Chronische Wunden: Sparen bis die Säge kommt?
Erkrath, 22.07.10. In Deutschland ist die Versorgung schlecht heilender Wunden vielerorts alarmierend rückständig. Die Folge: erhöhte Komplikationsraten, Mehrkosten und hohe Einbußen in der Lebensqualität der betroffenen Patienten bis hin zu Amputationen.
Der Einsatz moderner Wundversorgungstherapien kommt nicht nur dem Patienten zu Gute. Auch die Behandlungskosten könnten reduziert werden. Dennoch vollzieht sich ein bundesweiter Wandel in der Wundversorgung nur schleppend.
Auf eines der wesentlichen Hindernisse, die einer ausreichenden Wundtherapie im Wege stehen, wies Prof. Dr. Eike Debus im Rahmen der „2. Nationalen Expertendebatte Moderne Wundversorgung“ hin, die Mitte April in Hamburg stattgefunden hat. Seiner Ansicht nach berücksichtigt das aktuelle Vergütungssystem die angemessene Behandlung von Menschen mit chronischen Wunden nur unzureichend. „Im Klartext: Eine bessere Wundversorgung lohnt sich für die verantwortlichen Ärzte und Pflegenden schichtweg nicht“, unterstrich Debus. Daneben gebe es aber auch Wissenslücken, weshalb auf veraltete Methoden zurückgegriffen werde.
Eine Kritik, die Prof. Dr. Matthias Augustin teilte: „Viele Patienten mit chronischen Wunden erfahren durch eine ungeeignete Behandlung der Wunden erhebliche Einschränkungen und müssen nicht selten frühzeitig amputiert werden. Das ist eine alarmierende Situation, der die Nationale Expertendebatte entschieden entgegentritt“, sagte der Leiter des Compentenzzentrums zur Versorgungsforschung in der Dermatologie (CVderm). Die Nationale Expertendebatte ist ein bundesweites interdisziplinäres Forum von Wundexperten, das den aktuellen Stand der modernen Wundversorgung beleuchtet und Alternativen und Handlungsoptionen aufzeigt. Dazu gehören unter anderem die konsequente Anwendung der modernen Therapien und die Etablierung interdisziplinärer Foren und Netzwerke. Unterstützt wird die Nationale Expertendebatte von der Mölnlycke Health Care GmbH.
Zentrales Anliegen aller Akteure in der Wundversorgung muss es sein, dass die modernen Behandlungsmethoden auch den Patienten erreichen. Dies ist in der Umsetzung aufgrund bürokratischer Vorgaben oft langwierig. Laut Angaben Augustins ist beispielsweise die Unterdruck-Wundtherapie bei einem großen Spektrum an Indikationen praktisch unersetzbar, so in vielen Fällen schlecht heilender postoperativer Wunden und chronisch gestörter Wundheilung. Der Nutzen dieser Therapie wurde in mehreren 100 Publikationen und in der klinischen Versorgung an vielen 100.000 Patienten eindrucksvoll belegt. Dennoch gibt es noch keine einheitliche Kostenregelung zur Übernahme der Therapiekosten auch im ambulanten Bereich. Dabei wäre die Übernahme der Kosten nicht nur aus ökonomischer Sicht, sondern auch zum Wohle des Patienten wichtig.
Dies gilt insbesondere auch, weil sich das Verfahren der Unterdruck-Wundtherapie immer weiterentwickelt. So hat die Firma Mölnlycke Health Care im April diesen Jahres ein besonders patienten- und anwenderfreundliches System, das System Avance TM, am Markt eingeführt.
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Mölnlycke Health Care
Mölnlycke Health Care ist einer der weltweit führenden Hersteller für chirurgische Einweg- und Wundversorgungsprodukte sowie -Services im Gesundheitswesen.
Der Geschäftsbereich Surgical bietet sichere und effiziente OP-Lösungen durch ein breites Spektrum von Einwegprodukten, die helfen das Risiko von Infektionen für Patienten und Krankenhausmitarbeiter zu minimieren. Zu den wichtigsten Marken gehören: BARRIER®, Biogel® und HiBi®. Der Geschäftsbereich Surgical bietet auch individuelle Procedure Trays, auch bekannt als ProcedurePak®, die den Arbeitsablauf erleichtern und die Kosteneffizienz steigern.
Der Geschäftsbereich Wound Care bietet eine schonende und effektive Wundversorgung und entwickelt eine Vielzahl von Produkten, die auf der patentierten Hafttechnologie Safetac® basieren, z.B. Mepilex® und Mepitel® aber auch konventionelle Wundversorgungsprodukte wie z.B. Mepore®. Wundauflagen, die mit der patentierten Silikon-Hafttechnologie Safetec® ausgestattet sind, reduzieren weitestgehend die Schmerzen und minimieren die Gefahr der Traumatisierung der Wunde beim Verbandwechsel. Das Silikon passt sich sanft und effektiv auch den kleinsten Strukturen der Haut an, versiegelt die Wundränder und erhält das gewünschte feuchte Wundheilungsmilieu. Der Verband verklebt nicht mit der Wunde, so dass beim Entfernen kein neu gebildetes Gewebe abgezogen wird.
Das Sortiment umfasst auch die ergänzenden Bereiche Kompression, Dermatologie und Orthopädie sowie ein Produkt für schwer heilende Wunden, Xelma®, ein extrazelluläres Matrix-Protein.
Seit April 2010 bietet Mölnlycke das Unterdruck-Wundtherapie-System Avance TM an, welches mit unterschiedlichen Wundversorgungs-Kits (Schaum oder Gase) erhältlich ist.
Der Hauptsitz von Mölnlycke Health Care befindet sich im schwedischen Göteborg. Weitere Informationen finden Sie unter www.molnlycke.com.
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Datum: 22.07.2010 - 10:12 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 231902
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Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: E. Ihde; H. S. Müller
Stadt:
Berlin
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Kategorie:
Gesundheitswesen - Medizin
Meldungsart: Erfolgsprojekt
Versandart: Veröffentlichung
Freigabedatum: 22.07.10
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