Instituts-Analysen für Energiekonzept der Bundesregierung liefern keine Entscheidungsgrundlage für AKW-Laufzeitverlängerungen
ID: 244355
Instituts-Analysen für Energiekonzept der Bundesregierung basieren auf unrealistischen Annahmen und liefern keine Entscheidungsgrundlage für AKW-Laufzeitverlängerungen
Berlin: Für den Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) sind die von verschiedenen Wirtschaftsforschungsinstituten für die Bundesregierung erstellten Analysen zum Energiekonzept lediglich Gefälligkeitsgutachten und könnten keine Entscheidungsgrundlage liefern, wie eine Energieversorgung in Deutschland künftig auszusehen habe. Die heute von der Wochenzeitung "Die Zeit" öffentlich gemachten Grundannahmen der Analysen zum Energiekonzept, dass nur bei AKW-Laufzeitverlängerungen aktiver Klimaschutz betrieben, die Energieeffizienz gesteigert und der Ausbau der Erneuerbaren Energien dynamisch vorangetrieben würden, während in einem Energieszenario ohne Laufzeitverlängerungen nichts dergleichen geschehe, sei absurd.
Hubert Weiger, BUND-Vorsitzender: "Die unsinnige Annahme, dass bei Beibehaltung des bisherigen Atomausstiegfahrplanes der Klimaschutz in Deutschland faktisch ausfällt, belegt erneut, dass eine sachliche Prüfung der Notwendigkeit von Laufzeitenverlängerungen für Atomkraftwerke nicht gewollt ist. Ansonsten hätte die Bundesregierung auch ein entsprechendes Szenario unter Beibehaltung des geltenden Atomausstieggesetzes durchrechnen lassen."
Bundesumweltminister Norbert Röttgen habe mehrfach erklärt, dass auf Atomkraftwerke in Deutschland verzichtet werden könne, sobald die Erneuerbaren Energien einen Anteil von 40 Prozent an der Stromversorgung erreichen. Die entscheidende Frage, wann dies der Fall sei, werde aber in den beauftragten Energieszenarien nicht untersucht. Nach einem Bericht der Bundesregierung zum weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien in Deutschland werde dieser Anteil deutlich vor dem geplanten Abschalten des letzten Atommeilers im Jahr 2022 erreicht.
Weiger: "Die Bundesregierung muss sofort ihre Verhandlungen mit den Stromkonzernen über längere AKW-Laufzeiten beenden und alle unbrauchbaren Energieszenarien ad acta legen. Stattdessen muss jetzt unverzüglich eine Diskussion über die Verkürzung der Laufzeiten der Atomkraftwerke beginnen."
Der BUND kündigte für den 18. September eine große Anti-Atom-Demonstration in Berlin an, bei der gemeinsam mit anderen Verbänden und Bürgerinitiativen das Regierungsviertel umzingelt werden soll.
Pressekontakt:
Thorben Becker
BUND-Energieexperte
Tel. 030-27586-421
Mobil: 0173-6071603
Rüdiger Rosenthal
BUND-Pressestelle
Tel. 030-27586425/-489
E-Mail: presse@bund.net
www.bund.net
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 18.08.2010 - 16:16 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 244355
Anzahl Zeichen: 2895
pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 282 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Instituts-Analysen für Energiekonzept der Bundesregierung liefern keine Entscheidungsgrundlage für AKW-Laufzeitverlängerungen"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Bei der gestern Abend vom Niedersächsischen Landwirtschaftsministerium und dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in Berlin durchgeführten Veranstaltung mit dem Titel "Wundermittel Antibiotika - ihr Einsatz im Tierstall und die Folgen für Mensch und Tier" hat der BUND-V
Deutschland muss im Pariser Klimavertrag 100 Prozent erneuerbare Energien und ausreichend Unterstützung für arme Länder veran ...
Berlin/Bonn: Konsequenteren Klimaschutz und ausreichende Unterstützung für die vom Klimawandel betroffenen ärmeren Länder fordern der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Greenpeace sowie Oxfam im Vorfeld des am Montag in Bonn startenden letzten Vorbereitungstreffens zur Pariser
Gemeinsame Pressemitteilung von Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), DEEPWAVE, Deutsche Umwelthilfe (DUH), Greenpeace, NABU, .... ...
Regierung muss beim Schutz der Meere nachbessern - Verbände kritisieren Maßnahmenplan und legen Schattenliste vor Mit scharfer Kritik reagieren acht deutsche Umweltverbände auf die aktuellen Meeresschutzpläne von Bund und Ländern. "Der vorliegende Entwurf enttäuscht. In dieser Form w
Weitere Mitteilungen von Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND)
Wasserrohrbruch in Darmstadt ...
vom: 18.8.2010: DARMSTADT (ac) ? In Darmstadt ist in der Nacht von Dienstag (17.) auf Mittwoch (18.) ein Wasserrohr gebrochen. Die Wasserversorgung in der Dieselstraße und in Teilen der Gräfenhäuser Straße war von zirka 0.45 Uhr bis voraussichtlich späten Mittwochnachmittag unterbrochen. Ein
NABU: Niedrige Streuobst-Apfelernte 2010 Bundesweite Streuobsterhebung dringend erforderlich ...
Berlin - Nach Schätzungen des NABU-Bundesfachausschusses Streuobst wird die deutsche Apfelernte im Streuobstbau in diesem Jahr unter 500.000 Tonnen liegen. Damit ist erneut eine Ernte deutlich unter dem Durchschnitt der Jahre 2000 bis 2009 (800.000 Tonnen) und der Jahre 1980 bis 1994 (1,1 Million
Gasheizgeräte: Defekte Heizautomaten dürfen nur durch neue Geräte ersetzt werden - Austausch"alt gegen alt"ist nicht mehr möglich ...
Beim Austausch von Gasheizgeräten auf vorgeschriebene Abgasüberwachung achten Gladenbach. - Beim Austausch defekter Gasheizgeräte, die heute noch in vielen Mietwohnungen im Einsatz sind, wird - aus Kostengründen - oft auf funktionsfähige Altgeräte zurückgegriffen. "Ein vermeintliches ?S
HKI: Nachhaltige Forstwirtschaft -"Grüne Lunge"speichert Sonnenenergie und bindet große Mengen CO2 ...
Holz als Energielieferant übernimmt wichtige Rolle im Klimaschutz - Der Wald ist das "größte Solarkraftwerk" der Welt Frankfurt am Main. - Wer von Solarenergie spricht, denkt meist nicht an den Wald. Doch gerade hier geschieht auf ganz natürlichem Wege genau das Gleiche, was auch die




