Spam-Hotspot EU holt auf: Politik muss Kampf gegen unerwünschte Werbemails wieder aufnehmen
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Spam-Hotspot EU holt auf: Politik muss Kampf gegen unerwünschte Werbemails wieder aufnehmen
Berlin ? Aus der EU heraus wird immer mehr Spam in die Welt versandt. Die vier westeuropäischen Staaten Deutschland, Frankreich, Italien und Großbritannien gehören mittlerweile zu den zehn Ländern, die laut des aktuellen MessageLabs Intelligence Reports 2010 des IT-Sicherheitsunternehmens Symantec die größten Spam-Schleudern darstellen. Die gemeinnützige Nichtregierungsorganisation 'no abuse in internet' (naiin) fordert die Politik daher auf, sich dieses Problems wieder verstärkt anzunehmen.
Laut dem neuesten Report ist Großbritannien im August für 4,5 Prozent des weltweiten Spam-Aufkommens verantwortlich gewesen. Das ist mehr als doppelt so viel wie noch im April. Damit schaffte es das Vereinigte Königreich auf Platz vier der eifrigsten Spam-Versender, direkt hinter den USA, Indien und Brasilien. 'Insgesamt war im August eine von 1,08 Mails, die weltweit verschickt wurde, eine Spam-Mail. Das entspricht einem Anteil von 92,2 Prozent am gesamten E-Mail-Aufkommen', erklärt Rene Zoch, 2. Vorsitzender bei naiin, die Ausmaße des Spam-Problems. Am meisten leiden mit 96,3 Prozent die Ungaren unter der unerwünschten Mail-Flut. Auch die Deutschen können sich vor Spam-Mails kaum retten: Der Spam-Anteil in Deutschland liegt den Angaben zufolge bei 93 Prozent.
Da Spam-Mails beispielsweise durch Einbußen in der Produktivität aber auch durch mitgeschickte Schadsoftware weltweit jährlich Kosten in Milliarden-Höhe verursachen und auch private Internet-Nutzer angesichts der täglichen Spam-Schwemme zunehmend frustriert sind, muss etwas geschehen. 'Insgesamt scheinen bisherige Bemühungen von Seiten der Politik keine Früchte zu tragen', zieht Rene Zoch Bilanz und fordert: 'Daher sollte nun gezielt nachgebessert werden.' Es sei an der Politik, den Kampf gegen Spam wieder aufzunehmen und energischer zu führen: 'Und zwar koordiniert auf EU-Ebene', so der stellvertretende Vorsitzende von naiin.
Die Nichtregierungsorganisation geht bereits seit ihrer Gründung vor 10 Jahren gezielt gegen Spammer sowie gegen Anbieter von in Spam-Mails beworbenen Produkten und Websites vor. Hierzu betreibt naiin unter www.beschwerdestelle.de eine Beschwerdestelle, bei der Internet-Nutzer Spam-Mails sowie andere rechtswidrige Aktivitäten im Internet melden können.
Weitere Informationen unter www.naiin.org
Über naiin
naiin - no abuse in internet (Aussprache: 'nein') wurde am 18. August 2000 von Vertretern der Zivilgesellschaft, Internet-Wirtschaft und Politik gegründet. Als gemeinnützige Nichtregierungsorganisation setzt sich naiin seitdem weltweit gegen alle Formen der Online-Kriminalität sowie für die Stärkung von Bürgerrechten und für einen verbesserten Verbraucher- und Datenschutz im Internet ein. Dabei ist naiin dank seiner gemeinsam von Netzgemeinde und Internet-Wirtschaft finanziell getragenen Struktur so einzigartig wie unabhängig. So unterstützen weltweit bereits zahlreiche Unternehmen und zahllose Verbraucher die Organisation.
naiin betreibt eine der weltweit größten Internet-Beschwerdestellen, bei der Nutzer illegale Inhalte, auf die sie im Internet zufällig gestoßen sind, beanstanden können. In seinen Eigenschaften als Selbstregulierungs- sowie Verbraucherschutzorganisation geht naiin den eingehenden Beschwerden nach und ergreift technische sowie juristische Maßnahmen gegen rechtswidrige Inhalte und deren Urheber. Dabei arbeitet naiin weltweit mit Internet-Diensteanbietern - so genannten Providern - und mit Strafverfolgungsbehörden zusammen. In Deutschland ist die Beschwerdestelle für illegale Internet-Inhalte direkt unter www.beschwerdestelle.deerreichbar.
Internet: www.naiin.org
Presse-Kontakt:
naiin - no abuse in internet e.V.
Köpenicker Straße 48/49 G
D-10179 Berlin
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Leiter - Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 030 / 2009 51 330
E-Mail: de.press@naiin.org
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Datum: 30.08.2010 - 12:16 Uhr
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