Dank der Konjunktur: 300 000 neue Jobs im Mittelstand
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Von Jörg Löbker
Bonn/Berlin – Gute wirtschaftliche Nachrichten sind in den letzten Wochen zum Dauerzustand geworden. Die Arbeitslosenzahlen versprechen eine deutliche Besserung. Doch die Unternehmen zögern noch mit Neueinstellungen. Dies zumindest verkündete jüngst die Tageszeitung Die Welt http://www.welt.de. Das Blatt beruft sich auf eine Umfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln http://www.iwkoeln.de bei 45 Wirtschaftsverbänden. Klarer Punktsieger dieser Umfrage: der Mittelstand.
Summa summarum etwa 300.000 neu geschaffene Arbeitsplätze erwartet der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) http://www.bvmw-online.de für das gerade begonnene Jahr 2007.62 Prozent der Klein- und Mittelbetriebe werden demnach ihre Mitarbeiterzahl zumindest halten, bei 29 Prozent der Firmen soll es Neueinstellungen geben. Besonders erfreulich: Laut Welt plant kaum eines der vom BMVW befragten Unternehmen für die kommenden zwölf Monate eine Verlagerung von Arbeitsplätzen ins Ausland. „Der Mittelstand bekennt sich klar zum Standort Deutschland“, zitiert das Blatt den BVMW-Präsidenten Mario Ohoven. Und er liefert auch gleich Lösungsvorschläge gegen die allgemeine Zurückhaltung der Betriebe bei Neueinstellungen. Zum einen solle die für 2008 geplante Unternehmenssteuerreform um ein Jahr vorgezogen werden, zum anderen plädiert er für die Abschaffung des Kündigungsschutzes für Betriebe bis 20 Mitarbeiter. „Der überzogene Kündigungsschutz ist in Deutschland nach wie vor ein massives Einstellhemmnis“, wird Ohoven ferner zitiert. „Die Stimmung in der Wirtschaft könnte kaum besser sein“, lautet seine Gesamteinschätzung in dem Blatt.
Neben IW und BMVW hat auch die Union Mittelständischer Unternehmen (UMU) bei ihren Mitgliedern eine Umfrage zu diesem Thema gemacht und kommt zu ähnlichen Ergebnissen. Die UMU sieht neben einer robusten Weltkonjunktur vor allem eine wesentliche Verbesserung der Binnenkonjunktur, die zum Beispiel aus einem positiv verlaufenen Weihnachtsgeschäft 2006 resultiert, Gründe für die positive Entwicklung bei den Mittelständlern. Doch die mittelständischen Unternehmen sparen allerdings nicht mit Kritik an der Regierung. Laut Welt bezeichneten lediglich sechs Prozent der befragten Unternehmen die Politik der schwarz-roten Regierung als „gut“. Die am häufigsten angesprochenen Kritikpunkte seien eine überbordende Bürokratie, rigider Kündigungsschutz sowie die hohe Steuer- und Abgabenlast.
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Datum: 03.01.2007 - 12:15 Uhr
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