verlasse ich mich auf den Gurt."

Auch in Zukunft kämpft die NRW-Polizei vor allem gegen Verkehrsunfälle mit tödlichen Folgen. Besondere Aufmerksamkeit gilt in diesem Jahr den Rasern. Zu schnelles Fahren ist die Ursache Nr. 1 für tödliche Verkehrsunfälle. Jeder dritte Verkehrstote ist Opfer von nicht angepasster Geschwindigkeit. "Das wollen wir ändern und haben deshalb zu Beginn des Jahres die Anti-Raser-Kampagne "Komm gut an! Sieger rasen nicht!" gestartet", erklärte Innenminister Wolf. "Die Polizei wird landesweit in den nächsten Monaten verstärkt aufklären und kontrollieren." Die Kampagne wird von der Fecht-Olympiasiegerin und -Weltmeisterin Britta Heidemann unterstützt. "Genau wie im Sport muss man sich im Straßenverkehr an die Regeln halten und fair bleiben", sagt sie. "Das ist wichtig, damit andere nicht zu schaden kommen". Wolf: "Es ist toll, das sich mit Heidemann und Neuer zwei sympathische Sportler für die Sicherheit auf den Straßen einsetzen."




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Datum: 13.07.2010 - 18:17 Uhr
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