Für eine Welt ohne Atomwaffen
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Für eine Welt ohne Atomwaffen
Zum 65. Jahrestag des Atombombenabwurfs über Hiroshima und Nagasaki erklären Claudia Roth und Cem Özdemir, Bundesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:
"Der erste Einsatz von Atomwaffen vor 65 Jahren brachte unendliches Leid über Hiroshima und Nagasaki. Das Datum markiert auf schreckliche Weise den Eintritt in das atomare Zeitalter. Erstmals in der Geschichte kann menschliche Technik seitdem alles Leben auf der Erde vernichten.
Nach Hiroshima und Nagasaki ist ein neues Denken nötig, eine kritische Ethik, die die Grenzen menschlichen Handelns neu bestimmt: Nicht alles, was technisch möglich ist, darf auch realisiert werden. Diese Menschheitslehre von Hiroshima und Nagasaki hat leider noch immer nicht alle erreicht.
Auch heute noch sterben viele Menschen an den Folgen der Angriffe vom 6. und 9. August 1945. Das Leid der Opfer und ihrer Familien ist nicht vergessen. Ihr Vermächtnis an uns ist es, nicht nachzulassen im Kampf für eine Welt ohne Atomwaffen.
Die Bundesregierung ist hier in der Pflicht. Es ist ein vollkommen falsches Signal, wenn sie wieder Hermesbürgschaften für den Bau von Atomkraftwerken gewährt, und dies sogar für Länder, die das Zusatzprotokoll zum Atomwaffensperrvertrag nicht unterschrieben haben.
Stattdessen sollte die Bundesregierung sich glaubhaft für die internationale atomare Abrüstung engagieren und den Abzug aller Atomwaffen aus Deutschland rasch verwirklichen."
Pressedienst Bündnis 90 / Die Grünen
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Datum: 05.08.2010 - 18:17 Uhr
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