Schöne heile Welt: Wie sich GM die Mobilität der Zukunft vorstellt
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Schöne heile Welt: Wie sich GM die Mobilität der Zukunft vorstellt
30. August 2010. "Drive to 2030". Mit diesem Motto wirbt General Motors zusammen mit dem chinesischen Partner SAIC auf der Expo in Shanghai für die Mobilität der Zukunft. In enger Zusammenarbeit mit der chinesischen Regierung, die sich in Bezug auf die Einführung von Elektroautos hohe Ziele gesetzt hat, zeigt GM unter anderem den EN-V ein zweisitziges Fahrzeug mit Elektroantrieb.
Die Situation des urbanen Verkehrs sei dramatisch, sagte Karl Stracke, Vice President, GM Global Vehicle Engineering, auf einer Diskussionsveranstaltung im Expo-Pavillon des amerikanischen Autobauerssei. Der Bevölkerungszuwachs, gerade in den Metropolen Chinas, führe nicht nur zu einem Verkehrskollaps, sondern auch zu einer noch höheren Umweltbelastung. Deshalb sei es an der Zeit, die Weichen für eine Zukunft zu stellen, die sich von der Hybridtechnologie zum elektrischen Antrieb bis hin zur Brennstoffzellen-Technik wandeln soll.
Für den chinesischen Markt ist die schnelle Einführung von Elektroautos ein entscheidender Faktor. Die chinesische Regierung will bis 2015 zwischen 500 000 und einer Million Elektrofahrzeuge auf die Straßen bringen. Damit soll der weltweit größte Markt für elektrische Automobile begründet werden. Ein wesentlicher Aspekt für die rasante Entwicklung elektrisch betriebener Automobile in China ist der große Abstand zur Benzin- und Diesel-Motoren-Technik Europas und den USA. Die chinesische Autoindustrie setzt daher auf Elektroautos, um in diesem Segment eine führende Rolle einzunehmen.
Mit der Einführung des Chevrolet Volt in diesem Jahr in den USA und 2011 in China und Europa sieht sich GM als führender Hersteller bei Großserien-Elektrofahrzeugen. Der Volt kostet in seinem Heimatmarkt 41 000 US-Dollar, bei einer Förderhöhe seitens der US-Regierung von 7500 Dollar sind es tatsächlich umgerechnet rund 26 500 Euro Kaufpreis. Auch China will mit entsprechenden Subventionen den Kaufanreiz für ein Elektroauto für den Endverbraucher erhöhen. "Ein Fahrzeug mit Elektroantrieb darf nicht viel mehr kosten, als ein konventionell angetriebenes", erläuterte Lai Xiaokang, Direktor des Institute of Superconductivity die Pläne seiner Regierung.
Die Sicherstellung der elektrischen Energie für die Versorgung größerer Volumen elektrisch angetriebener Fahrzeuge ist nach Aussage von Karl Stracke eine große Herausforderung. Ein Lösungsansatz ist die Aufladung der Fahrzeuge in der Nacht, wenn weniger Verbraucher am Netz hängen. Wesentlicher wird aber die Nutzung regenerativer Energiequellen wie Wasserkraft, Solar und Wind sein. Lai Xiaokang sieht die Energiepolitik seines Landes diesbezüglich gut aufgestellt: "China arbeitet hart an einer effizienten elektrischen Infrastruktur".
Die Show im Pavillon von GM suggeriert neben der emissionsfreien individuellen Mobilität ein herrlich heile Welt á la Disney. In einem animierten Film bewegen sich Menschen wie auf Schienen in ihren zweisitzigen Fahrzeugen. Mit einer ausgeklügelten Telemetrie funktioniert der Verkehr ohne Stau und Unfall auf Straßen, die in mehreren Ebenen angelegt sind. Selbst Blinde oder auch Kinder bewegen sich in ihrem eigenen Gefährt durch die Stadt, automatisiert, flott und komplett gefahrlos. Eine schöne heile Vorstellung, auf deren Realisierung man gespannt sein darf.
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Datum: 30.08.2010 - 21:16 Uhr
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