Wirtschaftsprüfer enttäuschen Kunden bei der Beratung

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Wirtschaftsprüfer enttäuschen Kunden bei der Beratung

40 Prozent sind mit Beratungsleistung nicht zufrieden ? Ausgleich für sinkende Bilanzprüfungshonorare in Gefahr



(pressrelations) -
40 Prozent der Kunden sind mit der Beratungsleistung der Wirtschaftsprüfer nicht wirklich zufrieden. Dies ergab eine Studie zu Kundenzufriedenheit und Reputation, die Professor Dietmar Fink und die Wissenschaftliche Gesellschaft für Management und Beratung (WGMB) für das manager magazin erstellt haben (Erscheinungstermin: 24. September). Mit der Jahresabschlussprüfung sind dagegen nur 22 Prozent der Befragten nicht ausdrücklich zufrieden. "Im Advisory-Geschäft bekommen die Wirtschaftsprüfer die schlechtesten Noten", sagt Beraterexperte Fink.
Grundlage der Studie ist die Befragung von 342 Entscheidern in deutschen Unternehmen.

Das Ergebnis ist bedrohlich für die Branche: Denn bei der Beratung sind die Honorare oft deutlich höher als bei der Jahresabschlussprüfung, wo ein harter Preiskampf tobt. Im vergangenen Jahr haben Wirtschaftsprüfer von den 30 Dax-Unternehmen 11 Prozent weniger Honorar bekommen als im Jahr zuvor, zeigt eine Auswertung der Geschäftsberichte durch das Forschungsteam Baetge der Universität Münster und wp.net für das manager magazin. Die Beratung macht dabei einen immer größeren Teil des Gesamthonorars aus. Von den 30 Dax-Konzernen nahmen die Bilanzprüfer 2007, im letzten Jahr vor der Eskalation der Finanzkrise, 176 Millionen Euro an Honorar für Zusatzleistungen ein, das entspricht immerhin 40 Prozent des Entgelts für die Abschlussprüfung. Im vergangenen Jahr brachten die sonstigen Leistungen den Prüfern 179 Millionen Euro ein, das entspricht sogar 45 Prozent der Bilanzprüfungshonorare.


Autor: Mark Böschen
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Datum: 24.09.2010 - 15:16 Uhr
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