DIW-Zahlen für die kommenden 24 Monate optimistisch

DIW-Zahlen für die kommenden 24 Monate optimistisch

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(firmenpresse) - Mehrwertsteuer-Erhöhung fällt weniger ins Gewicht als erwartet

Von Jörg Löbker

Bonn/Berlin – Die seit wenigen Tagen in Kraft getretene Mehrwertsteuererhöhung von 16 auf 19 Prozent fällt bei den Prognosen für das Wirtschaftswachstum für die Jahre 2007 und 2008 weniger ins Gewicht als allgemein erwartet. Auch die übrigen schlechten Startbedingungen (Aufwertung des Euro, leicht verlangsamtes Wachstum der Weltwirtschaft und bevorstehende höhere Tarifabschlüsse) konnten die Zahlen, die das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) http://www.diw.de heute in Berlin vorgelegt hat, wenig beeinflussen. Nachdem das DIW mit einem Wachstum des Bruttoinlandproduktes für 2006 von insgesamt 2,3 Prozent rechnet, lautet die Prognose für das Wirtschaftswachsrum für 2007 1,7 Prozent, für 2008 gar 2,5 Prozent. Das DIW teilt mit, dass sowohl die Exporte weiter kräftig angestiegen seien, aber auch die Nachfrage aus dem Inland stark angezogen habe. Insgesamt verlief die wirtschaftliche Entwicklung 2006 deutlich besser als noch im vergangenen Sommer erwartet wurde, so das Institut.

Michael Müller, Geschäftsführer der in Neuss und Potsdam ansässigen a&o-Gruppe http://www.aogroup.de und Wirtschaftssenator des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW) http://www.bvmw.de, sieht besonders in den mittelständischen Unternehmen einen Motor für die Entwicklung: „Die Prognosen verheißen besonders für die Klein- und Mittelbetriebe positive Entwicklungen. Hier entstehen neue Jobs, während sich die großen Unternehmen noch schwer tun mit dem Gedanken, echte Stellen zu schaffen. Dort werden noch kurzfristige Lösungen favorisiert, beispielsweise über Zeitarbeitsfirmen oder ähnliches.“ Auch das DIW erwartet bei den Arbeitslosenzahlen für das Jahr 2008 einen Mittelwert unterhalb der Vier-Millionen-Grenze. Doch es gibt auch Risiken.

Diese sieht das DIW vor allem in den konstant hohen Ölpreisen. Michael Müller: „Das Niveau des Ölpreises ist sehr hoch, es ist auch nicht zu erwarten, dass sich dies in nächster Zeit radikal nach unten verändert. Auch der schwache Dollar ist für die Weltwirtschaft ein Problem. Und das wird sich auch auf die heimische Entwicklung auswirken.“ Das DIW berichtet weiter, dass in den Medien häufig der Eindruck entstehe, die deutsche Wirtschaft sie zuletzt ein Motor für die europäische Wirtschaft geworden. Doch richtig sei, dass sie 2006 zu einer geringeren Last geworden ist. Im EU weiten Durchschnitt beträgt das Wirtschaftswachstum für das abgelaufene Jahr 2006 2,9 Prozent. Im Gebiet des Euros sind es noch 2006 Prozent, im Bundesgebiet 2,3 Prozent. Schwächere Wachstumsraten haben im gesamten EU-Gebiet laut DIW lediglich Frankreich (2,1), Italien und Portugal (je 1,8). „Allerdings sind die Risiken insgesamt überschaubar. Die Lage ist insgesamt sehr positiv zu bewerten. Geht die Politik jetzt den richtigen Weg, kommt sie den mittelständischen Unternehmen entgegen, anstatt sie beispielsweise mit ausufernder Bürokratie zu bremsen, wird der Aufschwung noch lange anhalten“, prophezeit Müller.




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