Höheres Defizit der Kommunen im ersten Halbjahr 2010
ID: 261164
Höheres Defizit der Kommunen im ersten Halbjahr 2010
Durch Probleme im Zusammenhang mit der Einführung des doppischen Rechnungswesens auf kommunaler Ebene sind die Ergebnisse einiger Länder nur eingeschränkt aussagefähig; die Entwicklung wird beim Vergleich des ersten Halbjahres 2010 mit dem ersten Halbjahr 2009 dadurch insbesondere auf der Ausgabenseite etwas verzerrt wiedergegeben. Unter anderem zeigen sich bei den Personalausgaben unterjährig Schwankungen zwischen den Einzelquartalen. Daneben bedingen veränderte Zuordnungen Verschiebungen zwischen den Ausgaben für den laufenden Sachaufwand und den Sachinvestitionen. Dennoch stellt die Bundessumme der Einnahmen und Ausgaben ein aussagefähiges Bild der kommunalen Finanzsituation dar.
Den stärksten Rückgang auf der Einnahmenseite verzeichneten im ersten Halbjahr 2010 die im Rahmen des kommunalen Finanzausgleichs von den Ländern erhaltenen Schlüsselzuweisungen (- 8,4 % auf 13,1 Milliarden Euro) gegenüber dem ersten Halbjahr2009. Der Rückgang der Einnahmen aus der Gewerbesteuer netto - nach Abzug der Gewerbesteuerumlage - um 6,8% oder eine Milliarde Euro auf 13,9 Milliarden Euro (Vorjahr 14,9 Milliarden Euro) war der Hauptgrund für die weiterhin verringerten Steuereinnahmen der Kommunen. Sie lagen mit 26,4 Milliarden Euro im ersten Halbjahr 2010 nochmals um 4,3% unter dem Vorjahresbetrag im ersten Halbjahr 2009. Die übrigen Eckgrößen auf der Einnahmenseite lagen im ersten Halbjahr 2010 im positiven Bereich. Dabei fielen vor allem die investiven Zuwendungen vom Land mit 3,1 Milliarden Euro um 12,6% deutlich höher aus als im ersten Halbjahr 2009. Die Einnahmen aus Gebühren stiegen von 7,6 Milliarden Euro im ersten Halbjahr 2009 um 2,7% auf 7,8 Milliarden Euro im ersten Halbjahr 2010.
Auf der Ausgabenseite stiegen im ersten Halbjahr 2010 die Bauausgaben sehr deutlich auf 6,8 Milliarden Euro, was einer Steigerung von 20,4% gegenüber dem ersten Halbjahr 2009 (5,7 Milliarden Euro) entspricht. Ausschlaggebend war hier die Umsetzung der Konjunkturpakete von Bund und Ländern. Insgesamt erhöhten sich die Sachinvestitionen um 11,4 % auf 8,7 Milliarden Euro. Im gleichen Zeitraum 2009 gaben die Kommunen hierfür 7,8 Milliarden Euro aus. Für soziale Leistungen mussten die Gemeinden 21,2 Milliarden aufwenden (+ 8,1% gegenüber dem ersten Halbjahr 2009 mit 19,6 Milliarden Euro). Die sächlichen Verwaltungs- und Betriebsausgaben erhöhten sich um 4,2% auf 18,0 Milliarden Euro. Mit 21,1 Milliarden Euro lagen die Personalausgaben um 2,3% über den Ausgaben vom ersten Halbjahr 2009. Dagegen fiel der Rückgang der Zinsausgaben mit 7,4% auf 1,9 Milliarden Euro deutlich aus.
Die Gemeinden und Gemeindeverbände haben im ersten Halbjahr 2010 0,2 Milliarden Euro mehr an Krediten aufgenommen als sie Schulden getilgt haben.
Eine Tabelle bietet die Online-Fassung dieser Pressemitteilung unter www.destatis.de .
Weitere Auskünfte gibt:
Otfried Schönberger,
Telefon: (0611) 75-4164,
E-Mail: gemeindefinanzen@destatis.de
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 21.09.2010 - 11:16 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 261164
Anzahl Zeichen: 3881
pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 260 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Höheres Defizit der Kommunen im ersten Halbjahr 2010"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Statistisches Bundesamt (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Preise für Wohnimmobilien, 1. Quartal 2026 (vorläufig) +1,4 % zum Vorjahresquartal +0,3 % zum Vorquartal Die Preise für Wohnimmobilien (Häuserpreisindex) in Deutschland sind im 1. Quartal 2026 um durchschnittlich 1,4 % gegenüber dem 1. Quartal 2025 gestiegen. Gegenüber dem Vorquartal erhöh
1,5 % mehr Deutschlandstipendien im Jahr 2025 / 33 500 Studierende erhalten eine Förderung nach dem Stipendienprogramm-Gesetz ...
Im Jahr 2025 haben 33 500 Studierende ein Deutschlandstipendium nach dem Stipendienprogramm-Gesetz erhalten. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, stieg die Zahl der Stipendiatinnen und Stipendiaten damit gegenüber dem Jahr 2024 um 1,5 %. Ihr Anteil an allen Studierenden - gemessen an
Auftragseingang im Bauhauptgewerbe im April 2026 unverändert zum Vormonat / Auftragseingang im Vergleich zum Vorjahresmonat um 0,6 % gestiegen ...
Auftragseingang im Bauhauptgewerbe, April 2026 0,0 % zum Vormonat (real, saison- und kalenderbereinigt) +0,6 % zum Vorjahresmonat (real, kalenderbereinigt) +3,6 % zum Vorjahresmonat (nominal, unbereinigt) Umsatz im Bauhauptgewerbe, April 2026 +3,6 % zum Vorjahresmonat (real) +6,3 % zum Vorjahr
Weitere Mitteilungen von Statistisches Bundesamt
Honorarberatung noch wenig attraktiv für vermögende Privatkunden ...
Kreuzlingen, 21.09.2010. Vermögende Privatkunden haben in Deutschland bisher kaum Erfahrung mit Honorarberatung, einer Form der Finanzberatung, bei der ein Anlageberater für seine Leistungen ausschliesslich nach seinem Zeitaufwand vergütet wird. Dies ist ein zentrales Ergebnis der Studie "Zu
Sensibel wie Rennpferde - behandelt wie Lastesel ...
Wiesbaden, 21.09.2010. Im ersten Halbjahr 2010 meldeten die deutschen Amtsgerichte nach Angaben des Statistischen Bundesamtes über 16.000 Unternehmensinsolvenzen und damit zwei Prozent mehr als im Vorjahr. Die meisten begannen als nicht erkannte strategische Krisen. Unternehmen und öffentliche Ins
Bilderrahmen für die Wettervorhersage & Sonne für den Notebook: BRESSER überrascht mit innovativen Multimedia-Neuheiten auf der Photokina 2010 ...
Rhede ? Vom 21. bis zum 26. September treffen in Köln Profi- und Hobbyfotografen sowie Fotobegeisterte aus der ganzen Welt auf der Photokina World of Imaging zusammen. Auch der Spezialist für Nah- und Fernoptik, BRESSER (www.bresser.de), stellt dem Messepublikum in Halle 03.1, Stand A020, eine bre
Kybernetik-Telefontraining garantiert Neukundengewinnung ...
Beyreuther-Training bietet Steuermannskunst für den Vertriebserfolg Ungewöhnliche Angebote und besondere Maßnahmen sind das Credo des Berliner Seminar-Anbieters Beyreuther-Training. So will man dort Steuermänner für den Verkauf und Vertrieb ausbilden, die auch bei schlechten Bedingungen da




