Grauduszus: Absolutes eCard-Moratorium bis zur Gerichtsentscheidung

Grauduszus: Absolutes eCard-Moratorium bis zur Gerichtsentscheidung

ID: 256265

Groß-Demo Freiheit statt Angst in Berlin



(firmenpresse) - (ddp direct) BERLIN Solange die Gerichte nicht entschieden haben, müssen Politik und Krankenkassen jegliche weitere Aktivitäten bei der Einführung der elektronischen Gesundheitskarte (eCard) einstellen. Vor dem Hintergrund eines anhängigen Verfahrens gegen die eCard vor dem Sozialgericht Düsseldorf forderte Martin Grauduszus, Präsident der Freien Ärzteschaft (FÄ), auf der Demonstration Freiheit statt Angst des Arbeitskreises Vorratsdatenspeicherung in Berlin ein absolutes Moratorium bei diesem Projekt staatlicher Datengier.

Vor über zehntausend Demonstranten machte Grauduszus deutlich, dass mit der geplanten eCard nach dem erklärten Willen von Staatsgewalt und obrigkeitshörigen Krankenkassen das unverzichtbare Bollwerk der ärztlichen Schweigepflicht und das Ur-Vertrauen im Patient-Arzt-Verhältnis sturmreif geschossen werden soll.

Die mit der Einführung der eCard ebenfalls geplante Zusammenführung und Speicherung der Patientendaten auf externen Servern führe unausweichlich zum gläsernen Patienten für den FÄ-Präsidenten eine Vorratsdatenspeicherung in verwerflichster Reinkultur.

Die angeblich unantastbare Würde des Menschen liege auf dem Seziertisch der Datenschnüffelei zur allfälligen Selbstbedienung, so Grauduszus. Der gläserne Patient verkomme zur Verfügungsmasse von Behörden, Versicherungen und ausschließlich profitorientierter Gesundheitsindustrie.

Deshalb sei ein Stopp jeglicher weiterer eCard-Aktivitäten bis zur Entscheidung der Gerichte unumgänglich, untermauerte Grauduszus seinen Appell an Bundeskanzlerin Merkel, die zuständigen Minister anzuweisen, nicht in das schwebende Verfahren gegen die eCard einzugreifen und jeglichen Aktionismus einzustellen.



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