Strassenbeleuchtung - ein dunkles Kapitel?!
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Straßenbeleuchtung ? ein dunkles Kapitel?!
Um das richtige Licht auf nachtdunklen Straßen ging es heute (30. September 2010) auf der Ta
"Die Beleuchtung ist ein Paradebeispiel für die Veränderungen der technischen Rahmenbedingungen. Der Sanierungsbedarf in praktisch allen Bereichen der Beleuchtung ist immens", erklärt Dipl.-Ing. Heinz-Jürgen Schütz von der EnergieAgentur.NRW. Nach Schätzungen des Fachverbandes Licht werden in 50 Prozent der deutschen Kommunen noch Straßenbeleuchtungen betrieben, die auf dem technischen Stand der 1970er Jahre sind. Bedingt durch die Vorgaben der EU werden für viele ältere Beleuchtungsanlagen ab 2015 keine Leuchtmittel mehr am Markt erhältlich sein. Mit der damit zwangsläufig notwendigen Sanierung ist ein geschätztes Einsparpotential von deutschlandweit 2,7 Milliarden kWh, bzw. rund 400 Millionen Euro verbunden.
Die Kommunen in Nordrhein-Westfalen müssen sich daher rechtzeitig mit der Modernisierung ihrer Straßenbeleuchtung auseinandersetzen. "Entsprechende Alternativen sind technisch ausgereift und im Einsatz bewährt", so Heinz-Jürgen Schütz, EnergieAgentur.NRW. Die Leuchtenhersteller haben eine breite Palette an fortschrittlicher Lichttechnologie anzubieten. Insgesamt sorgen die Systeme mit deutlich weniger Strom für besseres Licht. "Hohe Lichtausbeute" heißt die Zauberformel. So werden zum Beispiel in immer mehr Kommunen Pilotanlagen mit Lumineszens- oder Leuchtdioden (LED) zur Straßenbeleuchtung eingesetzt. Nach den ersten Erfahrungen aus Düsseldorf bringen LED gegenüber herkömmlichen Beleuchtungen eine Einsparung von ca. 1.800 Euro/a pro Straßenzug. Schütz: "Die klamme Haushaltslage hält aber viele Kommunen davon ab, die ökonomische und technische Durchführbarkeit zu prüfen."
Gleichzeitig entdecken immer mehr Kommunen auch in NRW Licht als attraktives Mittel, um das Stadtbild zu verschönern. "Vielerorts strahlt dabei die Beleuchtung völlig ungenutzt in den Nachthimmel, in Schlafzimmerfenster und benachbarte Naturräume", so Carsten Wachholz vom NABU-Bundesverband. Gemeinsam mit Experten und kommunalen Praktikern will der NABU Leitlinien und Arbeitshilfen für die Lichtplanung entwickeln, um Energieverbrauch und Lichtverschmutzung bei der Umsetzung von Beleuchtungskonzepten sinn- und wirkungsvoll zu begrenzen. Dabei gehe es auch darum, wie öffentliche und private Akteure zusammenarbeiten können, um ineffiziente und nicht aufeinander abgestimmte Beleuchtungen zu vermeiden. Weniger sei mehr, müsse die gestalterische Devise lauten, weil aus ökologischen Gründen Dunkelheit in Naturräumen in der Stadt und im Umland unverzichtbar sei. Gerade veraltete oder schlecht konstruierte Lichtquellen werden häufig zu tödlichen Fallen für nachtaktive Insekten, Vögel und Fledermäuse. "Eine energetische und naturverträgliche Sanierung der Stadtbeleuchtung in Deutschland kann dazu beitragen, pro Jahr rund eine Million Tonnen an klimaschädlichen Kohlendioxid zu vermeiden und gleichzeitig die Licht- und Aufenthaltsqualität deutlich zu verbessern?, ist NABU-Klima- und Energieexperte Carsten Wachholz überzeugt.
Dormagen und Uedem als EU-GreenLight-Partner ausgezeichnet
Inzwischen gibt es zahlreiche Positiv-Beispiele für eine zeitgemäße Straßenbeleuchtung. So sind die jährlichen Stromkosten in Dormagen nach der Sanierung um 44 Prozent gesunken. Für rund 670.000 Euro wurden u. a. 4.580 Quecksilberdampfhochdruck- gegen Natriumdampfhochdrucklampen ausgetauscht, 349 veraltete Ansatzleuchten erneuert und flächendeckend 160 Spartransformatoren installiert. Die Sanierung wurde per Contracting finanziert. Das Ergebnis nach dem zweiten Betriebsjahr: Der Stromverbrauch sank um jährlich 1,4 Millionen kWh, der Haushalt wurde 2009 um rund 267.0000 Euro entlastet.
Dem Vorbild Dormagen steht die Gemeinde Uedem am Niederrhein in Nichts nach. Durch den Einbau neuer Leuchten und effizienter Leuchtmittel - verbunden mit einem flächendeckenden Lichtmanagementsystem zur Spannungsabsenkung in verkehrsarmen Zeiten - wurde eine jährliche Verbrauchsreduzierung von über 178.000 kWh oder etwa 45 % des bisherigen Strombedarfs erzielt. Der Umweltbeitrag durch die Senkung des CO2-Ausstoßes beträgt 105 Tonnen pro Jahr. Um dieses Ziel zu erreichen war es stellenweise erforderlich, eine Instandsetzung des Beleuchtungsnetzes durchzuführen und insgesamt 864 Leuchten sowie 26 Schaltschränke zu modernisieren. Die Gesamtkosten betrugen rund 480.000 Euro. Die EnergieAgentur.NRW beriet in beiden Fällen.
Beide Kommunen, Dormagen und Uedem, wurden von der Europäischen Union als GreenLight-Partner ausgezeichnet. Die EU honoriert auf diese Weise private und öffentliche Institutionen, die den Stromverbrauch von Beleuchtungsanlagen durch Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz erheblich reduzieren und damit eine Vorbildfunktion einnehmen.
Weitere Infos:
Dipl.-Ing. Heinz-Jürgen Schütz,
0202 / 245 52 ? 32, oder mailto:schuetz@energieagentur.nrw.de.
Carsten Wachholz,
030/ 284984 ? 1617 oder mailto:carsten.wachholz@nabu.de
http://www.EnergieAgentur.NRW.de / http://www.NABU.de/stadtbeleuchtung
Ansprechpartner: Thomas Reisz
Tel.: (0202) 245 52 47
mailto:reisz@energieagentur.nrw.de
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Datum: 30.09.2010 - 20:16 Uhr
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