Südwest Presse: Kommentar zu Afghanistan
ID: 233707
fernen Schlachtfeld sterben Aufständische, Zivilisten und Soldaten,
in der Heimat bleiben Wahrheit, Transparenz und Glaubwürdigkeit auf
der Strecke. Ein faires Urteil über die reale Lage am Hindukusch und
den Sinn der Militärmission fällt daher schwer - es wird vereitelt
durch die regierungsamtliche Geheimhaltung, Verharmlosung und
Vertuschung. Die Veröffentlichung vertraulicher US-Dokumente über den
Afghanistan-Einsatz lüftet diesen Schleier zwar für einen Moment,
doch ein lückenloses Bild über die akuten Zustände im Kampfgebiet
liefern die Unterlagen nun auch wieder nicht. Sie bestätigen
allerdings die Befürchtung, dass weder die Parlamente noch gar das
breite Publikum über alle Details der Kriegsführung informiert
werden, nicht einmal über den Grad der Gefährdung, dem unsere
Soldaten tatsächlich ausgeliefert sind. Je mehr Einzelheiten über die
Sicherheitsrisiken, das Chaos, die Korruption und die Verstrickung
der Geheimdienste in Afghanistan ans Licht kommen, umso größer aber
werden die Zweifel der Bürger und ihr Widerstand gegen eine
Fortsetzung der folgenreichen Operation. Die politische Formel von
der realistischen Abzugsperspektive und einer Übergabe in
Verantwortung dürfte dem wachsenden Druck der Kritiker nicht mehr
lange standhalten. Die Geduld der Öffentlichkeit ist allmählich
aufgezehrt.
Pressekontakt:
Südwest Presse
Lothar Tolks
Telefon: 0731/156218
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 26.07.2010 - 19:34 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 233707
Anzahl Zeichen: 1641
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Ulm
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 287 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Südwest Presse: Kommentar zu Afghanistan"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
S (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Zum Start der Fußball-Weltmeisterschaft rufen das SÜDWIND-Institut und die Romero Initiative (CIR) Aktive dazu auf, sich gegen Menschenrechtsverletzungen im Zuge der WM einzusetzen. Lange vor der WM waren die skandalösen Arbeitsbedingungen im Bausektor Katars bekannt, von denen Arbeitsmigrant*i
Genieße Weihnachten nachhaltig mit dem Fleur de Sel der Alpen (FOTO) ...
Gerade in unsicheren Zeiten möchte man sich zu Weihnachten was Besonderes gönnen und mit der Familie mit gutem Gewissen feiern. Dazu gehört eine schön gedeckte Tafel, leckeres Essen und liebevoll ausgewählte Geschenke. Doch welche Produkte kann man in Zeiten der Klimakrise und Energieknapphei
Branchendialog Automobil: Beschwerdemechanismus in Mexiko braucht deutlich stärkeres Engagement von Unternehmen ...
Zivilgesellschaft: Automobil-Industrie muss Chance nutzen und sich stärker zum Pilotprojekt aus dem Branchendialog Automobil bekennen - mehr Beteiligung relevanter Unternehmen und verbindliche Zusagen für Beschwerdemechanismus in Mexiko wichtig Anlässlich des Fachtages "Branchendialog Aut
Weitere Mitteilungen von S
RNZ: Keiner war's ...
Von Klaus Welzel 19 Menschen totgetrampelt - und keiner war's. Kein Oberbürgermeister, der sich der Verantwortung stellen würde. Kein Polizeipräsident, der Planungsfehler einräumte. Und der Vorwurf, dass die Stadt Duisburg unbedingt eine Massenveranstaltung durchziehen wollte, für d
Ostsee-Zeitung: OSTSEE-ZEITUNG Rostock zu Love Parade ...
Zu fragen ist allerdings, ob man die Love Parade für immer absagen muss. Die Entscheidung ist unter dem Eindruck des Grauens und der Trauer verständlich, sicher auch unter dem Druck, der sich vor dem Veranstalter immer mächtiger aufgebaut hat. Aber sie ist nicht zwingend. 1985 wurden im Brüsse
Neue Westfälische (Bielefeld): Die Katastrophe von Duisburg Schatten auf der Regierung PETER JANSEN, DÜSSELDORF ...
Die Katastrophe von Duisburg hat die landespolitischen Auseinandersetzungen weit in den Hintergrund gedrängt. Erschüttert, betroffen und weitgehend ohnmächtig-hilflos wie wir alle haben sich Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und ihr Innenminister Ralf Jäger (beide SPD) mit öffentlichen E
Ostsee-Zeitung: OSTSEE-ZEITUNG Rostock zu Afghanistan ...
92 000 geheime US-Dokumente haben die Wikileaks-Macher ins Internet gestellt und damit die traurige Realität auf den Schlachtfeldern am Hindukusch offengelegt, die verräterischen Machenschaften des pakistanischen Geheimdienstes aufgedeckt, die Naivität der Bundeswehr bloßgestellt, den zur Sc




