Lohnforderungen - Kaufkraftargument zieht nicht
ID: 245016
Lohnforderungen - Kaufkraftargument zieht nicht
Die deutsche Volkswirtschaft müht sich gerade erfolgreich aus der schwersten Krise der Nachkriegszeit heraus und schon werden wieder Stimmen laut, die einen kräftigen Lohnnachschlag fordern. Ver.di-Chef Bsirske möchte den Unternehmen sogar erklären, dass höhere Löhne keine Kosten, sondern Nachfrage sind. Er wird die Betriebe davon kaum überzeugen können.
Natürlich sind Löhne beides: Einkommen und Kosten. Aber ausgerechnet im beginnenden Aufschwung über kräftige Lohnsteigerungen zu philosophieren und dabei mal wieder das Kaufkraftargument zu bemühen, greift ökonomisch zu kurz. Nach einem Einbruch der Wirtschaftsleistung um 4,7 Prozent befindet sich Deutschland zwar wieder auf Wachstumskurs. Doch noch immer liegt die Pro-Kopf-Wertschöpfung deutlich unter dem Vor-Krisenniveau. Erst wenn die Kurzarbeit vollständig beseitigt ist, die Kapazitäten wieder normal ausgelastet sind und damit das Vor-Krisenniveau erreicht ist, steht auch wieder das Thema "Lohnerhöhungen" auf der Agenda.
Den Exportbranchen beschert eine kräftige Lohnerhöhung überdies im Inland kaum eine höhere Nachfrage, auch nicht der Stahlindustrie, wo demnächst Lohnverhandlungen stattfinden. Steigende Löhne belasten vielmehr die Kostenkalkulation und gefährden damit auch die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Produkte im Ausland.
Ansprechpartner
Dr. Hagen Lesch
Telefon: 0221 4981-778
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 19.08.2010 - 17:31 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 245016
Anzahl Zeichen: 1590
pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 303 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Lohnforderungen - Kaufkraftargument zieht nicht"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW Köln) (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Die ehemalige Autostadt Detroit hat umgerechnet mehr als 15 Milliarden Euro Schulden angehäuft. Jetzt ist die Stadt bankrott. Droht deutschen Kommunen Ähnliches? Immerhin stehen viele tief in der Kreide: Insgesamt betrug der Schuldenberg aller Städte und Gemeinden am Ende des ersten Quartals 20
Der Lohn der guten Tat ...
Das Thema nachhaltiges Wirtschaften gewinnt für deutsche Immobilienunternehmen zunehmend an Bedeutung. Das hat eine Studie ergeben, die im Frühjahr 2013 gemeinsam von der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg und dem Kompetenzfeld Immobilienökonomik beim Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) durchg
Mehr Binnenmarkt, mehr Wachstum ...
Gelingt es, den Verkehr von Personen, Waren, Dienstleistungen und Kapital zwischen den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union weiter zu liberalisieren, könnte dies helfen, die Krise in der Eurozone besser in den Griff zu bekommen. Denn ein starker Binnenmarkt führt zu mehr Wettbewerb, höherem
Weitere Mitteilungen von Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW Köln)
Brüderle gegen EU-Rohstoffsteuer: Gesamtstrategie notwendig ...
Überlegungen in der EU-Kommission, eine Steuer auf den Rohstoffverbrauch vorzuschlagen, werden vom Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Rainer Brüderle, entschieden zurückgewiesen. Bundesminister Brüderle: "Eine Steuer auf den Rohstoffverbrauch würde die internationale Wett
Noa-Bank am Ende ...
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht BaFin hat die Noa-Bank, vor der ÖKO-TEST schon im Februar warnte, am 18. August 2010 wegen drohender Überschuldung für die Kunden geschlossen und ein so genanntes Moratorium angeordnet. Das bedeutet: Die Einlagen sind eingefroren, Sparer und
Jahresbericht 2009: Direct Line stärkt erneut Position im Markt ...
Für die Direct Line Versicherung AG war 2009 wieder ein erfolgreiches Geschäftsjahr. Trotz negativer Marktentwicklung in der Kfz-Versicherungsbranche stellte der Direktversicherer Weichen für neues Wachstum sowie wegweisende Produkte und Leistungen. Während sich die Kfz-Versicherungsbranc
Hausratversicherung: Informationen zum Versicherungswert und Wohnungswechsel ...
Die meisten Haushalte in Deutschland verfügen bereits über eine Hausratversicherung. Dieses gilt sowohl für Eigentümer von Haus oder Wohnung als auch für Mieter. Die Hausratversicherung leistet bei Schäden durch Feuer, Leitungswasser, Sturm und Hagel sowie Einbruchdiebstahl, Raub und Vandalism




